• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Radsport: Nordenhamer trotzen großen Strapazen

16.09.2015

Nordenham /Sölden Sie hatten einen Traum – und machten ihn wahr: Die Nordenhamer Radsportler Günter Funke (70), Egon Schnittker (55) und Bernd Moje (52) haben jetzt am Ötztal-Marathon in Sölden (Österreich) teilgenommen. Er gilt als schwierigster und härtester Radmarathon Europas.

Egon Schnittker kam in 11:47:14,1 Stunden ins Ziel, Bernd Moje erfüllte sich seinen Traum von der Zielankunft in 12:56:47,7 Stunden. Günter Funke hatte Pech: Er erreichte nach 200 Kilometern seine Leistungsgrenze. Zudem sei der unbedingte Erfolgswille nicht mehr vorhanden gewesen, wie er es formulierte. Also stieg er vom Rad.

Funke hatte sich den Strapazen des Rennens schon in den Jahren 2007 und 2008 gestellt – und wollte dort unbedingt noch einmal fahren. „Doch bei nur 4300 Startplätzen und 20 000 Anmeldungen muss das Losglück schon sehr groß sein“, sagte er. Aber seine beiden Renn- und Trainingspartner fanden eine andere Lösung und überraschten ihn zu seinem 70. Geburtstag mit einem Geschenk der besonderen Art: ein einwöchiger Wellness-Aufenthalt in Sölden mit einem garantierten Startplatz beim Ötztal-Marathon.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das Trio nahm das Training im Januar auf. Bis zum Start hatte jeder 8000 Trainings-Kilometer in den Bergen auf Mallorca, im Harz, in der Toskana und auch im norddeutschen Flachland gesammelt. Schließlich wartete auf die Sportler aus der Wesermarsch eine 238 Kilometer lange Strecke mit vier Pässen mit 5500 Höhenmetern, die auf 66 Serpentinen, mit teilweise 18-prozentiger Steigung verteilt sind. „Das ist eine harte Herausforderung für jeden Radsportler“, sagte Funke.

Um 6.45 Uhr begann das Rennen mit 4300 Startern aus 40 Nationen bei angenehmen 15 Grad. Sie kämpften sich von Sölden (1377 Meter) herunter nach Ötz (820 Meter), über das Kühtai (auf 2020 Meter) nach Innsbruck (600 Meter).

Von dort ging es den Brennerpass hoch auf 1377 Meter, wieder hinunter nach Gasteig (860 Meter) – den Jaufenpass hoch auf 2090 Meter – dann wieder hinunter nach St. Leonhard (750 Meter) und abschließend hoch zum Timmelsjoch auf 2509 Meter, um danach nach Sölden zurückzukehren.

„Jeder der vier Pässe ist für sich gesehen ein echtes Brett“, sagte Funke. Es ging insgesamt 100 Kilometer bergauf und 100 Kilometer bergab. Das Profil der übrigen 38 Kilometer war wellig.

Doch nicht nur die Strecke hatte es in sich. „Eine nicht zu unterschätzende Gefahr bei den rasanten Abfahrten sind Kühe, Pferde, Schafe, Ziegen, freilaufende Hunde oder Wildtiere“, sagte Funke.

Das Rennen sollte sich zu einer Hitzeschlacht entwickeln: Die Fahrer mussten im Verlaufe der Fahrt bei brütender Hitze in die Pedale treten. Funke nahm es mit Humor. „Mittendrin in dieser Ausdauerschlacht waren wir drei norddeutschen Flachländer, die vor der Haustür nur die Deiche, Autobahnbrücken und den Wind als Trainingsherausforderung haben.“

Um ins Ziel zu kommen, benötige man eine Top-Verfassung und einen eisernen Willen, sagte Funke. „Gerade in sauerstoffarmer Luft und bei hohen Temperaturen, wenn das Blut dicker wird – und die Kraftausdauer erlahmt –, ist mentale Stärke das Zünglein an der Waage.“

Als er die Hälfte des Anstiegs zum Timmelsjoch bewältigte hatte, musste Funke den Strapazen Tribut zollen. Er hatte zu viele Körner gelassen. „Das Timmelsjoch ist einer der zweifellos schwersten Pässe der Alpen mit knackigen Steigungen und endlosen Serpentinen“, sagte er.

Schon kurz nach der Rückkehr aus Sölden stand zumindest für Egon Schnittker und Bernd Moje fest, dass sie den Ötztal-Marathon noch einmal fahren werden – bei dann hoffentlich angenehmeren Wetterbedingungen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.