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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Skat-Schnupperstunde In Nordenham: Hier lernen Kinder das Reizen

17.07.2019

Nordenham Zwei gleich große Stapel Karten liegen auf dem Tisch. Die Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren sind sich unsicher, wer von ihnen die Partie Skat gewonnen hat. Sie zweifeln und nehmen noch einen Schluck Limonade. Jürgen Hülsebusch, 1. Vorsitzender des Skatclubs Waterkant, zählt die Karten. „Mit 62 gewonnen, das war aber knapp“, sagt er.

Skat bei den Großeltern

Vier Mitglieder des SC Waterkant aus Nordenham bringen den Kindern der Ferienpassaktion bei Getränken und Süßigkeiten das Skatspielen bei. Sieben Jungen spielen an zwei großen Tischen im ESV-Vereinsheim mehrere Runden. „Mein Opa und meine Oma spielen häufig Skat. Ich wollte auch selbst mal eine Runde mitspielen“, sagt der 13-jährige Marvin Sassen. Für ihn sei Skat ein witziges Kartenspiel – so lange man gewinnt.

Skat-Regelwerk

Gespielt wird zu dritt. Zwei treten im Team gegen einen Einzelspieler an. Je nachdem, wer die Karten gegeben hat, gibt es Vorderhand, Mittelhand und Hinterhand.

Gewonnen hat ein Einzelspieler mit 61 Spielpunkten. Die zwei gegnerischen Spieler benötigen lediglich 60 Punkte, um zu gewinnen.

Die höchste Punktzahl gibt es beim Grand. Bei diesem Spiel sind nur die Buben Trumpf, alles andere Fehl.

Ein Skatspiel besteht aus 32 Karten. 30 Karten sind Spielkarten, zwei bilden den sogenannten Skat.

„Es ist wirklich schön, jungen Menschen Skat beizubringen. Das passiert sonst nicht allzu oft“, sagt der Vorsitzende. Die Idee, eine Skat-Schnupperstunde für Ferienpass-Kinder anzubieten, ist in der Jahreshauptversammlung des Nordenhamer Skatvereins entstanden. „Wir hoffen natürlich, dass wir den einen oder anderen durch diese Einführung gewinnen können“, sagt Jürgen Hülsebusch.

Für die Kinder geht es nicht nur um den Spaß, sondern sie wollen auch etwas lernen. Einige von ihnen zappeln mit den Beinen, blicken angespannt in die Gesichter der Gegenspieler und hoffen auf Buben und Asse. „Ich weiß jetzt wohl, wie es geht, aber ich muss jetzt erst auch mal bessere Karten bekommen“, sagt der 13-jährige Tjork Netzker. Sein Vater ist bereits Skatclub-Mitglied.

Für den zehnjährigen Constantin Schuhr ist Skat „ein Kartenspiel für die ganze Familie“. Er würde es in den nächsten Tagen gerne zu Hause in der Familie spielen.

Probleme gibt es allerdings noch beim Reizen, das zu Beginn jeder Partie gemacht wird. „Das Potenzial ist da, aber ich glaube, dass es für die Kinder anfangs schwer ist mit dem Reizen“, sagt Siegfried Richter, Schriftführer des SC Waterkant.

Beim Reizen geht es um die Anzahl der Buben auf der Hand multipliziert mit den Punkten der Spielfarbe (Karo, Herz, Pik und Kreuz). Hierbei ist die Spielfarbe der Buben enorm wichtig. Beispielsweise wird ein Blatt mit einem Kreuzbuben „Mit 1, Spiel 2“ gereizt. Das bedeutet, dass keine Karte über dem Kreuzbuben steht. Mit vielen weiteren Kreuzkarten (Reizwert 12) auf der Hand könnte bis 24 gereizt werden.

„Für uns ist es wichtig, den Kindern das Reizen beizubringen, damit sie den Spieleinstieg verstehen. Allerdings geht es nur um einen ersten Eindruck. Die Details werden die Kinder später kennenlernen“, sagt Jürgen Hülsebusch.

Currywurst und Leitfaden

Nach den spaßigen und lernintensiven Skatrunden gibt es für die jungen Skatfreunde ein kleines Handbuch, in dem das Regelwerk des Skatverbandes Niedersachsen-Bremen aufgelistet ist. Mit Bildern und kurzen Merksätzen wird hier Skat beschrieben.

Außerdem können sich allle Teilnehmer etwas zu essen bestellen. „Die Currywurst haben sie sich mehr als verdient“, sagt Jürgen Hülsebusch schmunzelnd.

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