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Floorball: Großes Drama mit kleinen Aufregern

22.12.2018

Nordenham /Oldenburg Ein ganz großes Drama hat immer auch seine kleinen, aufregenden Momente. Es waren schon knapp 15 Minuten in der Partie der Floorball-Verbandsliga zwischen dem SV Nordenham und der SG Bloherfelde/Wahnbek gespielt. Der Nordenhamer führten mit 8:1. Spielertrainer Sebastian Erstling brummte eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Stockenschlagens ab, ärgerte sich aber immer noch über das erste Gegentor. „Am Anfang hat uns die Körperspannung gefehlt. Wir brauchen erst immer eine Partie, um in einen Spieltag hineinzukommen“, sagte der Spielertrainer. Gerade gegen schwächere Gegner sei das schwer, meinte er – bevor er über die Bande stieg und noch einmal alles gab.

Verdutztes Kampfgericht

Als die Halbzeitsirene ertönte, verabschiedete er sich von seinen Mitspielern und vom verdutzt dreinschauenden Kampfgericht. „Ich muss weg. Unsere U 15 spielt in Wahnbek“, sagte er. Die Pflichten eines Trainers. In dieser Sekunde wusste er, dass seine Mannschaft das Spiel gegen Oldenburg/Wahnbek gewinnen würde. Doch er ahnte nicht, wie sich die zweite Partie gegen die Reserve des TV Dinklage entwickeln sollte, in der es später um den noch freien Platz in der Meisterrunde ging.

In der Pause des ersten Spiels war noch alles in Ordnung. Marvin Erfurth vertrat Sebastian Erstling und verklickerte dem Team die weitere Herangehensweise. „Wir müssen nicht wunderschön spielen. Wir müssen effektiv spielen. Also lasst den Kram durch die Mitte“, sagte er. Und das Team setzte die Anweisungen um. Es legte Tor um Tor nach. Es schien sich eine Partie zu entwickeln, die die beteiligten Spielerinnen und Spieler wegen des großen Leistungsunterschiedes schnell vergessen würden.

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Doch Viviane Malachinski wird auch dieses Spiel noch länger in Erinnerung behalten. Gegen Ende der zweiten Hälfte schoss ihr ein Spieler der gegnerischen Mannschaft den Ball ins Gesicht. Ihre Brille zerbarst. Sie stürzte zu Boden. Nach einer kurzen Behandlungspause ging sie unter dem Beifall der Zuschauer auf die Bank.

Zweieinhalb Minuten vor Schluss kehrte sie aufs Spielfeld zurück – und wie. In ihrer ersten Aktion nahm sie den Ball auf, drehte sich und hämmerte ihn mit einer mächtigen Portion Wut ins gegnerische Tor. „Wenn schon, denn schon“, sagte sie nach dem Spiel. „Ich war sauer. Aber so etwas gehört dazu.“ So klingt eine Frau, die ihren Sport liebt. Das verrät auch das Kinesio-Tape auf ihrem Oberschenkel – eine Erinnerung an das Wochenende zuvor. Samstags hatte sie im Frauenteam gespielt, sonntags im Männerteam.

Die Einstellung stimmte. Das Ergebnis gegen Bloherfelde Wahnbek auch. 16:3 stand es am Ende. „Und den zweiten Sieg holen wir uns auch noch“, sagte Johannes Ruppel, als er vor der Halle kurz mal frische Luft schnappte.

Dinklage wird Zweiter

Aber gegen die Dinklager Reserve reichte es nur zu einem 3:3. Damit blieben die Nordenhamer in der Tabelle hinter der punktgleichen Dinklager Ersten, die sich den zweiten noch verbleibenden Platz in der Meisterrunde hinter dem Spitzenreiter aus Sedelsberg sicherte. Am Tag nach der Partie gaben die Nordenhamer auf ihrer Facebookseite unumwunden zu, dass der Blick auf die Tabelle immer noch schmerze. „Aber wir greifen wieder an und werden in der Platzierungsrunde ordentlich Gas geben.“

Dabei hatte der SVN gegen Dinklage II einen guten Start erwischt. Marvin Erfurth schoss schon in der dritten Minute das 1:0. Doch ein Eigentor kurz vor der Pause war ein Wirkungstreffer.

Der SVN kassierte unmittelbar nach der Pause zwei weitere Gegentore. Mit einem Doppelschlag in der 18. Minute von Viviane Malachinski und Marvin Rahms erzwang der SVN zwar die Verlängerung. Doch in der Zusatzzeit fielen keine Tore mehr. Die Drehbuchautoren dieses Dramas hatten kein Happy-End für den SV Nordenham vorgesehen. Im Skript gab es eben nur jene kleinen aufregenden Momente.

SV Nordenham: Daniel Sobotta, Marvin Rahms, Marvin Erfurth, Viviane Malachinski, Johannes Ruppel, Kjel Richter.


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Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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