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1993 ins kalte Wasser geworfen worden

15.02.2019

Nordenham „Es macht mir einfach viel Freude. Der Umgang mit Menschen macht mir Spaß. Und man lernt auch viele Leute kennen“, erzählt Annemarie Hadeler. Die 71-Jährige ist als Kandidatin für die Aktion Mensch des Jahres der NWZ und Oldenburgischen Landesbank (OLB) nominiert. Seit 26 Jahren hat sie das Amt der Ersten Vorsitzenden des Sportvereins Nordenham (SVN) inne. Es sei damals schon etwas Ungewöhnliches gewesen, dass eine Frau den Verein übernommen hat, erinnert sie sich.

Doch sie betont immer wieder, dass es allein gar nicht zu schaffen wäre, einen so großen Verein – der größte in Nordenham und einer der 30 größten in Niedersachsen – zu führen. „Ich habe immer mit tollen Kollegen gearbeitet. Ohne die wäre die Vorstandsarbeit auch gar nicht möglich“, stellt Annemarie Hadeler klar.

Auch die Familie unterstütze sie. „Wenn man ehrenamtliche Arbeit macht, ist es wichtig, dass die Familie mitzieht. Mein Mann ist bei vielen Veranstaltungen dabei“, freut sie sich.

Einstieg durch die Kinder

Sie habe immer schon Sport gemacht. In den SVN eingetreten sei sie aber erst spät, etwa mit 20 Jahren, erzählt sie. Über die Leichtathletikabteilung und über den Sport ihrer vier Kinder sei sie im Verein erst richtig angekommen. Ihre beiden Töchter waren beim Kunstturnen, die Söhne spielten Handball. „Da hat man als Eltern auch schon mal in den Gruppen ausgeholfen und die Kinder betreut“, erzählt sie. Heute ist sie selbst Mitglied in der Fitness- und in der Gymnastikgruppe.

Über die Leichtathletikabteilung sei sie 1992 als Zweite Vorsitzende vorgeschlagen und gewählt worden. Als der damalige Vorsitzende Gotthold Schwerk, der aus Nordenham weg zog, den Vorsitz abgab, wurde Annemarie Hadeler zur Vorsitzenden ernannt. Sie habe schon ein bisschen Bammel gehabt. „Ich bin ja ins kalte Wasser geschmissen worden“, erzählt sie. „Aber auch da hatte ich Kollegen im Vorstand, die mich sehr unterstützt haben“, sagt sie.

Seit rund vier Jahren hat der Verein einen hauptamtlichen Geschäftsführer, der sich um die Finanzen kümmert. „Die Bürokratie in den Vereinen nimmt zu“, sagt Annemarie Hadeler. Technische Errungenschaften können die Arbeit aber auch erleichtern. „Per E-Mail kann man heute vieles auf dem kurzen Dienstweg erledigen“, sagt sie. Besonders in Erinnerung ist ihr die Einweihung des Vital-Zentrums 1996 geblieben. Nochmals betont Annemarie Hadeler, dass das natürlich nicht allein ihr Verdienst war, sondern die Eröffnung nur durch die gute Zusammenarbeit von vielen Mitwirkenden erreicht wurde. Mit dem Vital-Zentrum reagierte der Verein auf den immer stärker werden Trend, in Fitness-Studios und Kursen zu trainieren.

Der Verein muss mit seinem Angebot immer mit der Zeit gehen. Dabei dürfen aber natürlich die Klassiker des Breitensports nicht vernachlässigt werden. „Aber man muss auch immer gucken, wo man die Übungsleiter herbekommt“, sagt Annemarie Hadeler. Auch hier kann sich die 71-Jährige auf ihr Team verlassen. „Die meisten Anregungen kommen aus den Abteilungen“, erzählt sie.

Städtische Sporthallen

Als Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Nordenhamer Sportvereine gehört es auch zu ihren Aufgaben, zum Beispiel zwischen Stadt und Verein zu vermitteln. „Wir sind mit allen Gruppen in städtischen Sporthallen“, erzählt sie. Doch die werden natürlich auch von den Schulen genutzt.

Als Mitglied im Beirat des Mehrgenerationenhauses vertritt sie auch hier den Verein, der sich zum Beispiel mit Tanzvorführungen und anderen Aktionen am Tag der offenen Tür beteiligt.

Das ehrenamtliche Engagement sei sehr wichtig, sagt Annemarie Hadeler, die auch ein wenig für ehrenamtlichen Nachwuchs werben möchte. „Auch bei den Übungsleitern gibt es zwar einen Trend zur Hauptamtlichkeit, aber ohne Ehrenamtliche geht es nicht“, betont sie. Kurzfristig Helfer für Veranstaltungen zu mobilisieren, sei meist kein Problem. Wichtig sei es aber auch, für langfristige Positionen Nachwuchs zu finden, meint die Vorsitzende.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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