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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Handball: ETB verteidigt im Kellerduell katastrophal

24.02.2020

Sandrkug /Elsfleth Freitagabend in der Sporthalle an der Schultredde in Sandkrug. Es ist 20 Uhr. Die Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug, bis dato Tabellenvorletzter, empfangen den Elsflether TB, das Tabellenschlusslicht. Mehr Abstiegskampf geht nicht. Einen Handball-Leckerbissen dürfen die etwa 300 Zuschauer, von denen wohl 50 aus der Wesermarsch angereist sind, nicht erwarten. Spannung hingegen schon. Und die Akteure lassen sich nicht lumpen. Das Spiel erfüllt alle Erwartungen. Nach 60 Minuten purer Leidenschaft hat sich die TSG durch einen 23:19-Erfolg Luft in der Abstiegszone verschaffen können, während sich die Krise beim ETB verschärfte.

Wie haben die beiden Trainer das Spiel gesehen??

Beim Pressegespräch nach Spielende herrschte Einigkeit zwischen TSG-Trainer Hauke Rickels und Sascha Klostermann, seinem Pendant auf Elsflether Seite. „Es war allen bewusst, dass es über den Kampf, die Intensität in der Abwehr und durch die Fehlerquote entschieden wird“, war von beiden zu hören. Klostermann überraschte mit der Aussage: „Wir haben katastrophal verteidigt.“ Bei 23 Gegentoren? „Wir können es besser und waren oft auf unseren Torhüter angewiesen“, sagte der Coach des ETB. Rickels war mit der Deckungsarbeit seines Teams absolut zufrieden. Vorne hingegen sah er Luft nach oben. „Wenn wir die fünf, sechs völlig freien Würfe, die wir zusätzlich hatten, noch versenken, ist das Spiel früher entschieden.“

Welche Akteure haben die Partie getragen??

Ganz klar die Torhüter. Kevin Danielzik hielt den ETB in brenzligen Situationen fast alleine am Leben. „Das war schon echt klasse“, lobte Klostermann. Aber auch TSG-Schlussmann Jan-Peter Steffens präsentierte sich über weite Strecken in bärenstarker Verfassung und heimste ein Extra-Lob von Rickels ein.

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Im Feld war Florian Doormann – bis zu seiner Roten Karte nach Foul an Henk Braun (46. Minute) – mit fünf Toren auffälligster Elsflether. Bei Sandkrug nahm Routinier Andre Haake nach 24 Minuten beherzt das Heft in die Hand und erzielte drei seiner sechs Treffer in einer ganz wichtigen Phase.

Wie hitzig ging es auf dem Spielfeld wirklich zu?

Die Brisanz war der Begegnung deutlich anzumerken. „Jeder Spieler wusste, um was es geht“, sagte Klostermann hinterher, während Rickels „die tolle Atmosphäre auch auf der Tribüne“ verspürte. Schon nach zehn Minuten gerieten Keeper Steffens und ETB-Youngster Jannes van Dreumel nach einem Zusammenprall aneinander. Die Konsequenz: Gelb für beide. Knapp fünf Minuten später das nächste Scharmützel zwischen ETB-Abwehrkante Till Schinnerer und Florian Doormann.

Der ETB-Chefangreifer war es auch, der in der 46. Minute Henk Braun unglücklich mit seinem Arm im Gesicht erwischte. Mit blutiger Nase wurde Braun vom Feld begleitet. Doormann sah die Rote Karte und musste das Feld auch verlassen. „Keine Absicht“, sagte der Elsflether Rückraumspieler, „eine Zeitstrafe hätte es auch getan.“ Noch am Spielfeldrand versöhnten sich die beiden.

Was bedeutet das Ergebnis für die Liga??

Im Abstiegskampf der Oberliga ist Feuer drin. Nicht weniger als sechs Mannschaften tummeln sich in der direkten Abstiegszone. Angefangen bei Achim/Baden auf Platz neun (13 Punkte), endend beim ETB auf Rang 14 (neun Zähler).

Dazwischen stehen auch noch der neue Tabellenzehnte TSG Hatten-Sandkrug, Beckdorf (beide zwölf), Rotenburg und Barnstorf/Diepholz (beide elf). „Wir werden den Fokus auf uns selbst richten“, sagt TSG-Trainer Rickels, „es wird einiges über den Willen entschieden.“

ETB-Coach Klostermann ist auch nach der Niederlage in Sandkrug noch längst nicht bereit, die Saison abzuhaken. „Es sind noch ausreichend Spiele. Und wir haben oft genug bewiesen, mithalten zu können“, gibt er sich kämpferisch.

Wie schlimm ist die Verletzung von Henk Braun??

Der TSG-Außenspieler soll am Montag geröntgt werden. Rickels geht von einer Fraktur der Nase aus. „Das ist so bitter für Henk“, rang der Trainer um Fassung, „und mich haut es auch emotional um.“ Die Vorgeschichte: Braun hatte sich erst im November gegen Habenhausen schwer am Fuß verletzt und war zwei Monate ausgefallen. Mit großem Fleiß hatte er sich gerade wieder zurückgekämpft.

Handball

Oberliga Nordsee

TSG Hatten/Sandkrug - Elsflether TB 23:19 (10:8).

Elsflether TB Danielzik, Wagenaar, Völkers, Jansen, Doormann (5/1), Van Dreumel (2), Wille (2), Pape, Bolte, Zindler (1), Rambau (3), Rußler (2), Oberegger (2), Pille (2).

Stationen: 4:2 (15.), 4:6 (23.), 8:8 (39.), 10:8 (30.), 14:10 (35.) 18:12 (42.), 19:16 (53.), 23:19 (60.).

Tobias Göttler Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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