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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Mit Glück und Geschick eingelocht

01.07.2017

Nordenham Herausforderung angenommen: Das Minigolf-Duell kann beginnen. Wer spielt besser? Der Redakteur Jens Milde oder die junge Volontärin Anna Lisa Oehlmann?

Auf der Suche nach dem Sommerloch haben wir auf der Minigolf-Bahn beim Campingplatz an der Strandallee gleich elf kleine Löcher mit neun Zentimetern Durchmesser gefunden. Außerdem eine Bahn, bei der die Kugel nicht eingelocht, sondern eingenetzt werden muss.

Bevor es losgeht, decken wir uns am Kiosk mit Schlägern, Bällen und einer Spielkarte ein. Die Betreiber Viola und Sascha Schieffer händigen den Gästen gegen eine kleine Gebühr die Sportgeräte aus. Am Eingang stehen die Regeln. Am wichtigsten ist: Mit sechs oder weniger Schlägen das Loch treffen. Wer das nicht schafft, bekommt eine Sieben auf der Spielkarte.

MinigolfIn Nordenham

Minigolf kann man in Nordenham auf der Anlage an der Strandallee beim Campingplatz spielen. Sascha und Viola Schieffer haben den Platz und die Bahn am 1. Januar 2016 übernommen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Turnier-Anlage mit 18 Bahnen am Störtebekerbad geschlossen. Der Pächter musste die Anlage am Störtebeker-Bad aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Ein Nachfolger hat sich nicht gefunden.

Einige Elemente der aufgelösten Anlage hat Sascha Schieffer übernommen. „Ich habe sie bearbeitet, damit sie auf die Bahn passen“, erzählt er. Nach und nach plane er weitere Verschönerungen der Bahn.

Anfangs hatte die Stadt überlegt, die Anlage beim Störtebekerbad abzubauen und auf dem Freibadgelände wieder aufzubauen. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Platten nicht so einfach zu bewegen sind, berichtet der stellvertretende Chef der Stadtverwaltung, Bert Freese. Aus Kostengründen musste die Stadt das Vorhaben wieder zu den Akten legen. Was mit dem Minigolf-Platz am Störtebekerbad passiert, sei noch nicht entschieden.

Die Minigolf-Anlage am Nordenhamer Campingplatz, Strandallee 11, hat montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, bei gutem Wetter auch bis 20 Uhr geöffnet. Am Wochenende ist sie fast durchgängig geöffnet. Schläger, Bälle, Spielkarten sowie Getränke und Eis gibt es am Kiosk am Campingplatzeingang. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2 Euro, für Kinder bis 14 Jahre 1,50 Euro. Eine Zehner-Karte kostet 15 Euro. Bei größeren Gruppen oder Kindergeburtstagen ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer  0151/11636288 ratsam.

Per Schnick-Schnack-Schnuck wird entschieden, wer beginnt: Bei uns heißt es: Ladys first.

 Anna Lisa Oehlmann (roter Ball): Als Erste muss ich die drei Pyramiden in rot, gelb und blau, die abwechslend links und rechts stehen, umkreisen, um den Ball zu versenken. Seit bestimmt zwei Jahren hatte ich keinen Minigolf-Schläger mehr in der Hand. Also gehe ich auf Nummer sicher. Ich stelle die Beine parallel zur Bahn, hüftbreit auseinander, nehme den Schläger mit beiden Händen und ziele. Gar nicht so einfach, denn zum Umspielen brauche ich die Bande. Ob das klappt? Es klappt. Ich habe eine gute Ausgangsposition für den nächsten Schlag. Der hat aber etwas zu wenig Schwung und bleibt kurz vor dem Loch liegen. Mit Gefühl versenke ich den Ball mit dem dritten Schlag. Kein schlechter Anfang.

 Jens Milde (blauer Ball): Mini-Golf spielen? Gefühlt ist das 20 Jahre her. Erste Bahn. Irgendwie muss ich über Bande um die drei Pyramiden herum. Der erste Schlag ist nicht optimal. Aber es reicht, um auszugleichen. Beim dritten Schlag kullert der blaue Ball ins Loch.

  Bahn sechs: Das Hindernis ist eine kleine Röhre. Die hat sieben Zentimeter Durchmesser. Ich bin im Rückstand. Aber noch kann ich den Kollegen schlagen. Am Ende werde ich eines Besseren belehrt. Ich kriege den Ball einfach nicht durch die Röhre. Sieben Punkte landen in meiner Spalte auf meinem Spielzettel.

 Mal sehen, ob ich das besser hinkriege. Das Hindernis sieht knifflig aus. Erster Versuch – eine Niete. Versuch Nummer zwei: perfekt. Tempo und Richtung – es stimmt alles. Beinahe plumpst die blaue Kugel in die Vertiefung. Im letzten Moment überlegt sie es sich anders und bleibt am Rande liegen. Schlag Nummer drei ist Formsache.

 Die Bahn mit dem Looping. Eigentlich sollte man meinen, dass mir als Sportschützin die Hand-Augen-Koordination liegt. Also versuche ich, in Richtung Metall-Looping zu schauen und den Ball geradeaus zu spielen. Er geht knapp vorbei und kommt wieder zurück. Noch mal: Jetzt glückt es. Noch ein Schlag: versenkt. Zufrieden trage ich eine 3 auf der Spielkarte ein. Dann macht mich der Kollege sprachlos.

 Ich bin selbst ein bisschen sprachlos. Abschlag, Looping, rein ins Loch. Ich will eigentlich cool bleiben und den Eindruck vermitteln, als wäre das eine Selbstverständlichkeit. Aber dann reiße ich doch triumphierend die Arme hoch. „Hole in One“ nennt man das beim Golf. Und schon jetzt weiß ich: Das Loch auf Bahn sieben ist für mich das Sommerloch des Jahres.

 Den Ball mit genügend Schwung über eine Rampe ins Netz zu beförden, kann doch nicht so schwer sein. Doch. Ist es. Nach dem sechsten Versuch muss ich mich geschlagen geben. Ob der Kollege aus meinen Fehlern gelernt hat?

  Die richtige Richtung, das richtige Tempo. Hier muss alles passen. Eine Bahn für Profis, also genau das Richtige – oder? Nach dem „Hole-In-One“-Triumph von gerade eben sollte das doch locker zu schaffen sein. Also ausholen, schlagen, einnetzen, fertig? Pustekuchen. Bahn zehn ist ein Trauma. Nach sechs vergeblichen Versuchen notiert die Kollegin die erste Sieben auf meiner Golf-Karte.

 45:55 lautet der Endstand. Leider muss ich mich dem erfahrenen Kollegen geschlagen geben. Doch das mindert den Spaß nicht. Gemeinsam haben wir überlegt, wie man die Bahnen am besten schafft und das schweißt zusammen. Jede Bahn hat ihren Reiz.

 Tatsächlich, das hat Spaß gemacht. Und natürlich freue ich mich über den Sieg, auch wenn ich mir das nicht anmerken lasse. Eine 45 auf der Zwölf-Bahn-Anlage – gar nicht schlecht, finde ich. Aber im Vergleich zu den Golf-Cracks, die sich hier sonst so tummeln, ist das nichts. „Anfang der Woche hat hier mal jemand ’ne 32 hingelegt“, erzählt Sascha Schieffer. Wo der Bahnrekord liegt, kann er nicht sagen. Wie auch? Aber ich bin natürlich weit davon entfernt. Macht nichts. Der Spaß steht hier im Vordergrund.


NWZ-Spezial unter   www.nwzonline.de/sommerloch 
Sehen Sie ein Video unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Anna Lisa Oehlmann Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2205
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