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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Bei den „Bechtis“ in Nordenham auf Visite

20.04.2019

Nordenham Wer in Nordenham besonders humorvolle, lebensfrohe und aktive Menschen finden will, wird mit seiner Suche nicht unbedingt in einer Selbsthilfegruppe für Morbus Bechterew beginnen. Aber finden würde er sie dort. Seit 29 Jahren gibt es die Gruppe. Ihre beiden Sprecher Hans-Dieter Wiegers und Uwe Schicke legen großen Wert darauf, dass sie nicht als ein Zusammenschluss von Patienten wahrgenommen wird, die sich gegenseitig bemitleiden. Und das dürfte auch ein Grund dafür sein, dass die Nordenhamer „Bechtis“ in der nächsten Woche Besuch bekommen. Der Norddeutsche Rundfunk ist am Mittwoch, 24. April, mit einem Fernsehteam zu Gast. Gedreht werden soll ein Beitrag für das Gesundheitsmagazin „Visite“, das immer dienstags ab 20.15 Uhr bei N3 zu sehen ist.

Morbus Bechterew

ist eine chronisch entzündliche Krankheit der Wirbelsäule. Die Entzündungen führen im Extremfall zu Versteifungen der Wirbelsäule und Einkrümmungen. Die Erkrankung beginnt oft mit Schmerzen in den so genannten Kreuzdarmbein-Gelenken im Becken. Selbsthilfegruppen gibt es in ganz Deutschland. Die Nordenhamer Gruppe ist eine von 43 im Landesverband Niedersachsen. Ihre Sprecher sind Hans-Dieter Wiegers (Telefon   04731/80440) und Uwe Schicke (Telefon   04731/5682).

Hans-Dieter Wiegers hatte sich bei der Aktion „Wünsch Dir Deinen NDR“ beworben und sich einen Besuch von Vera Cordes gewünscht. Sie ist die Moderatorin bei „Visite“. Kennengelernt hatten sich die beiden schon im vergangenen Jahr bei einem Landessymposium Morbus Bechterew. Und deshalb wusste der Nordenhamer, dass Vera Cordes gerne über das Thema berichten würde. Und er wusste auch, dass die Moderatorin keinen Stuhlkreis besuchen will, sondern eine Gruppe, die aktiv ist und den Menschen Mut macht. In Nordenham ist Vera Cordes an der richtigen Adresse.

33 Mitglieder gehören der Nordenhamer Gruppe an. Und weitere können jederzeit dazukommen. Wie Hans-Dieter Wiegers erläutert, stehen die drei großen B im Mittelpunkt: Bewegung, Beratung und Begegnung.

Wer an Morbus Bechterew leidet, kann die Symptome seiner Krankheit mit Medikamenten lindern. Mindestens so wichtig ist allerdings regelmäßige Bewegung. Dafür hat sich die Gruppe am Mittwoch die Turnhalle Atens reserviert. Von 18.30 bis 19.15 Uhr bietet die Physiotherapeutin Frederie Langerenken-Jansen Rehabilitationssport an. Wer Lust hat, kann anschließend noch Volleyball oder Basketball spielen. Diese Sportarten sind für Morbus-Bechterew-Patienten besonders geeignet, weil sie dazu beitragen, dass sich der Körper aufrichtet. Nach Absprache treffen sich außerdem immer montags einige Mitglieder zum Nordic Walking.

Das zweite B ist die Beratung: Dafür stehen jederzeit Hans-Dieter Wiegers und Uwe Schicke zur Verfügung. Beide sind längst Experten ihrer eigenen Erkrankung und können wertvolle Tipps geben. Beide haben eine sehr ähnliche Krankengeschichte. Und beide haben die Erfahrung gemacht, die die meisten Morbus-Bechterew-Patienten machen. Es vergeht viel Zeit, bis die Krankheit überhaupt diagnostiziert wird. Bei Hans-Dieter Wiegers dauerte es zehn Jahre, bei Uwe Schicke acht Jahre. Noch immer ist der Zeitraum von den ersten Beschwerden bis zur Diagnose sehr lang. Ein Grund dafür ist nach Meinung von Hans-Dieter Wiegers der Mangel an Rheumatologen.

Für das Führungsduo der Nordenhamer Gruppe spielt auch das dritte B eine große Rolle: Begegnung. Neben den Gruppentreffen stehen Ausflüge, Feste, Fahrradtouren und auch längere Reisen auf dem Programm. So waren die Mitglieder und ihre Partner vor zwei Jahren in Norwegen unterwegs. Bei allen geselligen Veranstaltungen sind Partner und Familienangehörige willkommen.

Es gibt also einiges zu berichten, wenn Vera Cordes am nächsten Mittwoch mit ihrem Team nach Nordenham kommt. Wann der Beitrag ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest.

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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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