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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Porträt: Topfitte Titelsammlerin auf hohem Niveau

30.08.2014

Brake Die 71-jährige Brakerin Ursula Peuker ist eine Ausnahmeerscheinung des Tischtennissports in der Wesermarsch. Ihre Erfolgsgeschichte ist ebenso lang wie beeindruckend.

Uschi – wie sie alle nennen – wuchs in Leer auf. Damals hieß sie noch Ursula Salbach. Nachdem in der Nähe des Elternhauses eine neue Sporthalle fertiggestellt worden war, versuchte sie sich als Handballspielerin. Außerdem nahm sie den Tischtennisschläger in die Hand. „An der Leichtathletik war ich auch interessiert. Das wollte aber mein Vater nicht, weil ich so zierlich war.“ 1958 feierte sie den Titelgewinn in der Juniorenklasse der Tischtennis–Kreismeisterschaften. „In Leer konnte ich jeden Tag in die Halle. Erarbeiten musste man sich aber alles selbst. Es gab nur selten mal einen Tipp.“

Auch auf Bezirksebene war sie erfolgreich. 1961 belegte sie in der Damenrangliste des Landes Niedersachsen Platz sieben. Dann wechselte sie mit Gretchen Schoon zum TTC Remels, um in der 1. Verbandsliga auf Punktejagd zu gehen. „Eine Spielgemeinschaft Leer/Remels war leider nicht möglich. Es gab einen Kompromiss: Die Heimspiele wurden in Leer ausgetragen.“

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1962 folgte der erste Höhepunkt ihrer Laufbahn: Sie nahm an der Norddeutschen Meisterschaft in der Schöneberger Sporthalle in Berlin teil. Im Mixed trat sie mit Götz Schulz an – einem Oberligaspieler vom VfL Osnabrück. Die Oberliga war damals die höchste Spielklasse. Eine Bundesliga gab es noch nicht. Die Osnabrücker zählten damals zu den Topmannschaften bei den Männern und Frauen.

Internationale Erfahrung

Ursula Peuker war während dieser Zeit sogar international aktiv: Während ihres Aufenthalt in England 1962/1963 kam sie für die Auswahl von Nottinghamshire zum Einsatz. Nachdem sie zurückgekehrt war, zog sie bald nach Brake um. 1966 heiratete sie Siegfried Peuker, der für den TuS Brake an der Platte stand.

Der VfL Osnabrück war bereits auf die Brakerin aufmerksam geworden und bot ihr in diesem Jahr einen Platz in der Oberliga-Mannschaft an. Nach reiflicher Überlegung lehnten die Peukers ab: Die Entfernung war einfach zu groß.

In Brake spielte Ursula Peuker acht Jahre in der ersten Herrenmannschaft, weil es kein Frauenteam gab. Bemerkenswert: Sie führte die Mannschaft als Nummer eins an. In ihrem Spielerpass war die Leistungsklasse eingetragen: ein A.

1972 beschloss der Tischtennisverband Niedersachsen, dass keine Damen mehr in Herrenmannschaften mitspielen dürfen. Ursula Peuker schloss sich deshalb den Damen BW Bümmerstedes an.

Bis 1982 erlebte sie hier eine erfolgreiche Zeit. Das Team gewann zwei Meisterschaften in der Verbandsliga und nahm an Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga in Flensburg und Berlin teil. Dort scheiterten die Bümmerstederinnen nur knapp. 1984 nahmen Ursula Peuker an der deutschen Meisterschaft in Bad Schwartau teil. Hier trat sie für Niedersachsen in der Seniorenklasse I an. 1983 wechselte sie wieder zum TuS Brake, um in der Kreisliga mit einer Damenmannschaft zu starten.

Insgesamt qualifizierte sie sich für fünf norddeutsche Meisterschaften. Der größte Erfolg war 1991 in Bad Segeberg der Gewinn der Bronzemedaille im Doppel mit Christine Hübner aus Hannover. Den Sprung zur deutschen Meisterschaft schaffte sie viermal (Berlin, Bad Schwartau, Hagen/Westfalen und Flensburg).

Mit den Damen des TuS Brake ging es steil nach oben. 1995 schafften die Kreisstädterinnen mit der Aufstellung Ursula Peuker, Birgit Röben (Ursula Peukers Tochter), Ursel Buse, Petra Helwig und Susanne Meißner den Sprung in die Verbandsliga. Telefon

Wechsel nach Elsfleth

2006 löste sich die Braker Damenmannschaft auf. Deshalb wechselte sie zum Nachbarverein Elsflether TB. In der Saison 2013/2014 spielte sie im Punktspielbetrieb auch gegen ihre Tochter Birgit, die für die Turn- und Sportfreunde Eversten an die Tische geht. Das Mutter-Tochter-Duell endete remis.

Bei den Kreismeisterschaften der Kreise Leer, Wesermarsch und Oldenburg sammelte sie einen Titel nach dem anderen. Insgesamt feierte sie im Einzel, Doppel und Mixed 58 Erfolge. Bei den Bezirksmeistershaften Ostfriesland/Oldenburg gab es 58 Goldmedaillen, 25 Silber- und neun Bronzemedaillen.

Bei den Landesmeisterschaften sprang sie sechsmal aufs oberste Treppchen. Hinzu kamen vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Sie war dabei mit bekannten Tischtennis-Größen wie Ernst Gomolla (VfL Osnabrück), Reinhard Michel und Dieter Lippelt (beide TSG Burg Gretesch) im Mixed angetreten. Ab 1998 verzichtete sie aufgrund einiger Differenzen mit dem Verband auf die Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften.

In mittlerweile 57 Jahren als aktive Spielerin ist sie alleine für die Partien des regulären Punktspielbetriebs mehr als tausendmal unterwegs gewesen. Dabei hat sie mehr als 3000 Spiele absolviert. Ihr Mann hat ihre Erfolge akribisch auf zig Seiten zusammengetragen.

Früher seien die Spiele interessanter gewesen, meint sie. „Es gab oft sehenswerte Duelle Abwehr gegen Angriff und keine Materialschlachten wie heute.“ Auch die Kameradschaft sei damals toll gewesen. Sie selbst fährt regelmäßig noch nach Leer, um mit alten Tischtennis-Bekannten zu plaudern.

Aber im Vergleich zu früheren Jahren sei das Trainingsangebot dank der zahlreichen Fachleute besser. Allerdings bedauert sie, dass dies von etlichen Jugendlichen nicht konsequent genutzt werde.

Zur neuen Saison 2014/15 lässt sie es erstmals etwas ruhiger angehen. Sie spielt fortan für die Elsflether Zweite. „Ich möchte weiterhin Spaß beim Tischtennis haben“, sagt sie und lächelt.

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