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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Neue Gegner, kurze Wege, weniger Derbys

04.05.2012

WESERMARSCH Pünktlich zu den ersten wärmeren Tagen des Jahres dürfen die Tennisspieler aus der Wesermarsch die roten Ascheplätze stürmen: Ab diesem Sonnabend werden in der Tennisregion die Sommer-Punktspiele ausgetragen. Dabei müssen sich die Freunde des gelben Filzballes an einige Neuerungen gewöhnen.

Viele Mannschaften werden in ihren Staffeln zunächst Clubs entdeckt haben, von denen sie noch nie etwas gehört haben. Der Grund: Der Bremer Tennisverband Nordwest ist an den Niedersächsischen Tennisverband angegliedert worden. „Für uns in unserer Randlage ist das von Vorteil“, erklärt der Regionsvorsitzende Karl Brandau. Der 59-Jährige sieht darin zwei positive Effekte: Das Gros der Auswärtsspiele sei innerhalb einer Stunde zu erreichen. Zudem spielen die Wesermarschler gegen neue Gegner. „Das Zusammenwachsen war in beidseitigem Interesse. Beide Verbände und deren Spieler profitieren davon.“

Regions- statt Kreisliga

Die Regionalisierung bringt außerdem mit sich, dass Kreisliga und Kreisklasse von nun an Regionsliga und Regionsklasse heißen – nicht zu verwechseln mit der Regionalliga, der deutschlandweit dritthöchsten Spielklasse. Zweite Ligen und Klassen wurden komplett abgeschafft. Und ob der dritte Satz im (ungeliebten) Match-Tiebreak oder über die volle Distanz ausgespielt wird, darüber dürften sich die Akteure aller Altersklassen vor jedem Spiel selbst einigen.

Ein Resultat der Regionalisierung ist, dass es zu weniger direkten Duellen zweier Wesermarsch-Teams kommt: Nur drei Derbys stehen im Tenniskreis auf dem Spielplan, im letzten Sommer waren es noch mehr als dreimal so viele. „Das ist wirklich schade. Die Derbys waren schon nicht schlecht“, sagt Karl Brandau. In der Bezirksklasse treffen die Damen 40 von TC Burhave und SV Nordenham und die Herren 40 von Blexer TB und TK Nordenham aufeinander, in der Kreisliga spielen der Lemwerder TV und der Berner TV gegeneinander.

Die komfortabelste Ausgangssituation aller Kreismannschaften hat das am höchsten eingestufte Team: Die Herren 55 des TKN spielen in der Oberliga in einer Dreiergruppe, die in Hin- und Rückrunde zwei Kandidaten für die Aufstiegsrunde ermittelt. Die einzige sechsköpfige Mannschaft muss jedoch mit argen Verletzungssorgen kämpfen, verrät Teammitglied Brandau. Zum ersten Saisonspiel reisen die Nordenhamer am Sonntag nach Hildesheim.

Zwei fallen aus

In einer ähnlichen Situation stecken auch die Damen 50 vom SV Nordenham, die in der Landesliga die spielstärkste weibliche Mannschaft des Kreises stellen. Mit Ulrike Schierloh und Marina Bergstädt-Niklasch fallen gleich zwei Stammspielerinnen krankheitsbedingt für die komplette Saison aus. Die Mannschaft strebe deshalb nur den Klassenerhalt an“, sagt Mannschaftsführerin Christiane Pruin.

Nach den Ersten TKN-Herren in der Verbandsliga sind vier Mannschaften in der Verbandsklasse die höchsten Wesermarsch-Ensembles. Die Ersten TKN-Damen müssen alles geben, um die neue Klasse halten zu können. Die Herren 30 vom SV Lemwerder und die Blexer Herren 40 haben sich dagegen seit langem in der Verbandsklasse etabliert. Mit Selbstbewusstsein in die Saison gehen die Braker Herren 60. Ihr Kapitän Werner Schröder sagt: „Da wir in der letzten Sommersaison aus der Verbandsliga abgestiegen sind, haben wir uns für diese Spielzeit vorgenommen, oben mitzuspielen. Vielleicht ist sogar der Wiederaufstieg drin.“

Jeweils neun Mannschaften in der Bezirksliga und Bezirksklasse sowie acht Teams auf Regionsebene komplettieren die 33 Mannschaften starke Wesermarsch-Tennisgarde. Auf ihre Saisonziele angesprochen geben sich viele Mannschaftsführer noch bedeckt, weil sie nicht wissen, wie sie die neue Konkurrenz aus dem Bremer Verband einschätzen sollen. „Mit der Zielsetzung für die Saison ist das so eine Sache“, sagt zum Beispiel Bernd Wintjen von den TKN-Herren 40 (Bezirksklasse). „Da wir neben den Blexer Tennisfreunden gegen fünf völlig unbekannte Gegner von der anderen Weserseite antreten werden, schauen wir, was kommt. Wir hoffen auf ein positives Punkteverhältnis.“

Udo Schröder von den Bezirksliga-Herren 60 des SVN geht ganz entspannt in die Saison. „Wir spielen erstmals Herren 60. Mal schauen, wie es so läuft.“ Michael Scherotzki setzt auf den Teamgeist bei den TKN-Herren 30 (Bezirksliga). „Es sollen ungeachtet der Gegnerstärke alle neun Spieler in der Saison eingesetzt werden.“ Und für Peter Conze-Wichmann, Herren 40- Mannschaftsführer des Lemwerder TV (Regionsliga), sind die Prioritäten klar verteilt: „Spaß, nette Tenniskollegen kennen lernen und gute und hoffentlich siegreiche Spiele wollen wir.“

Zwei neue Teams

Gespannt kann man derweil in den Süden des Tenniskreises blicken: Mit den Damen 40 des SV Brake und den Ersten Herren des Berner TV sind dort zwei neue Teams gegründet worden. Beide spielen zunächst in der Regionsliga. „Für uns alle ist das Neuland“, sagt SVB-Mannschaftsführerin Andrea Leihsa. „Wir wollen alle Spaß haben, natürlich auch gerne gewinnen, aber in erster Linie gilt es, als Mannschaft zusammenzufinden und Erfahrungen zu sammeln. Und das Gute ist: Absteigen können wir nicht.“

Karl Brandau drückt dem SVB die Daumen: „Wenn die Braker so vernünftig weiterarbeiten, hat das Zukunft.“ Die Berner Herren baut Ex- TKN-Akteur Mathias Dammann als Spielertrainer auf.

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