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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Fussball: Viel Spielraum für WM-Feten in privater Runde

17.06.2010

NORDENHAM Die einen sind stille Genießer, die anderen stellen zur Fußball-Weltmeisterschaft am liebsten Fernseh-Partys mit möglichst vielen Gleichgesinnten auf die Beine. Wer die TV-Übertragungen in großer Runde erleben will, muss allerdings einige Regeln beachten. Dass es dabei zu Problemen kommen kann, haben jetzt sieben Nordenhamer Familien erfahren. Sie sind sauer auf die Stadt Nordenham, weil sie sich durch ordnungsrechtliche Auflagen um den Spaß gebracht fühlen.

Fernsehparty abgeblasen

Die Familien wollten in einem Sportlerheim eine Leinwand aufbauen und dort gemeinsam den ersten Auftritt der Löw-Kicker in Südafrika verfolgen. Sicherheitshalber fragten die Fans im Rathaus nach, ob behördliche Vorgaben zu beachten seien. Die Antwort fiel aus Sicht der Familien so niederschmetternd aus, dass sie das geplante Fernsehfest absagten.

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Ordnungsamtsleiter Rudi Müller weist die Vorwürfe zurück und will seine Mitarbeiter nicht als Spaßverderber darstellen lassen. Er ist davon überzeugt, dass viele Missverständnisse im Spiel sind.

Ob und welche Auflagen bei größeren WM-Fernsehrunden einzuhalten sind, hängt laut Rudi Müller in erster Linie von der Frage ab, ob die Veranstaltung öffentlich oder privat ist. Bei privaten Feiern mit geladenen Gästen sind demnach weder eine Ausschankgestattung noch eine Meldung an die Lebensmittelüberwachung erforderlich.

Ist die Fußballparty aber öffentlich, gelten andere Bestimmungen. So müssen die Veranstalter Konzessionsgebühren an die Stadt Nordenham zahlen, wenn sie Alkohol „mit Gewinnabsicht“ verkaufen. Nur bei einem Alkoholausschank zu Selbstkostenpreisen entfällt diese Gebührenpflicht. Wenn bei einer öffentlichen Veranstaltung Essen zubereitet wird, muss die Stadt das der Lebensmittelüberwachung melden, die gegebenenfalls Hygienekontrollen vornimmt.

Zudem benötigen die Ausrichter von WM-Fernsehpartys, die nicht als reine Privatveranstaltungen gedacht sind, eine gewerbliche Lizenz des Weltfußballverbandes FIFA. Hinzu kommen Gebühren, die für die TV-Übertragung an die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) zu berappen sind.

Was ist mit GEMA und FIFA?

Um FIFA- und GEMA-Abgaben brauchen sich fußballbegeisterte Familien- oder Freundeskreise also keine Gedanken zu machen. Auch die Auflage, einen Rettungsdienst zu engagieren, besteht für sie nicht. „Das gilt nur für Großveranstaltungen wie Live-Konzerte“, sagt Ordnungsamtsleiter Rudi Müller.

Gleichermaßen für öffentliche wie private WM-Feten gilt aber die Lockerung des Lärmschutzes. Während der Weltmeisterschaft darf ausnahmsweise auch noch nach 22 Uhr im Freien ferngesehen und gefeiert werden – so lange das nicht in eine ungehemmte Ruhestörung ausartet.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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