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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Gérard Rünzi erfüllt sich Lebenstraum

05.09.2018

Port Elizabeth /Berne /Brake Manchmal sagt ein Satz mehr als eine ganze Geschichte. „Im Nachhinein war’s wie im Märchen“, sagt Gérard Rünzi. Wer mit dem Braker Triathleten im Vorfeld der Weltmeisterschaft im Ironman 70.3 in Port Elizabeth (Südafrika) gesprochen hat, erlebte einen Mann, der sich einen Traum erfüllen möchte. Am Sonntag hat er ihn gelebt. Der Wettbewerb – vielmehr das Erlebnis – übertraf seine Erwartungen. „Ich bin begeistert von meinem Triathlonsport und dem Land Südafrika“, sagt Rünzi. So ganz nebenbei sprach der Athlet des Stedinger Turnvereins Berne von einem aus seiner Sicht fast perfekten Wettkampf. In der Klasse der 65- bis 69-jährigen Männer belegte er nach 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen (das sind 70,3 Meilen) Platz 16 in 5:47:23 Stunden. Damit landete er auf Rang 2764 von 3670 Teilnehmern.

Kennenlernphase

Nach seiner Ankunft in Südafrika hatte sich Rünzi zunächst mit den Bedingungen vertraut gemacht. Er lernte Teile der Radstrecke kennen, schwamm im Indischen Ozean und rundete die spezielle Vorbereitung mit kleinen Läufen entlang der Nelson Mandela Bay ab.

Am Sonntagmorgen war es dann soweit: Der Braker Athlet stand in der Startzone mit den besten Triathleten seiner Altersklasse. „Da wird man schon ein wenig kleinlaut, wenn man sich zum Beispiel mit dem Kanadier Jim Stewart unterhält, der seit Jahren in Rekordzeiten alles gewinnt“, sagt Rünzi. Stewart sollte den Titel in dieser Altersklasse in 5:04:55 Stunden holen.

Der Startschuss des Rennens fiel am Sonntagmorgen um 8.15 Uhr. Die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke bewältigte Rünzi in 37:31 Minuten. „Das trübe Wasser war von den Wellen aufgewühlt und die Schwimmbrille auf den ersten 200 Metern beschlagen“, sagt Rünzi und erzählt, dass die Athleten „von einigen neugierigen Delfinen“ begleitet worden waren. Er habe früh seinen Rhythmus gefunden und sei mit seiner Leistung zufrieden. Er stieg als 13. seiner Altersklasse aus dem Wasser.

Anschließend folgte seine Spezialdisziplin – das Radrennen. „Das Umsteigen aufs Rennrad war problemlos“, sagt er. Für den Übergang benötigte er 5:46 Minuten. Die 90 Kilometer lange, wellige Strecke war anspruchsvoll. Die Straßen waren nass, der Wind tückisch.

Zehn Prozent

Rünzi musste Vorsicht walten lassen und fuhr ein Durchschnittstempo von 30:25 Kilometern pro Stunde. Mit 2:58:50 Stunden blieb er nach eigenen Worten „zehn Prozent“ hinter seinen Erwartungen zurück.

Den Übergang zum abschließenden Halbmarathon bewältigte er in 4:59 Minuten. Zu Beginn des Laufes ließ er sich von der Begeisterung der Zuschauer und der eigenen Fans treiben. Sein Anfangstempo auf der 21,1 Kilometer langen Strecke sei wohl ein wenig zu hoch gewesen, sagt er. Die Folge waren muskuläre Probleme im linken Oberschenkel auf den letzten Kilometern – und eine Zwangspause. Rünzi musste drei Konkurrenten passieren lassen. Dennoch habe er seine Halbmarathonzeit nach Vorbelastung in 2:02 Stunden erheblich verbessert, sagt er. Rünzi Durchschnittstempo kann sich sehen lassen: 5:42 Minuten pro Kilometer.

Auf seine sportliche Leistung ist Rünzi stolz. Zu Recht. Und an die Eindrücke der Reise nach Südafrika und das Ambiente der Weltmeisterschaft wird er sich in Zukunft wohl noch täglich erinnern. Es sei „unglaublich aufregend und anregend“ gewesen, weltweit bekannte Spitzenathleten zu treffen, sagt er. „Das hat mir gezeigt, dass auch ich noch viel erreichen kann“, sagt er.

Weltmeister wurde der deutsche Jan Frodeno in 3:36,31 Stunden, Weltmeisterin die Schweizerin Daniela Ryf in 4:01,13 Stunden. Bronze gewann die deutsche Starterin Anne Haug in 4:07:22 Stunden.

Wolfgang Grave
Lokalsport
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2210

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