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Jubiläum: Selbstloser Einsatz seit 50 Jahren

07.04.2011

NORDENHAM An dem kalten Wintertag wäre Grünkohl sicherlich keine schlechte Wahl gewesen. Aber anstelle des Regionalgerichts ließ sich die Herrenrunde eine internationale Spezialität servieren. Eine indische Reistafel kam auf den Tisch, als sich die Gründungsväter am 6. Februar 1961 im Hotel Friedeburg trafen, um den Rotary Club Nordenham aus der Taufe zu heben. Dass die Nordenhamer Rotarier aufgeschlossen und weltoffen sind, bewiesen sie also schon vor 50 Jahren.

Anstoß aus Bremerhaven

Neben den 19 Gründungsmitgliedern nahmen Rotary-Gäste aus Bremerhaven und Bremen an der Geburtsstunde des Clubs teil. Dass Bremerhavener dabei waren, kam nicht von ungefähr. Denn der Club von der anderen Weserseite hatte den Anstoß für die Gründung des Rotary-Ablegers in Nordenham gegeben.

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Als Mitglied der ersten Stunde kann sich Dieter Auffarth (85), der damals die Filiale der Oldenburgischen Landesbank in Nordenham leitete, noch gut an die Anfänge erinnern. Der Bremerhavener Apotheker und Rotarier Dr. Lothar Ambrosius hatte sich im Herbst 1960 bei ihm in der Bank gemeldet. Zum einen ging’s um Geld für die geplante Neueröffnung der Marschen-Apotheke, zum anderen um die mögliche Gründung eines Rotary-Clubs in Nordenham. „Damit rannte er bei mir offene Türen ein“, sagt Dieter Auffarth. Gemeinsam mit dem Auktionator Rolf Meyer und dem Kapitän Ernst Petersen machte er sich an die Arbeit und sprach potenzielle Mitstreiter an.

Die erforderliche Mindestzahl von 20 Mitgliedern bekam das Trio schnell zusammen. Dass bei der Gründungsversammlung dann nur 19 der 21 ersten Nordenhamer Rotarierer anwesend waren, ließ sich verschmerzen. Von den Ur-Rotarierern des Jahres 1961 ist neben Dieter Auffarth auch Dieter von Bestenbostel (80) dem Nordenhamer Club bis heute treu geblieben.

Beide waren natürlich dabei, als die große Charterfeier mit Übergabe der begehrten Club-Urkunde erfolgte. Das in den USA vom Dachverband Rotary International ausgestellte Zertifikat trägt das Datum 13. April 1961. Gut zwei Monate später, am 23. Juni 1961, wurde der Charter-Festakt vollzogen – und zwar an Bord des Helgoland-Dampfers „MS Bremerhaven“. Dafür reiste eigens der Rotary-Govenor aus Berlin an.

Der Clubvorstand des Gründungsjahres bestand aus Alfred Meyne (Präsident), Emil Heinrich Memmen (Vizepräsident), Dieter Auffarth (1. Sekretär), Waldemar Krause (2. Sekretär), Rolf Meyer (Schatzmeister), Walter Fuhr (Clubmeister), Konrad Karl Hermann (1. Beisitzer) und Ernst Petersen (2. Beisitzer). Der Mitgliedsbeitrag belief sich auf 300 Mark im Jahr.

Damals wie heute hält der Nordenhamer Club die rotarischen Ziele und Grundsätze hoch. „Selbstlose Dienstbereitschaft im täglichen Leben“ lautet die wichtigste Regel der Rotarier. Neben dem Einsatz für soziale Einrichtungen und Gesundheitsprojekte hat sich der Club die Förderung von Jugend, Bildung und Völkerverständigung auf die Fahnen geschrieben. Diese Themenbereiche sind aufgeteilt in den Berufsdienst mit Informationsveranstaltungen und Patenschaften, den Studienaustausch mit internatonalen Praktikumsprogrammen und vor allem den Jugenddienst mit einem weltweiten Schüleraustausch.

Dass sich die Nordenhamer Rotarierer gerade im Jugenddienst besonders engagieren, lässt sich an den unzähligen Wimpeln erkennen, die Austauschschüler aus der ganzen Welt mitgebracht haben. Zurzeit halten sich zwei Jugendliche aus Mexiko und Ecuador in der Unterweserstadt auf. Im Gegenzug ermöglicht der Club zwei Schülern von hier einen einjährigen Auslandsaufenthalt.

Dirk Baars ist Präsident

Die Präsidentschaft im Nordenhamer Club, der jetzt 46 Mitglieder zählt, wechselt jedes Jahr. Als Nachfolger von Peter Schultze steht zurzeit Dirk Baars an der Spitze. 2012 ist Günter Thielemann an der Reihe. Die Rotarier treffen sich jeden Montag zu ihren Meetings im Hotel am Markt. Dann stehen Vorträge, Exkursionen sowie der Meinungs- und Erfahrungsaustausch auf dem Programm. „Die Pflege der Freundschaft spielt auch eine große Rolle“, betont Dirk Baars. Da ist es nur konsequent, dass bei der Nennung eines Clubmitglieds nie der Zusatz „Freund“ fehlt.

Als Gründungsmitglieder des Rotary Clubs Nordenham sind Dieter Auffarth, Dieter von Bestenbostel, Heinz Deike, Walther Fuhr, Joachim Heller, Siegfried Hellmann, Heinz Herdejürgen, Konrad Karl Hermann, Waldemar Krause, Emil Heinrich Memmen, Rolf Meyer, Alfred Meyne, Albert Niehus, Bernd Ohlenbusch, Ernst Petersen, Werner Reinstrom, Karl Ropers, Rudolf Scharpekant und Friedrich Wenning in der Chronik aufgeführt. Von ihnen leben noch Dieter Auffarth und Dieter von Bestenbostel sowie Siegfried Hellmann, der inzwischen in den Niederlanden wohnt.

Rund 60 geladene Gäste erwartet Club-Präsident Dirk Baars zu der Jubiläumsfeier, die am Sonnabend, 9. April, um 11 Uhr im Kasino Friedrich-August-Hütte beginnt. Festredner ist der Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, Markus Müller. Er hält einen Vortrag über „Theater und Jugendarbeit“.

In seinem Jubiläumsjahr fördert der Club, der zum Rotary-Distrikt 1850 gehört, verschiedene Kinder- und Jugendprojekte. Der Kinderschutzbund, die Kinder- und Jugendfarm und die Bürgerstiftung in Nordenham sowie die Kinderhilfe Butjadingen werden unterstützt.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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