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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Abschied Vom 1. Fc Nordenham: Ein Fußballvisionär sagt Tschüs

07.07.2020

Nordenham Der Marktplatz war eine trostlose Schlackepiste, die Fußgängerzone gab es noch nicht. Kein Wunder, dass sich die Begeisterung bei Klaus Rieger in Grenzen hielt, als es ihn 1984 nach Nordenham verschlug. „Damals war ich schon etwas skeptisch“, sagt er. Doch im Laufe der Jahre änderte sich das: „Ich habe sehr bewusst wahrgenommen, wie die Stadt sich positiv entwickelt hat“, erzählt der 69-Jährige, „jetzt ist Nordenham für mich einfach schön.“ Daher fällt ihm der Abschied nicht leicht.

Klaus Rieger, der in der Nordenhamer Fußballszene bekannt ist wie ein bunter Hund, zieht es nach Hamburg. Die Gründe dafür sind der Beginn seines Ruhestands und die Tatsache, dass seine Lebensgefährtin in der Hansestadt wohnt. In der Nordenhamer Niederlassung der Beschäftigungsfördergesellschaft Zeit & Service hatte Klaus Rieger in der vergangenen Woche seinen letzten Arbeitstag. Auch aus dem Vorstand des 1. FC Nordenham, dessen Vorsitzender er zehn Jahre lang war, hat er sich inzwischen verabschiedet.

Gebürtiger Ammerländer

Klaus Rieger ist ein gebürtiger Ammerländer. Er stammt aus Apen, verbrachte den Großteil seiner Kindheit aber in Oldenburg. Da entdeckte er auch seine Begeisterung für den Fußballsport, an den ihn sein Vater Helmuth herangeführt hatte. Als C-Jugendlicher war der TuS Eversten sein erster Verein. In der A-Jugend wechselte Klaus Rieger zum VfB Oldenburg. Meistens kickte er in der Abwehr – als Vorstopper oder Außenverteidiger. Nach seiner aktiven Zeit als Spieler des VfB II in der Verbandsliga blieb er dem Oldenburger Club als Jugendtrainer erhalten. Klaus Rieger betreute 15 Jahre lang die A-Jugend des VfB Oldenburg und nahm in dieser Zeit einige große Talente unter seine Fittiche. Zum Beispiel die späteren Bundesliga-Torhüter Dimo Wache und Hans-Jörg Butt.

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Nach Nordenham kam Klaus Rieger aus beruflichen Gründen. Er hatte nach seiner Lehre zum Groß- und Einzelhandelskaufmann und seinem anschließenden Studium zum Betriebswirt bei der Deutschen Angestellen-Akademie (DAA) in Oldenburg angeheuert. Die Weiterbildungseinrichtung betrieb in Nordenham eine Niederlassung und die Übungsfirma Nimex. Als 1984 ein neuer Leiter gesucht wurde, fiel die Wahl auf Klaus Rieger und seinen Kollegen Uwe Siegel. 2007 wechselte Klaus Rieger von der DAA zu Zeit & Service und übernahm die Leitung der Außenstelle in Nordenham.

Die ersten Jahre hatte Klaus Rieger noch zwischen Oldenburg und Nordenham gependelt. 1994 zog er in die Unterweserstadt und hatte hier sein neues Zuhause. „Nordenham wurde meine Heimat“, sagt er. Das spiegelt sich auch darin wider, dass er sich stark für die Weiterentwicklung der Stadt interessierte und sich aktiv daran beteiligte. Unter anderem wirkte er im Werbekreis-Vorstand und im Initiativkreis Stadtmarketing mit.

Was wird er besonders an Nordenham vermissen? „Das Familiäre“, sagt er, „hier hilft jeder jedem.“ Sein Lieblingsplatz? „Ganz klar der Weserstrand und der Großensieler Hafen.“

Die Verbindung zur Weser kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist Klaus Rieger ein leidenschaftlicher Wassersportler. Dazu passt, dass er Ende der 90er-Jahre im Segelclub Nordenham den Posten des 2. Vorsitzenden ausgeübt hatte. Sein jetziges Boot – es ist nach seinem Vater benannt und heißt „Helmuth Dree“ – hat er bereits nach Grömitz verholt, um es näher bei Hamburg zu haben. „Aber mein Heimathafen bleibt immer Großensiel“, betont Klaus Rieger.

Trainer und Vorsitzender

Zum Nordenhamer Fußball kam er 1995, als der FCN bei ihm anklopfte und ihn bat, die 1. Herrenmannschaft als Trainer zu übernehmen. Gesagt, getan. Nach einer schöpferlisschen Pause stieg er 1998 als Jugendtrainer wieder ein. Ein Jahr später wählten ihn die FCN-Mitglieder zum Vorsitzenden. Der Verein steckte damals finanziell ziemlich in der Klemme. „Das ist mittlerweile bereinigt“, sagt er. So konnte Klaus Rieger im vergangenen Jahr guten Gewissens einen Gang zurückschalten. Mit Blick auf den nicht mehr fernen Abschied trat er den Vorsitz an Max-Peter Michel ab und machte für ein Jahr als Stellvertreter weiter, um den Nachfolger einzuarbeiten.

Klaus Riegers Vision ist es immer gewesen, die konkurrierenden Fußballlager in Nordenham zusammenzuführen und auf Leistungsebene das Vereinsdenken zu überwinden. Die Gründung der Jugendspielgemeinschaft zwischen dem 1. FC Nordenham und dem TSV Abbehausen bezeichnet er als einen „riesigen Schritt“. Damit sei die Grundlage geschaffen worden, um den Nordenhamer Fußball insgesamt wieder nach vorne bringen zu können.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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