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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Extremer Ausdauersport: Nordenhamer meistert WM der Qualen

08.11.2018

Nordenham /London Michael Taylor ist schon viel längere Strecken gelaufen. Ein 15-Kilometer-Lauf ist für den Nordenhamer eigentlich ein Klacks. Er hat auch schon Läufe absolviert, in denen er 100 Hindernisse bewältigen musste. Aber er hat noch nie zuvor so viele Hindernisse auf einer so „kurzen“ Strecke überwinden müssen. Der 45-Jährige hat jetzt an der Weltmeisterschaft im Hindernislauf teilgenommen. OCR (obstacle course racing) wird dieser Wettkampf in Fachkreisen genannt. Der Nordenhamer hat die Strecke gemeistert. In seiner Altersklasse (45 bis 49 Jahre) kam er als 38. von 222 Teilnehmern ins Ziel.

2 Stunden und 31 Minuten dauerte die Tortur. Dann lief Michael Taylor geschafft, aber glücklich über die Ziellinie. „Ich bin stolz auf meine Leistung“, sagte er.

Über Wiesen und Äcker

Michael Taylor hat seine ersten Erfahrungen mit dieser besonderen Art von Ausdauersport vor sechs Jahren. Er stammt aus Plymouth im Südwesten der britischen Insel, war als Soldat in Bad Fallingbostel stationiert, lernte dort seine Frau kennen und blieb der Liebe wegen in Deutschland. Der Vater zweier Töchter ist fasziniert von der besonderen Herausforderung des Hindernislaufs, der in der Regel über Wiesen und Äcker führt.

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Die Weltmeisterschaft, für die sich der Nordenhamer qualifiziert hatte, fand erstmals in Europa statt, und zwar in Kelvedon Hatch in der Nähe von London. Läufer aus 62 Staaten gingen an den Start.

Ziel von Michael Taylor war es, das Armband zu behalten. Jeder Teilnehmer wurde vor dem Start mit einem solchen Armband ausgestattet. Wer auch nur ein einziges Hindernis nicht bewältigte, machte den Bekanntschaft mit den „Marshalls“. Die überwachten nämlich strengstens die Einhaltung der Regeln. Wer an einem Hindernis scheiterte, bekam das Armband durchgeschnitten und tauchte im offiziellen Ranking nicht mehr auf.

Wie bei vielen anderen Wettkämpfen, konnte sich Michael Taylor wieder auf die Unterstützung seines langjährigen Weggefährten Benjamin Lenz verlassen. Am Tag vor dem Start schauten sich beide den Sprint der Eliteläufer an, schauten sich einige Tricks ab und entwickelten eine Taktik für den eigenen Wettkampf. Die lautete: jedes Hindernis in Ruhe und überlegt angehen, anstehen vermeiden und deshalb von Beginn an vorne laufen.

Das klappte auch. Von Beginn an lief Michael Taylor in der vorderen Gruppe mit und bewältigte die ersten Hindernisse mit erfrischenden Leichtigkeit. Dass schon nach zwei Kilometern das Teilnehmerfeld auseinanderriss, hatte vor allem damit zu tun, dass die Läufer einen 25-Kilogramm-Sandsack über und unter Hindernisse hindurch schleppen mussten, womit der eine oder andere große Probleme hatte.

Benjamin Lenz war mit seinem Schützling sehr zufrieden. „Ich habe auf Michael bei einem technisch sehr anspruchsvollen Hindernis gewartet und viele andere Athleten scheitern sehen. Als Michael dann kam, flog er regelrecht durch den Parcours.“

Training zahlt sich aus

Für viele Hindernisse brauchten die Athleten gute Technik, Körperspannung und vor allem Kraft. „Mein Plan war, möglichst schnell die Hindernisse zu überwinden, um möglichst wenig Kraft zu verschwenden,“ erzählt Michael Taylor. Das Selbstvertrauen stieg und damit auch die Zuversicht, die 100 Hindernisse schaffen zu können. Das Training zahlte sich aus. Einen weiteren Motivationsschub bekam der Nordenhamer von den vielen Zuschauern, die alle Teilnehmer anfeuerten.

Zum Ende des Rennens wurden die Hindernisse noch einmal anspruchsvoller und viele Wettkämpfer verloren noch ihr Armband. Aber mit der lautstarker Unterstützung seines Freundes schaffte Michael Taylor auch die letzten Hürden. „Vielleicht schaffe ich es im nächsten Jahr noch einmal, mich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Dann versuche ich, meinen Platz noch einmal zu verbessern,“ sagte der 45-Jährige nach der erfolgreichen Teilnahme an der Weltmeisterschaft.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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