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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Beim Go ist die richtige Strategie gefragt

23.09.2019

Nordenham Zusammen knapp 90 Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren nahmen am Wochenende an den 17. Deutschen Schul-Go-Mannschaftsmeisterschaften und am Hans-Pietsch-Memorial-Turnier im Gymnasium Nordenham teil. Das Brettspiel Go zählt zu den ältesten Spielen der Welt. Obwohl es gerade einmal vier Grundregeln hat, bietet es weitaus mehr Spielvarianten als beispielsweise das Strategiespiel Schach. Gerade das mache es so interessant, findet Johannes Spiegelberg, der die Deutschen Schul-Go-Mannschaftsmeisterschaften und das Hans-Pietsch-Turnier in Nordenham maßgeblich organisiert hatte.

Go- und Schach-AG

Der Latein- und Religionslehrer des Gymnasiums hat das Go-Spiel erst vergangenes Jahr für sich entdeckt. „Aber es hat mich sofort gepackt“, erzählte er. Und deshalb wurde aus seiner früheren Schach-AG am Gymnasium schon bald eine Go-Schach-AG. Zwei Mannschaften aus Nordenham beteiligten sich am Wochenende an den Wettkämpfen des Vereins Go4School, zu denen auch der 1. Vorsitzende Thomas Brucksch mitgekommen war. Insgesamt kämpften 23 dreiköpfige Teams an den beiden Wettbewerbstagen um den Hans-Pietsch-Preis, vier um die Deutsche Schulmeisterschaft. Vertreten waren Gymnasien, Gesamt-, Ober- und Grundschulen aus verschiedenen Bundesländern.

Beim Hans-Pietsch-Preis siegte das Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium Ratingen in der Nähe von Düsseldorf. Die beiden Nordenhamer Teams schafften es auf den 17. und 22. Platz. Dafür, dass die Schüler erst so kurz Go spielen, ein wirklich sehr gutes Ergebnis. Die Deutsche Schulmeisterschaft gewann der Titelverteidiger, das Carl-Zeiss-Gymnasium aus Jena.

Es folgten das Weizsäcker-Gymnasium Ratingen, das Sächsische Landesgymnasium Sankt Afra in Meißen und auf Platz 4 das Anne Frank-Gymnasium aus dem bayrischen Erding. Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde.

Beim Go-Spiel versuchen zwei Spieler durch das abwechselnde Legen linsenförmiger Spielsteine auf die Schnittpunkte der 19 mal 19 Spielfeldlinien, Gebiete für sich zu erobern. Diese müssen gesichert werden, wobei die Spielsteine des Gegners gefangen genommen werden dürfen. Nach Spielende – eine Partie dauert in der Regel eine halbe Stunde – wird die Größe der beiden Territorien verglichen und die Anzahl der eroberten Spielsteine dazugezählt.

Hört sich eigentlich ganz einfach an, ist aber mit komplexen Taktiken und Strategien bei der Eröffnung, im Mittel- und Endspiel verbunden.

Damit auch schwächere Spieler eine Chance haben, gibt es beim Go-Spiel in Abhängigkeit von der jeweiligen Spielstärke so genannte Vorgabepunkte. Ihre Anzahl richtet sich nach dem jeweiligen Spiellevel.

Beim Go gibt es mehrere Grade und Stufen, die es im Laufe der Jahre zu erreichen gilt. Diese reichen von den Schüler-, über den Amateur- bis hin zu den Meistergraden. Hans Pietsch aus Bremen war der wohl bekannteste deutsche Go-Spieler der Neuzeit.

Bekanntester Spieler

Er war der einzige deutsche Profi-Spieler des japanischen Berufsgoverbandes Nihon Ki und erreichte den vierten Dan-Titel. Nach seinem Tod 2003 wurde ihm postum noch der sechste Dan-Titel verliehen. Die nun ausgetragenen Hans-Pietsch-Memorial-Meisterschaften sind ein Andenken an diesen grandiosen Spieler.Wer das Go-Spiel in Nordenham erlernen möchte, kann sich über das Schulsekretariat bei Johannes Spiegelberg melden. Die zweitägige Veranstaltung mit der Übernachtung im Gymnasium inklusive Catering wurde vom Förderverein der Schule gesponsert.

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