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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Spendenlauf: Riesige Hilfsbereitschaft für kranke Sibel

10.06.2014

Brake „Wir haben in der Zeitung von der Aktion gelesen und uns sofort entschieden, mitzumachen“, erzählt Hauke Fitzschen aus Burhave. Zusammen mit Constanze Neehuis lief er am Pfingstsonntag zugunsten der an Krebs erkrankten Sibel Aycicegi durch die Braker Innenstadt – gleich sieben Runden. Organisiert hatte den Spendenlauf auf dem rund 600 Meter langen Rundkurs Sibels Lebensgefährte Markus Köhler.

Die Resonanz war gewaltig. Unzählige Läuferinnen und Läufer kamen für den guten Zweck ins Schwitzen. Nicht nur aus der Wesermarsch, sondern aus der gesamten Region waren die Teilnehmer angereist. Ob jung oder alt, alle einte der Wunsch, Brakes an Krebs erkrankter „Frau des Jahres 2013“ – dazu hatten sie im April die NWZ  und die LzO gekürt – finanziell zu unterstützen. Sibels Krankenkasse sieht keine Möglichkeit, die Kosten für eine alternative Behandlung zu übernehmen, für die sich die zweifache Mutter anstelle der Chemotherapie entschieden hat. Aus diesem Grund hatte sich Markus Köhler entschieden, den Spendenlauf zu organisieren.

Marathonläufer dabei

„Wer sich angemeldet hat, kann einfach loslaufen“, instruierte Michael Kurz, der bei der Organisation des Laufes unterstützte, die zahlreichen Teilnehmer. Auch Vereine, Firmen und Organisationen schickten Läufer für die gute Sache ins Rennen. Mit dabei waren unter anderem die Sportschule Lo-Han, der Braker Round Table, der Lauftreff Lauffeuer, die „Wesersprinter“ des Landkreis Wesermarsch und die „Käseburger Deichläufer“ mit Gérard Rünzi.

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Aus dem Teilnehmerfeld stachen viele durch ihr besonderes Engagement hervor. Darunter auch Resi Joachimsthaler (13), die beeindruckende 65 Runden absolvierte. Auch der von „Sport Nord“ gesponserte Marathonläufer Michael Mönnich und der Hausarzt von Sibel, Mohammed-Akbar Dadfar mit seiner ganzen Familie, waren unermüdlich dabei. Wie viele Runden Mönnich gelaufen ist, konnte Seda Kahraman, die Schwester von Sibel, nicht sagen. „Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen.“ Unter den Spendern waren auch die Nordenhamer Ali Karoboyun und Jens Kieselhorst, die an diesem Tag zusammen stolze 2000 Euro für Sibel spendeten. Die Familie Brüning aus Brake unterstützen ihren vierjährigen Enkel Colja mit einer Spende von 50 Euro. Colja wollte unbedingt eine Runde für Sibel laufen.

Unterstützung gab es aber nicht nur durch die Läufer, sondern auch von zahlreiche Vereinen und Organisationen, die das Rahmenprogramm gestalteten. So stellte die Sportjugend Wesermarsch eine Kletterwand, das KIT Wesermarsch war mit seinem Glücksrad vor Ort. Die Einnahmen eines Losverkaufs und zweier Hüpfburgen wanderten ebenso in den Spendentopf für Sibel wie der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken. Das Hotel am Strom bot Kaffee und Getränke, der Round Table versorgte Gäste und Teilnehmer mit Bratwurst. Zudem hatten Denis und Brunella Teo von der Eisdiele in der Breiten Straße einen Eiswagen aufgestellt. Am Nachmittag sorgten „Ebbys Tanztruppen“ aus Nordenham mit verschiedenen Vorführungen für Kurzweil.

Töchter nicht zu bremsen

Auch die Familie von Sibel zeigte am Sonntag vollen Einsatz. „Es gibt immer etwas, was man vergessen hat und schnell organisieren muss“, sagte Seda, bevor sie zum nächsten Stand eilte. Auch die Töchter von Sibel waren kaum zu bremsen. Erst liefen Acelya (10) und Akasya (7) einige Runden, dann standen sie am Straßenrand, um den anderen Läuferinnen und Läufern Wasser zu reichen.

Bereits am Sonnabend war die Landesliga-Elf des SV Brake gegen eine Wesermarsch-Auswahl angetreten. Das von Lars Zimmermann organisierte Benefizspiel für Sibel, das die Braker mit 4:2 für sich entschieden, sahen 250 Zuschauer. Die Party brachte 1109,40 Euro in die Spendenkasse – auch diese Aktion war also ein großer Erfolg.

Am Montag waren Markus Köhler und Seda Kahraman immer noch restlos begeistert von der Welle der Hilfsbereitschaft. Ihr Dank gilt allen Teilnehmern und den vielen Helfern. Stellvertretend dankten beide Horst Röben jun., der nicht nur die Aktion als Helfer unterstützte und einige Kinder sponserte, sondern auch selbst 50 Runden gelaufen ist.

Ein erster Kassensturz habe alleine für den Spendenlauf eine Summe von rund 8000 Euro ergeben, freute sich am Montag Markus Köhler. Noch nicht eingerechnet sind die Erlöse des Benefiz-Fußballspiels und des Verkaufs von Speisen und Getränken während des Laufs.

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