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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Weltweit einmalig: Leistungszentrum für Klootschießer

07.09.2019

Stollhamm Zur Feier des Tages haben die Gastgeber Tabletts mit Schnittchen aufgedeckt. Wenn man schon mal Geschichte schreibt, dann auch richtig. Siegfried Hodel, Vorsitzender des Klootschießerkreises 1 Butjadingen, hat am Freitagvormittag den offiziellen Startschuss für den Bau eines Klootschießerleistungszentrums gegeben, das auf dem Stollhammer Sportplatz errichtet werden soll. Es wird weltweit die erste und einzige überdachte Trainingsanlage für Klootschießer sein.

Die Idee für ein Klootschießerleistungszentrum war im Jahr 2015 im Zuge der Erarbeitung eines Sportentwicklungskonzeptes für die Gemeinde Butjadingen aufgekommen. Seitdem haben die Klootschießer und dabei allen voran Siegfried Hodel die Idee weitergesponnen und immer wieder verfeinert.

Als irgendwann klar war, welche Summe unterm Strich stehen würde, sei er schon drauf und dran gewesen, die Pläne zu den Akten zu legen, sagte der Kreis-1-Vorsitzende am Freitag bei dem Ortstermin in Stollhamm. Letztlich fanden sich aber auch für die Finanzierung Lösungen, und nun stehen die Heimatsportler in den Startlöchern.

Gut 98 000 Euro wird die 30 Meter lange und 3,30 Meter breite Stahlrahmenkonstruktion kosten, die auf einem nicht mehr genutzt Rasenplatz des Stollhammer Sportplatzes entstehen soll. Die Gemeinde stellt den Klootschießern diesen Platz zur Verfügung.

Aus der eigenen Kasse müssen die Heimatsportler lediglich knapp 5500 Euro aufbringen. Zu verdanken haben sie das vor allem dem Regionalmanagement Wesermarsch in Bewegung, das im Landkreis das EU-Förderprogramm Leader umsetzt. Aus diesem Förderprogramm fließen 68 778 Euro in das Leistungszentrum. Als Vertreterin des Regionalmanagements war Johanne Logemann nach Stollhamm gekommen.

Weitere Geldgeber sind die Raiffeisenbank Butjadingen-Abbehausen mit ihrer VR-Stiftung, die Vorstand Peter Beck repräsentierte, sowie die Oldenburgische Landschaft und die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, die Dr. Sönke Burmeister vertrat. Der Nordenhamer Architekt Thomas Schramm hat das Leistungszentrum entworfen und freute sich, weil das ein Auftrag ist, der ihm nicht alle Tage auf den Schreibtisch flattert. Bei dem Ortstermin in Stollhamm waren außerdem Bürgermeisterin Ina Korter und als Gastgeber Frank Göckemeyer und Bernd Müller vom Klootschießer- und Boßelverein Stollhamm dabei.

Das Klootschießerleistungszentrum soll es den Friesensportler ermöglichen, witterungsunabhängig und ohne große Vorbereitungen trainieren zu können. Das Gebäude wird auf einer Länge von 20 Meter über ein 3,30 Meter hohes Flachdach verfügen – das ist der Bereich, in dem die Sportler auf einer Kokosmatte für ihren Wurf Anlauf nehmen. Auf den verbleibenden zehn Metern folgt ein 4,80 Meter hohes Satteldach, unter dem der Klootschießer von seinem Sprungbrett abspringt und seien Wurf ausführt. Wie weit die Kugel dann über den Platz fliegt, misst eine lasergesteuerte Automatik. Damit der Werfer ein wenig das gewohnte Gefühl hat, im Freien zu werfen, wird es auf einer Länge von 25 Metern ein Rollo aus einer speziellen Textilfaser geben, das heruntergelassen vor der Witterung schützt und hochgezogen den Blick von drinnen nach draußen und umgekehrt ermöglicht.

Noch vor Weihnachten sollen nach dem Zeitplan von Thomas Schramm die Betonarbeiten abgeschlossen, der Hochbau dann im Frühjahr errichtet werden. Spätestens Ende April soll das Leistungszentrum stehen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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