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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Gänsehautgefühl zum Abschied

05.04.2019

Nordenham Den neuen Vorstand des Sportvereins Nordenham bilden in Zukunft Ulrike Buchholz, Birgit Ehmann, Ansgar Engling, Stefan Plewka und Fritz Holzreiter. Sie wurden bei der Jahreshauptversammlung einstimmig gewählt. Dafür musste zunächst jedoch erst einmal die Satzung des Vereins geändert werden. Denn die neuen Vorstandsmitglieder möchten in Zukunft die Aufgaben der 1. Vorsitzenden auf die Schultern aller Vorstandsmitglieder verteilen.

Blick zurück auf ein Erfolgreiches Jahr für den Sportverein Nordenham

Der Sportverein Nordenham (SVN) habe in den vergangenen Jahren durchweg ruhiges Fahrwasser gehabt, war dem Jahresbericht der Vorsitzenden Annemarie Hadeler zu entnehmen. Der SVN sei mit 2982 Mitgliedern ins Jahr 2019 gestartet. „Heute haben wir die 3000er-Marke wieder erreicht“, verkündete die Vorsitzende Annemarie Hadeler stolz.

Zurzeit hat der Verein 33 Abteilungen. Ziel sei es weiterhin, den Mitgliedern ein umfangreiches Angebot zu bieten und das Sportprogramm weiter auszubauen.

Auch die Zusammenarbeit mit den Schulen habe der Verein 2018 weiter ausgebaut. So hatte zum Beispiel die Karateabteilung eine AG in der Oberschule 1 angeboten. Die Tennis- und Basketballabteilungen hatten mit den Grundschulen kooperiert. „Diese Verbindung zu den Schulen muss eng bleiben, denn wir wollen die Jugend frühzeitig für den Sport begeistern“, meinte Annemarie Hadeler.

Auch finanziell sei der Verein gut aufgestellt. Zwar machten sich die sinkenden Mitgliederzahlen natürlich auch in den Einnahmen durch Beiträge bemerkbar, doch es sei dem Verein gelungen, an anderer Stelle Kosten einzusparen, berichtete Vorstandsmitglied Ansgar Engling. Durch das „super Sonnenjahr“ 2018, habe außerdem die Photovoltaik-Anlage des Vereins bisher unerreichte Überschüsse erwirtschaftet, berichtete Ansgar Engling.

Zwei Stellen im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) bietet der Verein ab 15. Juli oder 1. August an. Junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren können einen Blick hinter die Kulissen des Vereins werfen. Interessierte können sich bis 15. April in der Geschäftsstelle bewerben.

Die Repräsentation des Vereines wollen alle Vorstandsmitglieder übernehmen. Des Weiteren sollen die Aufgaben in die fünf Bereiche Finanzen, Breitensport, Leistungssport, Jugend und Gebäude aufgeteilt werden. Welches Vorstandsmitglied am Ende für welchen Bereich verantwortlich zeichnen wird, das will der Vorstand in naher Zukunft unter sich ausmachen und natürlich auch bekanntgeben, damit die Mitglieder den jeweiligen Ansprechpartner für die verschiedenen Bereiche kennen.

Den größten Anteil am Programm der Jahreshauptversammlung des SVN nahm jedoch natürlich die Verabschiedung von Annemarie Hadeler aus dem Amt der 1. Vorsitzenden ein. Die scheidende Vorsitzende hatte eine kleine Rede vorbereitet. „Nach 27 Jahren Vorstandsarbeit werde ich mich heute nicht mehr zur Wahl stellen. Es wird Zeit, den Staffelstab weiterzugeben“, sagte Annemarie Hadeler. Es sei eine interessante Zeit mit vielen Herausforderungen gewesen, erzählte sie.

Und natürlich habe sie in 27 Jahren Vorstandsarbeit viele Veränderungen erlebt. Annemarie Hadeler dankte den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung, ebenso wie dem Team der Geschäftsstelle.

Im März 1992 begann Annemarie Hadeler als 2. Vorsitzende die Arbeit im Vorstand des SVN. Nur ein Jahr später wurde sie „ziemlich ins kalte Wasser geworfen“, erzählte sie noch einmal. „Ich hatte ziemlich großen Bammel, wie das läuft. Aber ich glaube, wir haben das Kind schon geschaukelt“, sagte sie. Sie habe in dieser Zeit viele Leute kennengelernt und ihren eigenen Horizont dadurch erweitert. „Ich werde immer mit dem SVN verbunden sein. Sei es in den Sportgruppen oder in der Verfolgung der Entwicklung des Vereins“, sagte Annemarie Hadeler.

Doch so einfach wollten die Mitglieder ihre 1. Vorsitzende natürlich nicht gehen lassen. „Eigentlich müssen wir uns bei Dir bedanken. Also haben wir uns Gedanken gemacht, aber nicht nur wir, sondern auch der Kreissportbund“, kündigte Ansgar Engling an.

An der SVN-Versammlung nahm auch der Vorsitzende des Kreissportbundes, Thorsten Böning, teil. Es sei immer schmerzlich, wenn ein Verein seine langjährige Vorsitzende verliert, meinte Thorsten Böning. Er habe damals selbst miterlebt, wie Annemarie Hadeler den Vorsitz übernommen hatte. „Ein Frau? Was machen wir Fußballer dann?“ habe es damals geheißen, erinnerte Thorsten Böning.

In den 90er Jahren habe Annemarie Hadeler als Vorsitzende eines so großen Vereins mit Vorurteilen zu kämpfen gehabt, vor allem, da ihre Vorgänger allesamt gestandene Männer gewesen seien, sagte Thorsten Böning.

Er habe die Zeit noch einmal Revue passieren lassen – Annemarie Hadeler habe alles richtig gemacht, lobte der KSB-Vorsitzende. „Der SVN hat noch nie so gut dagestanden“, betonte er. „Ich kriege richtig Gänsehaut. Das geht mir ganz nahe“, sagte Annemarie Hadeler. Und dieses Gefühl begleitete sie noch weiter durch den Abend.

Ihre Vorstandskollegen hatten in einem kurzen Lebenslauf einige wichtige Errungenschaften ihrer Vorsitzenden zusammengefasst, berichtete Thorsten Böning. „Man sieht, da steckt ganz viel Hochachtung des Vorstandes für seine 1. Vorsitzende drin“, meinte er. Im Anschluss überreichte er Annemarie Hadeler die silberne Ehrennadel des Landesportbundes.

Lobende Worte fand auch der frühere Vorsitzende Fritz Jacob für die scheidende Annemarie Hadeler. Unter ihrer Leitung sei der SVN ein ausgeglichenes Schiff gewesen, das durch die Wogen gleitet. „So muss ein Verein geführt werden. All das haben wir Dir zu verdanken“, sagte er.

„Deine Wahl war ein Knaller! Du bist in eine Männerdomäne eingedrungen. Für Deinen Einsatz gebührt Dir unser Dank“, lobte auch Abteilungsleiterin Hannelore Engel. Von ihr und ihrem Mann Bernd bekam Annemarie Hadeler langstielige Rosen. Blumen gab es natürlich auch von ihren Vorstandskollegen. Anschließend wählten die Mitglieder Annemarie Hadeler einstimmig zum Ehrenmitglied des Vereins.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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