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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Sport verbindet Menschen über Grenzen hinweg

05.07.2017

Jaderberg Seit über zwei Jahren nehmen immer mehr Flüchtlinge aller Altersstufen das Angebot des TuS Jaderberg wahr, beitragsfrei Sport zu treiben, vor allem Fußball, Leichtathletik, Volksläufe und Badminton. „Das ist die beste Art, in Kontakt zu kommen mit den Einheimischen“, beobachtet Michael Rettberg vom Verein für Integrationshilfe Jade, der die Integrationshilfe in Jade koordiniert.

Doch eine gemeinsame Fahrt zu machen, bedeutet nicht nur Sport zu treiben, sondern auch sieben Nächte zusammen in einem Klassenraum auf dem Boden zu übernachten und gemeinsam Mahlzeiten zu planen und einzunehmen. Und so planten Michael Rettberg und Tanja Schumacher vom TuS Jaderberg eine gemeinsame Fahrt mit 25 Jugendlichen und deutschen Familien und Flüchtlingsfamilien. Die Gruppe nahm zuletzt am Internationalen Bundesturnfest in Berlin teil.

Was den Organisatoren anfangs als ein Experiment mit unsicherem Ausgang erschien, nahm dann einen sehr gelungenen und glücklichen Verlauf. Schnell und problemlos bildeten die Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren, darunter fünfzehn Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, ein echtes Team.

Mit Unterstützung der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Diakonie des Oldenburger Landes konnte die Finanzierung bewältigt werden.

Gleich am Ankunftstag wartete der erste Höhepunkt auf die muntere Truppe: Ein kilometerlanger Festumzug auf der Straße des 17. Juni mit Durchmarsch durch das Brandenburger Tor. Zehntausende von Sportlern und viele Musikzüge waren dabei. Die Jaderberger Gruppe fand viel Beifall, zumal sich die syrischen und afghanischen Jungen geradezu drängelten, auch mal die Vereinsfahne zu tragen. Als einige müde Beine bekamen, nahmen Almontazer und Wael gerne die Jüngsten, Emma und Jasmin, auf ihre Schultern.

Für die Jaderberger folgten dann viele erlebnisreiche Tage, gefüllt mit Aktivitäten aller Art: Jeder, auch die Betreuer, absolvierte einen leichtathletischen Vierkampf. Der 14-jährige Azad mit Rang 3 und der 80-jährige Otto Bramstedt mit Rang 4 waren besonders erfolgreich. Otto Bramstedt coachte die Jugendlichen und fand viel Sympathie bei ihnen. Neben dem Leistungssport gehörten auch Fitness- und Geschicklichkeitsparcours, das Ausprobieren von Trendsportarten, Schwimmen im Tegeler See, Besuche der großen Sportmesse am Funkturm und das Miterleben einer Supershow im Olympiastadion zum abwechslungsreichen Programm.

Die Vielfalt der Möglichkeiten ließ jeden Jaderberger Spaß haben, und unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religionszugehörigkeit bahnten sich Freundschaften an. Unter Leitung von Christa Busboom gab es deutsch-arabische Küche mit internationalem Küchenpersonal aus den Reihen der Jugendlichen.

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