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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Zwei Mannschaften Im Ligabetrieb: So geht Darts mit Steel in Seefeld

09.01.2020

Seefeld Plog, Plog, Plog... unentwegt treffen im Anbau der Seefelder Turnhalle die Pfeile auf die Dartscheiben. Es ist Trainingsabend des Darts-clubs Steelfire. Bei den Mitgliedern sehen die Würfe ganz leicht aus, die Bewegungen sind locker und geschmeidig, die kleinen Pfeile treffen (fast) immer ihr Ziel. Doch wer das Dartspielen einmal selbst ausprobiert, der merkt schnell, es ist viel mehr als einfach ein paar Pfeile auf eine Scheibe zu werfen – die im Übrigen nicht Zielscheibe, sondern Dart-Board heißt.

Keine Vorkenntnisse

Dennoch versichern die Mitglieder des Seefelder Dartsclubs, dass jeder den Sport erlernen kann und keinerlei Vorkenntnisse nötig sind. Vielleicht erfreut sich der Dartssport deshalb einer ständig wachsenden Beliebtheit.

In Seefeld wird Steeldarts gespielt. Das heißt, die Spieler werfen mit Pfeilen, den Darts, die eine Metallspitze haben, auf ein Sisal-Board. So kommt Steeldarts im Gegensatz zum E-Darts ohne moderne Technik aus. Es wird von 501 Punkten herunter gezählt. Die Punkte der jeweils drei Würfe werden im Kopf zusammengerechnet und von 501 abgezogen. Ziel ist es, genau bei Null zu landen. Das sind die Regeln in sehr groben Zügen.

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Man sollte also Kopfrechnen können, sagt Christian Such, der seit etwa einem halben Jahr bei den Seefelder Steeldartern mitmischt. Doch auch das Kopfrechnen sei Übungssache, sagt Abteilungsleiter Udo Lienemann.

Ein Stück moderne Technik kommt aber auch in Seefeld zum Einsatz. Zwar hängt neben jedem Board eine Liste, in die Punkte mit einem Stift eingetragen werden können, doch die meisten Sportler geben ihre Ergebnisse über eine Tastatur ein. Der Punktestand wird auf einem Bildschirm angezeigt. Beim E-Dart übernimmt der Dartsautomat die Rechenarbeit. Der Automat zählt auch Punkte von Würfen, bei denen die Darts gar nicht im Board stecken geblieben sind, erzählt Christian Such, der sowohl E-Darts, als auch Steeldarts spielt. Beim Steeldarts zählen nur die Punkte der Darts, die im Board stecken bleiben.

Insgesamt 27 Mitglieder gehören zur Steeldarts-Abteilung des Seefelder Turnvereins. 2017 wurde die Abteilung gegründet. Der stete Mitgliederzuwachs zeige die rasante Entwicklung des Sports, meint Udo Lienemann. Die Seefelder haben sich bewusst entschieden, nicht in einer Kneipe zu trainieren, erzählt er. Denn Dart ist ein Sport. Rauchschwaden und ein Bierchen nebenbei sind beim Training in der Seefelder Dart-Arena nicht zu finden.

Die Geselligkeit kommt aber auch in Seefeld nicht zu kurz. Regelmäßig treffen sich die Mitglieder auch außerhalb der Dart-Arena. Die Steeldarts-Spieler haben zwei Mannschaften gemeldet, die in der Weser-Ems-Klasse, beziehungsweise in der Regio-Klasse-Nord spielen.

Ältester Spieler

Beim Darts gibt es keine Altersgrenze – weder nach oben, noch nach unten. Der jüngste Spieler in Seefeld ist 17 Jahre alt. „Aber es können auch schon 14- oder 15-Jährige mitmachen“, sagt Udo Lienemann. Hermann König ist mit 79 Jahren der Älteste im Team und von Beginn an dabei. „Ich hab’ jedes Jahr mein Sportabzeichen gemacht. Dann wollte ich mal etwas Ruhigeres machen“, erzählt er und muss selbst ein wenig schmunzeln. Denn so „ruhig“ ist der Dart-Sport nicht. „Wenn man zwei Stunden am Board steht, dann schwitzt man auch ganz schön“, sagt er. Nach langen Trainingsabenden habe er die Schulter schon mal gespürt, verrät er. „Die Technik kann man sich bei niemandem abgucken. Die muss jeder für sich entwickeln“, sagt Hermann König.

Ob ein Dart-Spieler Links- oder Rechtshänder ist, spielt keine Rolle. Männer und Frauen können im selben Team spielen. Die Frauen sind in Seefeld noch in der Unterzahl: Dort sind derzeit nur zwei Darterinnen dabei. Eine von ihnen ist Kathrin Mielke. Das Tolle am Dart sei für sie aber gerade, dass es ein Sport für Männer und Frauen ist. Kein Geschlecht hat Vor- oder Nachteile, sagt sie. „Es ist hier einfach eine tolle Gemeinschaft“, findet die 20-Jährige.

Spannend sei, dass jedes Spiel anders verlaufe. „Man trifft ja nicht immer das, was man möchte“, sagt Christian Such. „Es geht hier manchmal um 8 Millimeter breite Felder. Das Spiel entwickelt sich“, pflichtet ihm Udo Lienemann bei. „Man muss nach jedem Wurf neu überlegen“, sagt Udo Lienemann.

Neue Spieler sind in der Dart-Abteilung in Seefeld immer willkommen. Freitags findet ab 18.30 Uhr ein offenes Training statt, bei dem Gäste den Sport ausprobieren können.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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