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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

ATR will Tüpfelchen aufs „i“ malen

12.09.2018

Rodenkirchen Wer sich diese Bilanz vor Augen führt, dem bleibt die Spucke weg: Sechsmal in Folge gewannen die Spielerinnen des AT Rodenkirchen den DTB-Pokal, die deutsche Meisterschaft im Völkerball – in den Jahren 2003, 2004, 2006, 2007, 2008 und 2010, um genau zu sein. Am kommenden Wochenende wollen sie an diese Erfolge anknüpfen. In eigener Halle. „Es wäre das i-Tüpfelchen, wenn wir den Titel zu Hause holen könnten“, sagt die 38-jährige Rodenkircher Spielertrainerin Julia Müller. Aber sie weiß: Die neun anderen Teams gehen am 15. und 16. September ähnlich ambitioniert in die Partien in der Rodenkircher Großsporthalle.

Julia Müller war bei allen nationalen Titelgewinnen des ATR dabei. Mehr noch: Sie hat sogar sieben deutsche Meisterschaften geholt. Im Jahr 2008 hatte sie auch als Trainerin mit der Rodenkircher Jugendmannschaft triumphiert.

Gute Mischung

Die 17-jährige Mette von Borstel ist die jüngste Spielerin ihres Kaders, die 39-jährige Katja Knupp die älteste. „Wir haben eine gute Mischung und sind gut aufgestellt“, meint Julia Müller.

Die Rodenkircherinnen wissen also, wie eine Mannschaft Titel gewinnt. Sie haben das Herz eines Champions. „Aber der Druck ist schon ein bisschen höher, wenn man zu Hause spielt“, sagt Julia Müller. „Man will dem Verein und dem eigenen Publikum ja Grund zum Jubeln geben“, sagt sie und lacht. Deshalb sei sie froh, dass die Mannschaft sich fast gar nicht mit der Organisation des Turniers beschäftigen musste. „Alle helfen mit. Wir konnten uns aufs Training konzentrieren“, sagt sie. Auch im Umfeld steigen Vorfreude und Anspannung, hat sie festgestellt. „Unsere Fans und Freunde sind schon richtig heiß.“

Ihre Mannschaft hat sich in den vergangenen zwei Monaten mit bis zu drei Trainingseinheiten pro Woche auf die Titelkämpfe vorbereitet. „Wir waren viel draußen, um mehr Kondition zu bekommen“, sagt Julia Müller. Dazu gehörte auch die eine oder andere intensive Einheit auf dem Sandplatz. Kraft und Ausdauer hätten am Wochenende eine entscheidende Bedeutung, sagt die Trainerin. „Das werden schließlich zwei lange Wettkampftage.“ In der Sporthalle stand zuletzt das Wurf- und Fangtraining im Mittelpunkt. „Das ist das A und O“, sagt sie. Auch auf eine hohe Passgeschwindigkeit hat sie Wert gelegt, „damit wir ordentlich Druck aufbauen können“.

Die Spielerinnen müssen sich am Wochenende mit im Vergleich zu den Landesmeisterschaften leicht veränderten Regeln abfinden. „Sie können sich nicht freiwerfen“, sagt Julia Müller. Das heißt: Abgeworfene Spielerinnen müssen im Außenfeld bleiben. Dadurch werde das Spiel schneller. Während einer Landesmeisterschaft könnten zwei Teams auch schon mal eine Stunde lang um den Sieg kämpfen, sagt sie. Die Spiele am Wochenende werden nach ihren Worten wohl zumeist nur 30 Minuten dauern.

Zu den Titelkandidaten zählt Julia Müller den Titelverteidiger WT Loppersum, das Team aus Eppelborn und Cosmos Getelo. Ausschlaggebend sei indes die Tagesform. „Getelo war zum Beispiel bei den Bezirksmeisterschaften richtig gut. Bei den Landesmeisterschaften lief bei denen gar nichts“, sagt sie.

Zumeist skeptisch

Wenn sie über die eigene Zielvorgabe sprechen muss, hält sie sich zurück. „Ich wäre schon gerne ganz oben mit dabei“, verrät sie. „Aber ich bin vor einem Turnier meist skeptisch – in der Hoffnung, dann positiv überrascht zu werden.“

Vielleicht greift ja das Gesetz der Serie: Vor drei Jahren holten die Rodenkircherinnen Bronze. Vor zwei Jahren, im bisher letzten DTB-Pokal-Turnier, gewannen sie die Silbermedaille. Demnach ist der ATR in diesem Jahr also einfach dran, zumal die Niederlage im Finale des Jahres 2016 gegen Loppersum äußert unglücklich gewesen sei, erinnert sich Julia Müller. „Das war schon bitter. Das machen wir in diesem Jahr anders.“

Zum Kader des ATR gehören Julia Müller, Christiane Nemeyer, Alexandra Biskupek, Siasse Kröger, Joana Stahl, Tanja Drieling, Katja Knupp, Lea Möhlmann, Janina Bliefernich, Dorothea Gradic, Martina Joachimsthaler und Mette von Borstel.

Wolfgang Grave
Lokalsport
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2210

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