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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Mit tollem Zusammenhalt gepunktet

21.10.2017

Waddens Dirk Warns stapelt tief. Klar, gehofft habe er es. Aber ernsthaft damit gerechnet? „Nein“, sagt der Waddenser Dorfsprecher, „die Konkurrenz war sehr stark.“ Indes: Waddens war ein kleines bisschen stärker. Bei der Siegerehrung des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ standen die Butjenter daher am Donnerstagabend im Kreishaus in Brake auch gleich zwei Mal ganz oben auf dem Treppchen.

Zehn Wesermarsch-Dörfer hatten an dem Kreisentscheid teilgenommen. Zwei von ihnen bekamen nicht nur jeweils 1000 Euro Siegerprämie. Für sie geht die Reise auch weiter: Schwei und Waddens haben sich für den Regionalentscheid im Weser-Ems-Bezirk qualifiziert, danach folgt der niedersächsische Landesentscheid. Es bleibt also spannend, und das für die Waddenser sogar in doppelter Hinsicht: Sie haben am Donnerstag zusätzlich einen mit 500 Euro dotierten Klimaschutz-Sonderpreis verliehen bekommen, der wiederum das Ticket für einen Landeswettbewerb darstellt.

Am 28. August hatte sich die Bewertungskommission des Landkreises in Waddens umgesehen. Dirk Warns hatte schon Tage vorher die Nervosität gepackt. Schließlich sollte alles rund laufen bei der Präsentation des Dorfes. Und das tat es dann auch. Die Kommission informierte sich in der Gaststätte Butjenter über das rege Dorf- und Vereinsleben, machte sich ein Bild vom Sportangebote. Sie sah sich am Deich und im Neubaugebiet um, ehe der Garten Eden und schließlich die Kita an der Reihe waren. An jeder Station wurden die Landkreis-Vertreter von engagierten Dörflern empfangen, die darüber aufklärten, was es mit dieser oder jener Einrichtung oder Errungenschaft auf sich hat. Das letzte Wort hatte der fünfjährige Ben, der aus dem Kindergarten plauderte.

Das Konzept ging bestens auf. „Dass die Kommission mit unserer Vorstellung zufrieden war, war uns schon klar. Aber dass es direkt für den Sieg reichen würde, hatten wir nicht gedacht“, so der Dorfsprecher am Freitag.

Gepunktet hat Waddens bei der Jury laut Dirk Warns vor allem mit dem tollen Zusammenhalt im Dorf. In Waddens hilft jeder jedem, und wenn sich die Dorfgemeinschaft etwas in den Kopf gesetzt hat, dann ackert sie so lange, bis das Ziel erreicht ist. Besonders gut gefallen habe der Jury, dass dabei auch junge Leute bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.

Den Umweltschutz-Sonderpreis, mit dem herausragende Projekte im Bereich des Klimawandels und der Klimaanpassung gewürdigt werden, holte Waddens für seinen im Garten Eden stehenden Hörstuhl. Wer darauf Platz nimmt, der kann sich über die Gezeiten und den Küstenschutz informieren und dann direkt anhand von neben dem Stuhl installierten Wassersäulen nachvollziehen, wie Ebbe und Flut wirken. Der Landesentscheid, für den die Waddenser sich nun bewerben können, heißt Klima kommunal 2018.

Am Dorf-Wettbewerb hatte auch Eckwarden teilgenommen. Fürs Siegertreppchen hat es nicht gereicht. Angela Springer ist deshalb aber nicht traurig. „Wir haben viel gelernt und wissen nun, was wir beim nächsten Mal noch besser machen können“, sagt sie. Die Plakette, die wie alle teilnehmenden Dörfer auch die Eckwarder überreicht bekamen, soll im Ort einen Ehrenplatz erhalten.


Sehen Sie ein Video von der Preisverleihung unter   www.nwzonline.de/videos 

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