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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Spannung pur und schlagfertige Sportler

11.04.2018

Nordenham Als sie die Bühne der Nordenhamer Jahnhalle unter tosendem Applaus betraten, wirkten Gérard Rünzi und Jan Knutzen zunächst noch recht locker. Aber je länger sie an diesem Montagabend während der 27. Sportlerehrung in der Wesermarsch über ihre sportlichen Erfolge sprachen, desto deutlicher zeichnete sich die Anspannung auf ihren Gesichtern ab. Als Rünzi dann hörte, dass er zum Sportler des Jahres 2017 in der Wesermarsch gewählt worden war, konnte es der Triathlet vom Stedinger Turnverein Berne nicht glauben. Er schlug die Hände vors Gesicht. Und wer etwas genauer hinschaute, sah, dass dem 68-Jährigen die Tränen in den Augen standen.

Langstreckenläufer Jan Knutzen hatte von den Leserinnen und Lesern der NWZ gerade einmal 20 Stimmen weniger bekommen als Rünzi. „Auch wenn alle Sieger sind, aber das ist hart“, sagte Norbert Hartfil. Der NWZ-Redaktionsleiter hatte zusammen mit seinem Kollegen Detlef Glückselig durch den Abend geführt und weiß als ehemaliger Fußball-Torwart, wie Wettkämpfer denken und fühlen. Aber Jan Knutzen wäre nicht Jan Knutzen, wenn er nicht nach einem klitzekleinen Augenblick der Enttäuschung mit strahlendem Gesicht seine Urkunde in Empfang genommen und wenig später genüsslich einen nicht unerheblichen Teil des Büffets verdrückt hätte.

Gérard Rünzi war eh überglücklich und ließ es sich nicht nehmen, seinen Vereinskameraden und Unterstützern zu danken. „In Berne ist alles da, was ich brauche. Es ist unglaublich, wie wichtig die Umgebung ist“, sagte er. Dass Detlef Glückselig ihm in Anspielung auf die auf Hawaii spielende Fernseh-Serie Magnum eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Hauptdarsteller Tom Selleck bescheinigte und er sich deshalb nicht wundere, dass es Rünzis Ziel sei, sich für den Ironman-Triathlon auf Hawaii zu qualizieren, konnte er locker verkraften.

Schließlich war es auch der Abend des Stedinger Turnvereins Berne. Die Showturngruppe des Clubs gewann den Titel Mannschaft des Jahres. Choreograph Hannes Ibbeken erklärte wie viel Zeit, Training und Arbeit eigentlich hinter den Erfolgen der Gruppe steckte. Und damit sprach er allen anwesenden Nominierten aus der Seele, hatten sie doch unzählige Trainingseinheiten hinter sich gebracht und nicht selten auch Rückschläge erlebt. Denn die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler bewegten sich auf einem Topniveau. Die Kandidatinnen zur Wahl der Sportlerin des Jahres sind dafür perfekte Beispiele. Dennoch verteidigte die 13-jährige Ausnahme-Leichtathletin Jule Wachtendorf vom SV Nordenham in einem starken Feld ihren Titel erfolgreich.

Doch unabhängig von der Platzierung: Alle Nominierten genossen den Abend in bester Laune. „Fühlen sie sich alle als Gewinner der Veranstaltung“, hatte ihnen Norbert Hartfil zu Beginn des Abends mit auf den Weg gegeben. So war es dann auch.

Die Kanupolo-Mannschaft des TuS Warfleth wurde auf dem Weg zur Bühne von Schlachtrufen der mitgereisten Eltern begleitet. Als die achtjährige Lisa Mindermann zunächst veranschaulichte, wie man das Wort „Kanupolo“ aussprechen muss und dann auch noch aufzählte, welche Sportarten sie sonst noch betreibt, staunten selbst die trainingsfleißigsten Sportlerinnen und Sportler im Saal nicht schlecht.

Schwimmer Wouter Smit vom SV Nordenham gab derweil eine Kostprobe seines Humors, als er die Frage, was es dann brauche, um ein erfolgreicher Schwimmer zu werden, staubtrocken beantwortete. „Man muss das Wasser gerne mögen“, sagte er zum Amüsement des Publikums. Und als Bogenschützin Birgit Berndt erklären sollte, warum auch ihre Enkelin Gillian Zinnow eine talentierte Bogensportlerin geworden ist, musste sie nicht lange überlegen. „Das Talent hat sie von der Oma. Opa Peter ist der Sponsor.“ Auch Knut Steinhäuser hatte die Lacher auf seiner Seite, als der Trainer der Volleyballerinnen des SV Nordenham einen der Gründe nannte, warum seine Mannschaft nach zwei superstarken Jahren in der abgelaufenen Saison Probleme hatte. „Einige Spielerinnen sind schwanger geworden, ohne vorher den Trainer zu fragen. Das geht gar nicht.“

Viel Applaus heimste die Diamonds Crew des SV Nordenham schon während ihrer Auftritte ein. Die Hip-Hop-Gruppe brachte das Publikum so richtig in Wallung. „Es waren doch mehr Leute da, als wir dachten“, sagte Maite Rautzenberg. Die 16-Jährige gehört der Crew seit rund einem Jahr an und hat schon zahlreiche Auftritte hinter sich. Der Abend in der Jahnhalle habe zu den Höhepunkten gezählt. „Das hat viel Spaß gemacht. Wir mussten ja auch noch eine Zugabe geben. Das ist ein schönes Zeichen der Anerkennung. Also haben wir unsere Sache anscheinend ja ganz gut gemacht“, freute sich Maite Rautzenberg über den gelungenen Abend. Übrigens: Die Diamonds Crew ist auch vielseitig: Die beiden 17-jährigen Lea Meyer und Lucia Afonso zeigten keine Hip-Hop-Show, sondern beeindruckten das Publikum mit einer Choreographie mit turnerischen Elementen.


  Viele Bilder und ein Video finden Sie unter     www.nwzonline.de 
Wolfgang Grave
Lokalsport
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2210

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