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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Jubiläum: Spannende Reise durch die Zeit

20.06.2016

Berne „Flug 125 an Gate 0815 zum Einsteigen bereit. Boarding completed, die Sitze in eine aufrechte Position bringen und anschnallen“, begrüßte „Pilot“ Detlef Ukena die „Passagiere“, die in der Reithalle des RuF Sturmvogel durch zehn Zeitzonen dem Zielort „After-Show-Party“ entgegen flogen.

Start der unterhaltsamen Reise durch 125 Jahre Vereinsgeschichte war der 12. Juli 1891, als der Reit- und Fahrverein Sturmvogel – damals noch ausschließlich den Männern vorbehalten – mit dem ersten Vorsitzenden Bernhard Bulling die Gründung und die dazugehörigen 14 Statuten beschloss. Dazu gehörte, dass das Nichttragen der Vereinsabzeichen und Handschuhe beim Reiten 20 Pfennig Strafe kostete.

Die vierköpfige Männerreitgruppe des aktuellen Vorsitzenden Dieter Logemann war es, die nach den zu jedem Flug gehörenden Sicherheitsunterweisungen der „Sturmvogeldessen“ das Publikum mit einer historischen Quadrille mit in die Zeitzone 1 nahm. Auch beim Sturmvogel-Flug 125 durfte ein Snack nicht fehlen, den die „Sturmvogeldessen“ vor dem Übertritt in Zeitzone 2 servierten. Die Jahre 1912 und 1913, in denen die bis dahin unter freiem Himmel trainierenden Sportler eine Reithalle bauten, wurde von den Voltis dargestellt. Ab den 1920er Jahren eroberten sich die Damen ihren Platz im Verein.

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In den 1930ern gab es mehrtägige Ausritte, die bis nach Fehmarn führten. Mit Hits, wie „Veronika, der Lenz ist da“ tauchten die Zuschauer in dieses Zeitalter ein, bei dem die Damen mit entsprechenden Outfits, Picknickdecke, altem Kinderwagen und natürlich Pferden Einzug in die Halle hielten.

In den 1950ern, in denen die Bahn sogar Sonderzüge zu den Berner Rennen einsetzen musste, hatten die Stedinger Gespanne eine Favoritenrolle. Mit Ein-, Zwei- und Vierspännern demonstrierte Familie Ostermann, wie die Kutschen schwungvoll durch die Halle gelenkt werden können.

Umgang und Training unterlagen ab den 1960er Jahren einem Wandel. Der Trend der in der Landwirtschaft eingesetzten schweren Oldenburger wechselte zu „Springakrobaten“, erklärte Ukena. Zwei junge Mädchen zeigten mit ihren Tieren scheinbar schwerelose Sprünge von atemberaubender Höhe.

Trotz der wilden 1970er galt es beim Sturmvogel die Kleiderordnung zu beachten, wenn es auf den Warflether Sand zur „Fuchsjagd“ (ohne echte Füchse) oder zum Ringstechen ging. Die Ponyspieler zeigten, wie das ausgesehen haben könnte. Eine Damenquadrille zu Klängen der Neuen Deutschen Welle in den 1980ern oder Gerd Sosath, der 1993 sein Gestüt gründete, nachdem er beim Sturmvogel seine ersten Reitversuche gemacht hatte, gehörten zum Flug, Zehnte und letzte Zeitzone war das erste Hallengeländetraining 2010, nach dem zur Landung angesetzt wurde.

Mit bester Stimmung, Musik und Tanz wurde im anderen Teil der großen Reithalle das Jubiläum bis tief in die Nacht gefeiert.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
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