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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Treffsicherer Stürmer hat noch lange nicht genug

29.08.2018

Manchmal lässt man es eher ruhig angehen, um dann um so doller zuzuschlagen. Im Fußball-Heimspiel gegen den SC Ovelgönne II ließ sich Kai Bahlmann, Torjäger der SG Burhave/Stollhamm, 52 Minuten lang Zeit, um seinen ersten Treffer zu erzielen. „Ich mache eine Ausbildung in Hamburg und kann deswegen nicht in Burhave trainieren“, sagt der 22-Jährige. Deswegen hätte das Zusammenspiel anfangs noch nicht so gut funktioniert. Aber spätestens nach Bahlmanns erstem Treffer wussten seine Mitspieler wieder, wo sie ihren Vollstrecker finden. Am Ende schoss er fünf Tore beim 7:1-Erfolg.

„Das ist mir in meiner Laufbahn schon ein oder zwei Mal gelungen. Aber das ist schon etwas länger her“, erinnert sich Bahlmann. Und er will nachlegen. „Ich bin wegen der Ausbildung nicht jedes Wochenende zu Hause. Aber wenn ich dabei bin, will ich auch eine Menge Tore schießen“, kündigt er an. Heißt für die gegnerischen Trainer: Immer erst den Aufstellungsbogen beachten. Und wenn der Name Bahlmann auftaucht, ist höchste Vorsicht geboten.

Dass die Bezirksliga-Fußballer des TSV Abbehausen am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel gegen den Liganeuling Eversten den ersten Sieg in dieser Saison einfahren sollten, zeichnete sich schon beim Aufwärmen ab. Während sich die Spieler des Gastgebers in eher lockerer Atmosphäre vorbereiteten – die Ergänzungsspieler übten sich zum Entsetzen der Bratwurstverkäufer gar im Torwandschießen –, arbeiteten die Grün-Gelben ihr Programm konzentriert ab. Die jahrelange Erfahrung in der Bezirksliga zahlt sich eben doch aus.

Wer sich immer schon einmal gefragt hat, welche Qualifikationen ein sportlicher Leiter einer Bezirksliga-Mannschaft haben muss, der hätte am Freitagabend Harald Renken über die Schulter schauen müssen. Renken nimmt diesen Posten beim TSV Abbehausen ein und betätigte sich rund eine Viertelstunde vor der Partie zunächst mal als Prophet. „Ich bin mir sicher, dass wir heute gewinnen werden“, sagte er. Unmittelbar vor dem Abbehauser Führungstreffer zeigte er dann seine Fähigkeiten als Diplomat. Hintergrund: TSV-Trainer Frank Meyer hatte sich zu einem kleinen Wortgefecht mit dem Assistenten an seiner Seitenlinie hinreißen lassen. Dem ehemaligen Klasse-Spieler waren die zunächst schleppenden Offensivbemühungen seiner Mannschaft und einige fragwürdige Entscheidungen des Unparteiischen offensichtlich auf den Magen geschlagen. Zunächst beschwerte er sich darüber, dass der Schiedsrichter eine Abseitsposition übersehen haben soll. Und nachdem der Ball ins Seitenaus gerollt war und an der Bande lag, konnte er sich eine kleine Stichelei nicht mehr verkneifen. „Aber jetzt ist der Ball doch im Aus, oder?“, ätzte er in Richtung es Assistenten.

Das rief Renken auf den Plan, der sich taktisch geschickt auf die Seite des Linienrichters schlug, beschwichtigte und erfolgreich Druck vom Kessel nahm. Kurz darauf entspannte sich auch die zuvor eher verkniffene Miene des Abbehauser Trainers endlich, hatte Daniel Hämsen doch per Foulelfmeter das 1:0 geschossen – und zwar mit Autorität, wie es amerikanische Sportberichterstatter so schön formulieren würden.

Zur Partie der 2. Kreisklasse zwischen den Fußballern der Spielvereinigung Berne II und dem AT Rodenkirchen war zum Verdruss beider Teams am Sonntag der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen. Aber der Ball rollte schlussendlich doch, weil der erst 16-jährige Berner Schiedsrichter Lukas Schmidt Verantwortung übernahm und das Spiel leitete. Torsten Bruns stellte dem Nachwuchsreferee ein erstklassiges Zeugnis aus. „Er hat eine Topleistung abgeliefert“, sagte der Trainer der Berner Reserve.

Zuschauer der Flutlicht-Spiele der Fußball-Abteilung des ESV Nordenham wissen, dass es auf dem Sportplatz an der Straße „Zum Weserstrand“ hier und da doch recht dunkel ist. Um genau zu sein: Das Flutlicht an der Nordost-Ecke des Platzes ist fast komplett zugewachsen. Die Lösung des Problems sollte doch recht einfach sein, könnte man meinen. Pustekuchen: Um den nötigen Rückschnitt der Bäume vorzunehmen, bedürfe es der Absprache mit der Bahn, erklärt ESV-Clubchef Carsten Schöckel. Schließlich müssten die Oberleitungen der Bahnstrecke ausgeschaltet werden, bevor die Schneidewerkzeuge ihre Dienste verrichten können.

Der Blick auf den Spielberichtsbogen der Oberliga-Partie zwischen den Fußballerinnen des TSV Abbehausen und des TSV Ahlerstedt/Ottendorf offenbarte eine Besonderheit: Im Kader der Gäste fanden sich zwei Spielerinnen namens Anna Klintwort. Nein, es war kein Formfehler – die eine trug die Nummer zwei, die andere die Nummer fünf. Und miteinander verwandt sind sie auch nicht. Sachen gibt’s.

Das erste Werfen der Championstour hatte ja am Sonntag die besten Boßlerinnen und Boßler des Friesischen Klootschießerverbands nach Reitland geführt. Da ließ es sich auch der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts nicht nehmen, die Wesermarsch zu besuchen. Und dem Verbandsboss brannte ein Thema auf den Nägeln: Dem Vernehmen nach planen Werferinnen und Werfer aus dem Verbandsgebiet, sich für das traditionsreiche Werfen „King and Queen of the Roads“ in Irland anzumelden – ohne auf die Qualifikationsvorgaben des FKV zu achten. Vogts hält davon nichts. „Wer nach Irland fährt, bestimmt der FKV“, sagte er. Klare Ansage.

Derweil präsentierten sich die Boßler und Boßlerinnen gesundheitsbewusst. Viele hatten während des Wettkampfs Äpfel gepflückt, die sie auf der Rücktour verzehrten. Sie hatten dem Anblick der Reitländer einfach nicht widerstehen können. Und ihre Gesichter verrieten, dass ihnen die lokale Apfelsorte gefällt. Guten Appetit!

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