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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Sieger kommen aus Bremen und Münster

19.07.2011

NORDENHAM Ria Sabay und Christian Rohling sind die diesjährigen Champions der TKN-Nordsee-Trophy. Die beiden Ausnahmespieler aus Münster und Lingen setzten sich in zwei klaren Endspielen durch und triumphierten erstmals bei dem Nordenhamer Tennisturnier. Die Gewinner freuten sich über ein ordentliches Preisgeld, das ein Sponsorenkreis des TK Nordenham gestiftet hatte.

Rohling verlor in diesem Jahr erst ein Match. Der 24-Jährige galt als Sieger des Atlantik-Cups seines Punktspielvereins Bremer Club Zur Vahr als Geheimfavorit. „Ich wollte ins Preisgeld kommen“, war Rohlings Ziel.

Und das gelang ihm auch. Rohlings Finalgegner, der topgesetzte Yannick Staschen, musste im Finale mit starken Schulterproblemen beim Stand von 1:6, 2:3 aufgeben. „Das war wirklich schade. Aber unabhängig davon ist meine Matchtaktik aufgegangen. Ich wollte von Anfang an aggressiv spielen, das hat geklappt“, kommentierte Rohling sein Finalspiel.

Am Berliner verzweifelt

Der Vareler Staschen, der für den Oldenburger TeV spielt, konnte seine Dominanz zuvor bis zum Endspiel aufrechterhalten. Nur im Halbfinale hatte er beim 6:1, 6:7, 6:3 gegen Edwin Erdzack vom VfL Tegel zu kämpfen. An dem Berliner waren zuvor Erik Finkenbrink (Tennispark Versmold) und Peter Kleinhans (HTV Hannover) verzweifelt. Coach und Vater Uwe Erdzack, der mit seinen beiden Söhnen auf einem Campingplatz in Burhave untergekommen war, fand lobende Worte für Edwin und auch für Staschen. „Die Jungen sind alle besser trainiert als Edwin. Man muss akzeptieren, dass der andere schon sehr gut gespielt hat“, stellte der Mann mit der roten Ferrari-Mütze fest. In perfektem Berlinerisch fügte er hinzu: „Wenn ick jut jespielt habe, kann ick och zufrieden sein.“ Und der Urlaub an der Nordsee sei entspannend gewesen.

Weil hinter Staschen satte 16 Spieler ins Turnier starteten, die unter den Top 1000 in Deutschland stehen, war das Teilnehmerfeld so ausgeglichen stark wie noch nie. Die Damenkonkurrenz ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Doppelte angewachsen. Die Halbfinalistinnen bewegten sich dabei auf deutschem Spitzenniveau.

An Ria Sabays Titelgewinn gab es dennoch keine Zweifel. Die Medizin-Studentin aus Münster beherrschte mit ihrem versierten Grundlinienspiel und zahlreichen Stopps die Konkurrenz und auch das Finale, das sie 6:2, 6:2 gegen die topgesetzte Tina Zimmermann gewann. Die Münsteranerin erntete auch neben dem Platz viele Sympathien. Dass die 25-Jährige von einem „totalen netten Turnier mit einem sehr familiären Ambiente“ sprach, passte da ins Bild.

Hitzköpfe und Emotionen

Im Gegensatz zur meist stoischen Ruhe im Profitennis hatte das Turnier am Friedeburgpark zudem einen ganz besonderen Anreiz: Es gab noch richtige Hitzköpfe, die Emotionen zeigten und sich neben packenden Matches auch verbale Schlagabtausche lieferten.

Von den drei weiblichen und zehn männlichen Startern aus der Wesermarsch schaffte es abermals Yvonne Hübler am weitesten: Die Siegerin von 2010 und 2009 scheiterte auf der Jagd nach dem Triple im Halbfinale mit 4:6, 4:6 gegen Tina Zimmermann. Niklas Brandes musste sich bereits im Achtelfinale mit 3:6, 1:6 dem Halbfinalisten Nils Allendorf (TC Bad Essen) geschlagen geben.

In die Runde der letzten 16 schaffte es auch Steffen Trumpf, der jedoch vom schnellen und schnell spielenden Peter Langhans bezwungen wurde. Der an Position sieben gesetzte Burhaver Ahmad Hamijou kam ebenfalls ins Achtelfinale, brachte sich nach 4:1-Führung gegen Lasse Muscheites (OTeV) aber selbst aus dem Konzept. Stefan Harms und Steffen Brandau scheiterten in der ersten Runde. Harms musste später als Mitfavorit der Nebenrunde im Viertelfinale mit Schulterproblemen aufgeben. Auch ohne heimischen Sieg gab es zufriedene Gesichter bei der Turnierleitung: „Das war einfach spitze“, stellte Rolf Hübler nach der Siegerehrung fest.

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