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Frantz Massenat verlässt die Baskets
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Frantz Massenat verlässt die Baskets

NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Die Lust an der Reiterei ist ungebrochen

11.04.2019

Stollhamm Der 27. Juli 1919 war ein besonderer Tag für Stollhamm. Es war der Tag, an dem sich 24 Herren in der Bahnhofsgaststätte trafen, um einen Verein aus der Taufe zu heben – den Butjadinger Reiter-Verein. 100 Jahre später bereiten sich die Enkel und Urenkel nun auf das große Jubiläum war.

Claudia Felsmann, Schriftführerin im heutigen Vorstand, hat einen Blick in die Geschichte des Vereins geworfen. Sie beginnt mit Theodor Janssen aus Osterhausen bei Iffens, den die Gründerväter zu ihrem Vorsitzenden wählten. Der zweite Mann im Vorstand war Edo Tantzen. Otto Baars wurde Beisitzer, und Bankvorsteher Hermann Mühlenbrock war für die Kasse verantwortlich und zudem als Schriftführer tätig.

Nur eine Woche nach der Gründung nahm der Verein seinen Reitbetrieb auf – vorerst im Freien. Doch den Bau einer Reithalle hatten die Herren längst im Kopf. Im Herbst konnte der Verein bereits der Gemeinde einen Plan für eine Halle vorstellen, die am Sieltief am Rande des Markthamms entstehen und auch für andere Nutzer zugänglich sein sollte. Die Reiter ahnten seinerzeit nicht, wie sehr letzteres noch zutreffen und ihnen das Leben schwer machen würde.

Den ersten Reiterball feierte der Verein in Harms Hof, dem heutigen Huus an’n Siel. Der Bau der Halle ließ nicht lange auf sich warten. Am Giebel war als Baujahr 1920 angegeben, wie auf alten Bildern zu sehen ist. Einweihung wurde nach den Aufzeichnungen, die Claudia Felsmann vorliegen, aber erst 1921 gefeiert.

1930 zählte der Reiterverein bereits 130 Mitglieder. Die mussten ihren Reitsport allerdings hintanstellen, als die Nazis die Halle in Beschlag nahmen, um dort Mitglieder der Hitlerjugend Sport treiben zu lassen und den Reitersturm der SA auszubilden. Im Zweiten Weltkrieg diente die Reithalle zudem als Lager für Brot, Tabak und andere Waren.

Der Neuanfang gelang dem Reiterverein am 21. Mai 1949, als Diedrich Meinardus das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm. Doch dem Verein sollte nun wenige Jahre Ruhe beschieden sein. Ende der 50er Jahre – inzwischen hatte der Sohn von Diedrich, Bernhard Meinardus, das Ruder übernommen – geriet die Pferdezucht in eine Krise, die auch die Stollhammer traf. Dem Reiterverein blieb keine andere Wahl, als sich die Halle mit dem Turnverein zu teilen und sie ins Eigentum der Gemeinde zu übergeben.

Glücklich waren die Reiter mit dieser Notlösung nicht. Vor allem einer engen Kooperation mit dem CVJM – entstanden durch therapeutisches Reiten, das in Stollhamm unter der Leitung von Helmut Kahle ab April 1970 angeboten wurde – war es zu verdanken, das der Verein 1974 eine neue, größere Reithalle am Burgweg in Betrieb nehmen konnte. 1985 folgte der angrenzende Stall und 1996 der Außenreitplatz mit Paddock.

Die 1974 errichtete Halle stellt noch heute das Domizil des Vereins dar und erfüllt mit ihren Abmessungen von 20 mal 40 Metern Wettkampfanforderungen – wichtig für das Turnier, das der Verein alljährlich im August ausrichtet.

Die Lust an der Reiterei, in Stollhamm ist sie ungebrochen. Der Verein zählt aktuell 252 Mitglieder, und das sind laut Claudia Felsmann keine Karteileichen, sondern zum allergrößten Teil Aktive. Das Altersspektrum ist breit. Und alle freuen sich nun darauf, den runden Geburtstag zu feiern. Die große Jubiläumsparty der Reiter steigt am 16. November.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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