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Großsporthalle: SV Kleinensiel legt Beschwerde ein

13.10.2015

Rodenkirchen /Kleinensiel Der Sportverein Kleinensiel ist mit dem Belegungsplan für die Großsporthalle in Rodenkirchen nicht einverstanden. Deshalb hat der Vorsitzende Uwe Fuhrken bei Bürgermeister Klaus Rübesamen Beschwerde gegen diesen Plan eingelegt und darüber auch die Ratsmitglieder und die NWZ  informiert.

Damit nicht genug: Der SV Kleinensiel beantragt zudem, dass der Bürgermeister dem Allgemeinen Turnverein Rodenkirchen die Verwaltung der Großsporthalle entzieht und sie der „neutralen Gemeindeverwaltung“ überlässt, „die einfach nach gegebenen Fakten entscheidet“. Die Vorgehensweise des ATR bezeichnet Fuhrken als „Schikanen“.

„Keine Änderung“

Bürgermeister Klaus Rübesamen hatte sich am Montag krank gemeldet und konnte deshalb zu dem dreiseitigen Brief keine Stellung nehmen. Zuständig ist Joachim Hadeler vom Hauptamt der Gemeindeverwaltung. Er sagte der NWZ : „Von mir aus werde ich am Belegungsplan für das Winterhalbjahr nichts ändern.“ Hadeler rechnet allerdings damit, dass es in Kürze zu einem Gespräch zwischen Uwe Fuhrken, dem ATR-Vorsitzenden Alexander Knupp, Bürgermeister Klaus Rübesamen und ihm kommen wird.

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Schon seit etwa einem Jahrzehnt erstellt der ATR den Hallenplan, erläutert Alexander Knupp. Der Verein habe diese Arbeit auf Bitten des damaligen Bürgermeisters Boris Schierhold übernommen, der sich davon eine Entlastung der Gemeindeverwaltung versprach. Das Vorstandsmitglied René Schäfer und die beiden Mitarbeiterinnen in der ATR-Geschäftsstelle erledigen diese zeitaufwendige organisatorische Arbeit, erläutert Knupp. Anschließend akzeptiere Joachim Hadeler diesen Plan oder er veranlasse Änderungen.

Damit habe es auch nie Probleme gegeben, bis der SV Kleinensiel nach seinem Wiederaufleben im vergangenen Jahr Zeiten beantragt habe, sagt Joachim Hadeler. Der ATR habe in diesem Winter 20,5 Stunden pro Woche bekommen und der SV 14, sagt Hadeler. Das sei angemessen, weil beide Vereine zwar jeweils fünf Mannschaften angemeldet hätten, der ATR aber deutlich mehr Kinder in seinem Gruppen habe als der SV.

Nur D- bis G-Teams

Uwe Fuhrken macht aber eine ganz andere Rechnung auf: Sein SV habe für sechs Fußballmannschaften nur sechs Stunden zur Verfügung, denn die Zeit am Montag von 15 bis 16.30 Uhr könne nicht genutzt werden, „weil die Kinder entweder noch in der Schule sind oder die Betreuer noch arbeiten müssen.“ Der ATR habe dagegen 18,5 Stunden für fünf Mannschaften bekommen.

Joachim Hadeler widerspricht nicht nur den genannten Stundenzahlen, sondern auch der vom SV genannten Zahl der Teams. Der SV habe die C-Mädchen eingerechnet, in der Halle dürften im Winter aber nur D- bis G-Teams trainieren.

Alexander Knupp bedauert, dass Uwe Fuhrken nicht vorher das Gespräch mit ihm und der Gemeindeverwaltung gesucht habe. Den Vorwurf schikanöser Behandlung weist er zurück. Auch in Seefeld und Schwei würden die Zeiten in den Sporthallen von den örtlichen Vereinen verwaltet, und er sei erstaunt, dass der SV nicht auch Zeiten in diesen Hallen beantrage. Der ATR könne nicht die ganze Last tragen, die durch die Wiederbegründung des SV Kleinensiel entstehe.

Zudem werde in der Großsporthalle nicht nur Fußball gespielt. Der ATR müsse insgesamt sechs Sportarten in der Halle unterbringen. Dazu kämen Ansprüche anderer Vereine und Institutionen: Polizei, Feuerwehr, Kickbox-Verein Rodenkirchen und der wachsende Tennis-Club Rodenkirchen, der mehr Zeiten bekommen habe.

„Auch draußen gute Trainingszeiten“

Den Kunstrasenplatz will der SV Kleinensiel nach der Sanierung unentgeltlich zu vernünftigen Trainingszeiten im Winterhalbjahr nutzen dürfen, schreibt Uwe Fuhrken weiter. Er beantrage für diesen und die kommenden Winter an zwei Wochentagen Trainingszeiten. Wie berichtet, soll der ATR den Platz in Erbpacht übernehmen.

Nach der Sanierung werde es für den SV Kleinensiel besser, was Zeiten auf dem Kunstrasenplatz angehe, sagt Joachim Hadeler. Er hofft auf eine Sanierung im September oder Oktober 2016.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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