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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Hobby: Stars der Dart-Szene gehen an den Start

22.07.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T09:41:09Z 280 158

Hobby:
Stars der Dart-Szene gehen an den Start

Nordenham Als der Dartclub „Ini’s Dart-Piraten“ vor vier Jahren zum ersten Mal eine Open-Air-Meisterschaft mit 15 Teilnehmern im Steeldart auf die Beine stellte, konnten die Mitglieder nicht ahnen, welche Ausmaße ihre Veranstaltung nehmen würde. Zum Turnier, das am vergangenen Wochenende bei Inis-Café-Kneipe an der Herbertstraße über die Bühne ging, trafen sich 121 Teilnehmer.

„Open-Air-Steeldart ist schon etwas Besonderes“ unterstrich Organisator Dennis Kaulen. Er hatte einige seiner Mitstreiter mit ins Boot geholt, denn für ein großes Turnier braucht man viele helfende Hände. Inzwischen hat sich die Nordenhamer Freiluft-Meisterschaft in Dart-Kreisen herumgesprochen. Es gingen Werfer aus dem gesamten norddeutschen Raum, aus Nordrhein-Westfalen und aus Holland an den Start.

Weltmeisterschaft

Unter ihnen auch einige Stars der Szene, die zu den weltbesten Steeldartern gehören: etwa André Welge aus Bremen, der in der Weltmeisterschaft der Premium-Cart-Cooperation (PDC) bereits Lorbeeren geerntet hat oder Jyhan Artut, der sich bereits die Deutsche Meisterschaft gesichert hatte und für den Niedersächsischen Dartverband an den Start geht.

Steeldart ist zwar eine Männerdomäne, aber auch die Frauen nehmen am Punktspielbetrieb teil. Unter den 21 teilnehmenden Frauen war Angela Ries aus Bremen, die wie ihre Vereinskollegin Anja Vonscheidt in der Bremer Rangliste vordere Plätze belegt. Anja Ries gehört zum deutschen Nationalteam und hat jüngst in Spanien zum Dartpfeil gegriffen.

Nadine Büsing kommt aus Nordenham und war in jedem Jahr dabei, wenn die Nordenhamer Steeldarter ihr Open-Air-Event starten.

Beim Steeldart sind die Pfeile noch klassisch mit Stahlspitzen ausgestattet, die Wettkampfgeräte unterscheiden sich nach Gewicht und Form. Zudem gibt es keine elektronische Anzeige, die Werfer müssen selbst mitrechnen. Ein Schreiber, der zugleich Schiedsrichter ist, notiert die geworfenen Werte auf eine Tafel, denn es gibt im Gegensatz zum E-Dart keine elektronische Anzeige.

Insgesamt 16 Boards hatte der Veranstalter aufgestellt. Dennis Kaulen verkündete die Zusammensetzung der Mannschaften der Zweier- und Dreierteams, die sich in der Vorrunde durchsetzen mussten, um nicht im kleinen Loser-Turnier zu landen. Die besten Werfer lieferten sich spannende Duelle, die bis in die späte Nacht dauerten. „Hier macht sich das ausgiebige Training und die gute Konzentration bezahlt“ unterstrich Angela Ries. Am Sonntag starteten die Wettkämpfe im gemischten Doppel.

Während der Verkündung von Dennis Kaulen ging zuweilen ein Stöhnen durch das Starterfeld, denn einige hatten Pech und landeten in einer der 32 Gruppen mit versierten Werfern. Es war abzusehen, dass sie bei den ambitionierten Dartern keinen Stich holen konnten.

Dabei sein ist alles

Aber auch beim Open-Air-Steeldart lautete das Motto „Dabei sein ist alles“, schließlich ging es darum den Besten der Szene zu zeigen, was eine Harke ist. Die Hobbywerfer legten sich angesichts der mächtigen Konkurrenz ordentlich ins Zeug.

Die Wurftechniken waren sehr unterschiedlich, Kraft und Geschwindigkeit waren gefragt oder die Kunst, den Flug des Pfeiles so zu richten, das er förmlich in den letzten Zentimetern von oben in das Ziel des Boards gelangte.

Am Nachmittag und am Abend füllte sich das Gelände mit zahlreichen Spielern und Zuschauern, die auf langen Bänken Platz nahmen, sich bei brütender Hitze ein kühles Bierchen schmecken ließen und das trubelige Geschehen aufmerksam verfolgten.

Es wurde eifrig gefachsimpelt, wer nun die beste Technik an den Tag legt oder welche Eigenschaft die Pfeile haben müssen, um möglichst genau die angestrebte Punktzahl zu treffen.