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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Reitplatz für jedes Wetter

03.05.2019

Ovelgönne Nach fast zwei Jahren Vorbereitung mit Bauplanung, Baugenehmigungsverfahren und Finanzierungsanträgen erneuert und erweitert der Reiterverein Ovelgönne von 1908 seinen Reitplatz an der Kirchenstraße/Am Reitplatz in Ovelgönne. Künftig stehen hier zusätzlich zu den beiden Reithallen und zum Longierplatz etwa 2700 Quadratmeter Reitplatz-Fläche zur Verfügung.

In den zwei Jahren leisteten Vereinsvorsitzender Leenert Cornelius, seine Lebenspartnerin Hildegard Schaumberg und Bauleiter Klaas-Heinrich Peters enorme Fleißarbeit bei den Anträgen von der Planung bis zur Genehmigung. Die Maßnahmen wurden bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Wesermarsch in Bewegung“ beantragt. Die Abteilung um Meike Lücke vom Regionalmanagement hat das Projekt positiv begleitet und unterstützt. Carsten Fischer vom Amt für regionale Landesentwicklung aus Oldenburg war von dem Projekt angetan. Der Regionsleiter: „Die Zuwendung im Rahmen des Leader-Programms der EU ist erfüllt.“

Eine wichtige Voraussetzung für den Neubau des Platzes ist somit gegeben und das ist schon etwas Besonderes: „Dieser Platz erhält ein ,Ebbe-Flut-System’, um unabhängiger von der Witterung zu sein“, so der Vorsitzende. Damit wird die Feuchte des Reitbodens automatisch geregelt. In einer Art Bodenwanne werden über einer Erdfolie eng nebeneinander Drainagerohre in zwei Metern Abstand verlegt und an Ausgleichs-Schächte am Rande außerhalb des Reitplatzes angeschlossen. Das Rohrsystem wird mit einem Vlies abgedeckt, damit kein Sand in die Drainage gelangen kann. Der Sandaufbau erfolgt in zwei Stufen. Nach unten kommt ein etwas grobkörniger Sand mit hohem Porenanteil zur Wasserspeicherung und zum schnellen Wassertransport, darüber die Tretschicht aus einem hochwertigen feinkörnigen Quarzsand. Diese zweite Schicht besitzt eine hohe Kapillarität. Der für den Reitplatz eingestellte Wasserstand wird von außen kontinuierlich gemessen und durch das mit den Drainagerohren verbundene Schachtsystem automatisch ausgeglichen. Bei Niederschlag wird überschüssiges Wasser über die Drainage abgepumpt; umgekehrt wird bei Trockenheit Wasser zugeführt. Leenert Cornelius betont, dass durch diesen Feuchte-Ausgleich in der Tretschicht optimale Bewegungsmöglichkeiten für den Reitsport geschaffen werden. Hiermit würden das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit der Pferde gefördert.

Die Idee dazu kam auf, weil man den Platz vergrößern wollte. Der zweite Vorsitzende Christian Heilhecker: „Wir wollten eine vernünftige Normgröße vorweisen, um den Ansprüchen an leistungsorientierten hohen Turnieransprüchen Genüge zu tun.“ Im Bremer Raum gibt es solch eine Anlage, die begeisterte den Fachmann vor kurzem bei einem Ritt. Die Platzgröße wurde nun auf rund 60 mal 50 Meter erweitert. Eine gleichmäßige Beregnung war auf dem bisherigen Platz nicht möglich. „Immer wieder gab es trockene Stellen, wo dann der feine Sand durch die Luft weht“, hieß es.

Die Vorarbeiten hat der Reiterverein in Eigenleistung abgeschlossen. Für die Platzerweiterung wurde der alte Sand entfernt und die gesamte Anlage höhenmäßig ausgeglichen. Das „Ebbe-Flut-System“ benötigt einen horizontalen Untergrund. Ebenfalls musste die Platzeinfassung mit Geländer neu gesetzt werden. Das Projekt wurde mit Leader-Mitteln von 84 000 Euro und Mitteln aus dem Topf der LAG gefördert. Für Leenert Cornelius ist klar: „Ein Reitverein kann das aus eigenen Einnahmen nicht stemmen. Ohne die Zuschüsse und Spenden läuft so etwas nicht.“ Die Firma Tegra aus Bielefeld baut die Anlage. Die Fertigstellung ist für Mitte Mai geplant.

„Nach Fertigstellung des Platzes sollen die 80 Kinder und Jugendlichen der Lebenshilfe Brake, die bei uns wöchentlich Reitunterricht in Richtung therapeutisches Reiten nehmen, den Platz als erste nutzen dürfen,“ so der Vorsitzende. Wenige Tage später steht dann die erste Bewährungsprobe beim großen Turnier des RV Ovelgönne vom 24. bis 26. Mai an.

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