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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Motorradmesse fordert Veranstalter massiv

13.01.2020

Rodenkirchen Thomas Bulmann schaut sich zunächst die Indian Scout Bobber Twenty an, um dann darauf Platz zu nehmen. Der Lack schimmert nicht, und die Chromteile blitzen auch nicht. Stattdessen ist der Lack matt – ebenso wie die Teile, die eigentlich zu polieren sind.

„Sie federt mir allerdings ein bisschen zu viel“, sagt er zu einem Freund, der ihn an diesem Tag zum 23. Stadlander Motorradmarkt „Saisonerwachen“ begleitet. Normalerweise fährt er eine Suzuki Marauder, doch vielleicht ist es bald an der Zeit für eine neue Maschine. Die Indian-Modelle lockten die beiden Männer an. Für eine entscheiden konnte sich an diesem Tag jedoch keiner von beiden.

Schwere Maschinen

Für die in Leder gehüllten Biker, die mit ihren schweren Maschinen auf den Marktplatz ankamen, Liebhaber chromblitzenden Stahls und hoher PS-Zahlen und allen an Motorrädern Interessierten ist der Motorradmarkt in Rodenkirchen ein großer Anziehungspunkt. Es ist mehr als eine Verkaufsveranstaltung, es ist auch ein Treffen von Freunden. Viele Besucher kommen in jedem Jahr.

Mehr als 20 Aussteller aus der Region und dem Umland präsentierten hier ihre Neuheiten und ihre Klassiker. Auch einen neuen Yamaha-Händler hießen die Organisatoren bei der Messe willkommen. Neben neuen Modellen hatte BMW auch einen Stand mit E-Bikes. Hier fanden, wie bei den Motorrädern, auch ständig Beratungsgespräche statt. Dies ist ebenfalls ein Markt, der immer größere Bedeutung gewinnt.

Zu den ständigen Gästen bei der Messe gehören auch die Bibel-Biker, die seit Jahren ihren Stand in der Hengsthalle haben. Auch sie führten viele Gespräche mit den Besuchern.

Späte Genehmigung

„An beiden Tagen wurde der Motorradmarkt sehr gut besucht und wir sind sehr zufrieden“, bilanziert Uwe Meyer, Präsident des MC Rodenkirchen. Mehr als 40 Mitglieder des Clubs waren seit Donnerstag damit beschäftigt, alles für die Motorradmesse in der Markthalle und der Hengsthalle, herzurichten. Dazu zählte auch eine große Tombola mit vielen tollen Preisen. „Unsere Leute sind super zuverlässig, jeder weiß, was er zu tun hat. Das macht richtig Spaß“, sagt Meyer.

Wie schon in den vergangenen 22 Jahren hat auch dieses Mal wieder der Motorclub Rodenkirchen die Messe organisiert. Allerdings ist in diesem Jahr alles anders gelaufen als bisher.

„Es war ein Riesenkraftakt, die Messe auf die Beine zu stellen“, sagt Uwe Meyer. „Das Ganze hat schon einige Stunden mehr gekostet, als sonst“, bestätigt Michael Ehlers vom Club.

Erst vier Tage vor der Messe, am Dienstag, erhielt der MC Rodenkirchen die endgültige Bestätigung von der Gemeinde, dass die Messe stattfinden kann. In diesem Jahr gab es für den Club jede Menge neuer Auflagen. So durfte unter anderem das Verbindungszelt zwischen Markt- und Hengsthalle aus brandschutzrechtlichen Gründen nicht mehr als Ausstellungsbereich genutzt werden. Während der Veranstaltung muss permanent Feuerwehr anwesend sein, um den Brandschutz sicher zu stellen.

„Dies belastet unsere Vereinskasse natürlich erheblich“, sagt Uwe Meyer, „Das alles zermürbt einen, wenn ständig weitere Auflagen kommen. Und daher können wir auch jetzt noch nicht sagen, ob wir im nächsten Jahr wieder eine Messe auf die Beine stellen.“ Dank sagen will der MC Rodenkirchen den zuständigen Stellen beim Landkreis, der den Club bei der Antragstellung unterstützt hat.

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