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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Regatta-Chaos lässt Kapitäne verzweifeln

11.07.2006

GROßENSIEL GROßENSIEL - Erwartungsvoll schaute Rainer Tönjes, 1. Vorsitzender des Bürgervereins „City-Süd“, hinaus auf die Weser. „Habt ihr zwei Badewannen gesehen?“, rief er Kanufahrern zu, die am Ufer entlang paddelten. Wenig später waren blaue Fässer auf dem Wasser zu erkennen. Bald machte Rainer Tönjes auch die zweiköpfige Besatzung aus, die in einer Badewanne in den Großensieler Hafen schipperte.

Zu dem Zeitpunkt reihten sich am Ufer schon einige Wannen zur 1. Badewannen-Regatta auf. Erstmals sollte das ungewöhnliche maritime Ereignis beim Großensieler Fischmarkt stattfinden.

„Unsinkbar“ nannten die „City-Süd“-Mitglieder ihre Konstruktionen. Die Jugend des Bürgervereins Ellwürden setzte eher auf Schönheit: Bunte Blumen zierten die Eckbadewanne. Ganz abstrakt kam die Redaktion der Schulzeitung „Aber Hallo“ der Realschule I Nordenham daher. Die Schüler hatten einen Holzschweinetrog mit Kunststoff-Abflussrohren versehen und so eine schwimmtaugliche Konstruktion erstellt.

Das Team von der Imbiss-Schmiede wagte sich als erstes in die Badewanne. Doch unter dem lauten Kommando von Petra Meier kam es nur fünf Meter weit hinaus aufs Wasser: Dann lief die Wanne voll und ging unter – ein Schicksal, das den Damen im Rennen noch einmal wiederfahren sollte.

Elf Teams waren angetreten. Mehrere hundert Besucher reihten sich entlang der Kaje auf. Doch der Club Weserstrand als Organisator verspielte die große Gelegenheit, eine gelungene erste Regatta als werbeträchtige Veranstaltung zu etablieren. Organisatorische Mängel ließen Publikum und Teilnehmer bis zuletzt und auch noch im Rennen im Unklaren. Hinzu kamen Schwächen der Tontechnik: Kabel der Lautsprecheranlage waren von einem Rowdy demoliert worden. So verstanden weder Besucher noch Regatta-Mitfahrer die Durchsagen von Dietrich Meier, dem 2. Vorsitzenden des Vereins. Rennmodi, Auflagen und Startformationen kamen nicht an.

Auf dem Wasser spielte sich ein Renn-Chaos ab, dem zuzuschauen die Besucher schnell überdrüssig wurden. Die motiviert an den Start gehenden Teams waren irritiert: Es kam zu Starts, die nicht als Läufe gewertet wurden, und die Siegerzeit der Eckwarder Frauen wurde in einem Stechen um einen niedrigeren Platz ermittelt. So wunderte es nicht nur die „Powerfrauen“ der Eckwarder Feuerwehr, dass sie gewonnen hatten. Andere Teams waren als abgesoffen gewertet, obwohl die Wanne zwar randvoll mit Wasser, aber dennoch zum Ziel gebracht worden war.

Dietrich Meier versprach für das nächste Jahr Besserung und andere, vor allem einheitliche Spielregeln. Alle Teilnehmer erhielten Getränkegutscheine für die nächste Party. Und die Eckwarder Gewinnerinnen spendierten ihr Preisgeld für eine gemeinschaftliche Runde am Getränkestand: Sie luden alle Teams ein.

Mit besserer Planung und einem vorab festgelegten Regelwerk hat die Badewannen-Regatta in Großensiel im nächsten Jahr die Aussicht, ihr Potenzial als Publikumsmagnet zu beweisen. Die Teams jedenfalls sahen dem Club Weserstrand die Geburtsschwierigkeiten nach.

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