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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Taekwondo: Online-Duelle auf Pflastersteinen

19.05.2020

Nordenham Während der Corona-Krise gibt es viele pfiffige Ideen, wie Sportlerinnen und Sportler ihre geliebte Sportart in Wettbewerbsform ausüben können. Das gilt auch für die Taekwondokämpfer. Der Verband ITF-Deuschland hat einen Wettbewerb mit Hilfe der Online-Plattform Sportdata ins Leben gerufen, an dem auch Sportler des Budo- und Fitness-Centers Dojang aus Nordenham teilgenommen haben. Sie haben sich im Formenlauf gemessen. Im Vergleich aller Vereine und Sportschulen rangierte das Dojang-Team mit Danilo Smailov (1. Dan), Ahmad Al Kadri (1. Dan), Emily Smailov (2. Kup) und Julianna Smailov (5. Kup) auf Rang zehn. Coach Bernd Strahlmann sprach von einem sehr starken Ergebnis und lobte die Initiatoren und Teilnehmer für ihren Einsatz und ihre Leistungen.

Das Turnier lief eine Woche. Kampfrichter aus sechs Nationen werteten die Leistungen am Tag nach der Aufnahme aus. 244 Taekwondokämpfer aus Deutschland, Norwegen, Irland, Schottland, Österreich, England, Frankreich, Niederlande, Belgien und Malaysia hatten gemeldet.

Ein Video pro Teilnehmer

Pro Kämpfer musste ein Video mit dem für den Tag vorgesehenen Formenlauf gedreht werden. Weil vielerorts die Sportstätten noch nicht genutzt werden durften, entstanden laut Strahlmann Aufzeichnungen in Garagen, Gärten, Parkanlagen oder Wohnungen. Aber es gab auch Tücken. „Viele Details mussten berücksichtigt werden“, sagte Strahlmann. „Nicht alle Kampfrichter hatten die optimalen Netzbedingungen, um die Videos hochzuladen.“

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Für den jeweiligen Wettkampftag wurde ein Zugangscode veröffentlicht. Der Kämpfer musste diesen in die Kamera halten und durfte danach nicht mehr aus dem Bild gehen. „Damit sollten Manipulationen verhindert werden“, erklärte Strahlmann. „Dann wurde für die Farbgurte eine Wahl-Tul gefordert. Für die Schwarzgurte gab es eine Vorgabe vom Organisator. Die Dan-Träger mussten zwei Formenläufe präsentieren.“

Alle Meldungen, die erstellten Videos und die Wertungen liefen beim Vorstand des Dachverbands und Nationaltrainer Harry Vones in Monheim zusammen. „Ein riesiges Paket“, meinte Strahlmann. „Aber es hat sich gelohnt.“

Ahmad Al Kadri studiert in Braunschweig. Er nahm sein erstes Video auf einem öffentlichen Gelände auf. „Das war für die Ausführung nicht optimal“, sagte Strahlmann. „Danach lief er auf einer Auffahrt eines Bekannten.“ Die Pflastersteine machten seinen Füßen nach einigen Durchgängen zu schaffen.

„Barfuß ist das schon eine Herausforderung“, sagte Strahlmann. Al Kadri schickte Strahlmann die ersten Videos. Der Trainer gab die Korrekturen telefonisch durch. Die beste Version lud Strahlmann in eine Cloud hoch.

Turnhalle mit Matten

Al Kadri besiegte Emilios Kliotis vom Doquadrat Dortmund und zog ins Viertelfinale ein. Für das nächste Duell durfte er dann eine kleine Halle nutzen, die mit Matten ausgelegt war. Indes verlor er gegen den starken Engländer Jack Lobbin (Master Hutton Fitness).

Die anderen Dojang-Schüler durften unter Berücksichtigung aller Auflagen im Dojang-Center ihre Kata laufen. Danilo Smailov gewann im Viertelfinale gegen Emil Valentin aus Norwegen mit 4:1. Juliannna Smailov besiegte Annika Graml (TuS 1866 Vilsek) mit 5:0.

Im Halbfinale traf Danilo auf Vadim Oudolnyi von der Kampfsportschule Büren. Der Nordenhamer hatte alles im Griff und gewann mit 4:1. Seine Schwester Emily leistete sich gegen Luis Hundsdorfer vom Oh-Do-Kwan Miesbach einige kleine Fehler und verlor mit 2:3. Das bedeutete Platz drei für die Zehnjährige.

Die 15-jährige Julianna Smailov traf auf Clara Schaich vom TSV-Schmiden, die ihren Formenlauf in einer Garage lief. Julianna agierte konzentriert und gewann mit 4:1.

Starker Gegner

Danilo traf im Finale auf den Norweger Mats Lind. „Ein starker Kontrahent“, meinte Strahlmann. „Es waren zwar einige Läufe notwendig, bis die geforderten Tuls aufgenommen werden konnten. Aber Danilo nutzte seine Chance. “

Da Danilo im Verlauf der vergangenen anderthalb Jahre wegen seines Verletzungspechs und des Corona-Virus keinen internationalen Einsatz bekommen habe, sei dieser Vergleich sehr willkommen und wertvoll gewesen.

Julianna trat gegen Theodoros Hondrospilias vom Doquadrat Dortmund an. Die Dojang-Schülerin hatte diese Begegnung im Griff. Mit einem 5:0-Sieg feierte sie ihren ersten internationalen Erfolg.

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