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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Ehrung: Warflether Kanupolo-Team Ist Mannschaft Des Jahres: Mit Geduld und Selbstvertrauen nach ganz oben

20.06.2020

Warfleth Die wenigsten Sportlerinnen und Sportler zählen zur Gattung der geduldigen Menschen. Aber Geduld, so heißt es, zahlt sich aus. Das gilt insbesondere für Mannschaftssportarten. Die Nachwuchs-Kanupolomannschaft des TuS Warfleth ist dafür ein perfektes Beispiel. Schon neun Jahre trainiert und spielt sie laut Trainer Felix Lawrentz in nahezu gleichbleibender Besetzung. Die Früchte erntete sie im Jahr 2019. Sie wurde Deutscher Vizemeister in der Altersklasse U 16, schnappte sich die Norddeutsche Meisterschaft und belegte im Kampf um den prestigeträchtigen Deutschland-Cup Platz vier – eine starke Bilanz. So stark, dass eine Jury aus Mitgliedern der NWZ und des Kreissportbundes Wesermarsch zu der Entscheidung kam: Die Jugend-Kanupolo-Mannschaft des TuS Warfleth ist die Mannschaft des Jahres 2019 in der Wesermarsch.

Große Freude

Felix Lawrentz freut sich riesig über die Auszeichnung und erinnert sich ebenso gerne an die Anfänge der Mannschaft. Als Trainer sei er zwar von Beginn an mit dem Ziel an die Aufgabe herangegangen, dass seine Schützlinge irgendwann zu den Besten gehören sollen. Aber im ersten Jahr hielt er sich noch zurück und ließ seine Spielerinnen und Spieler an der langen Leine. „Zunächst ging es nur um den Spaß. Wir waren zwar viel auf dem Wasser und im Winter sogar in der Turnhalle. Aber auf dem Programm standen in erster Linie Spiele aller Art“, sagt er. Er setzte auf den natürlichen Ehrgeiz der Kinder. „Irgendwann wollte ich mehr machen. Aber der Wunsch kam auch von den Spielern selbst“, sagt Lawrentz.

TuS Warfleth U 16

Kader Owen Schlüter Jim Leins Jona Heiße Michel Buckmann Marlon Linz Tom Otte Clarice Ebert Lennard Wachtendorf Niklas Borchers Klaas Warnken Trainer Felix Lawrentz Ruben Schlüter

Erfolge im Jahr 2019

Helmond: 4.Platz (Herrenklasse) Deutsche Meisterschaft: 2. Platz Deutschland-Cup: 4. Platz Harkot-Cup-Wetter: 1. Platz Norddeutsche Meisterschaft: 1. Platz Oldenburg: 4. Platz (Mixedklasse) Mühlheim: 1. Platz Hannover: 1. Platz Amsterdam: 1. Und 2. Platz (Herrenklasse) Frühjahrscup Essen: 2. Platz Jugendpokal Berne: 1. Platz Braunschweig: 1. Platz

Wie in vielen anderen Sportarten auch, sei es im Kanupolosport wichtig, ganz früh zu beginnen, sagt er. „Ich wusste, dass das viel ausmacht. Wenn man früh das Gefühl für das Boot hat, fällt es den Kindern wesentlich leichter, andere Sachen dazuzulernen.“ Irgendwann denke der Mensch im Boot dann gar nicht mehr über seinen Untersatz nach. „Das ist dann eine Sache weniger, auf die man sich konzentrieren muss“, sagt er.

Schon bald waren die jungen Warflether erfolgreich. Es spricht für ihre Ausbildung, dass zahlreiche Spieler den Sprung in die Auswahl des Landes Niedersachsen geschafft haben.

Der erste große Erfolg im vergangenen Jahr war der vierte Platz im Deutschland-Cup. Im Spiel um Platz drei scheiterten sie am 1. Meidericher KC aus Duisburg – ein Duell, dass die gesamte Saison prägen sollte. Bei den Deutschen Meisterschaften machten die jungen Warflether den nächsten Schritt. „Wir haben mit noch mehr Selbstvertrauen gespielt als beim Deutschland-Cup“, sagt Lawrentz. Das Selbstbewusstsein sei im Verlaufe des gesamten Jahres immer größer geworden. „Wir haben auf allen Turnieren immer zu den besten beiden Mannschaften gehört“, sagt Lawrentz.

Während der Titelkämpfe vertiefte sich der Glauben in die eigene Stärke. Auf dem Weg ins Halbfinale bezwangen die Warflether die Wassersportfreunde Liblar – das neben dem 1. Meiderericher KC und dem TuS beste Team.

Im Halbfinale gegen VK Berlin zeigten sich die Warflether von ihrer besten Seite. Sie ließen ihrem Gegner keine Chance. Wohlgemerkt: In der Vorrunde hatten sich die Teams noch mit einem Remis getrennt. „Das Spiel in der Vorrunde war nicht so wichtig“, meint Lawrentz. „Das Halbfinalspiel sind wir ganz anders angegangen.“ Manchmal muss man auch pokern.

Verdiente Niederlage

Im Finale ging es gegen die befreundete Mannschaft aus Duisburg – ein Duell mit Ansage, trafen die Teams doch auf allen Turnieren im Halbfinale oder Finale aufeinander. Zunächst sah es so aus, als könnten die Warflether ihren Lauf krönen. Zur Pause führten sie mit 2:0. Aber die Meidericher kippten die Partie und gewannen mit 3:2. Die Niederlage sei verdient gewesen, sagt Lawrentz. „Die Meidericher waren taktisch stärker. Wir sind mit deren Umstellungen in der zweiten Halbzeit nicht zurechtgekommen“, sagt er und betont, dass es sich angebahnt hatte, dass nur eine dieser beiden Mannschaften den Titel habe gewinnen können, wenn man den gesamten Saisonverlauf betrachte.

Herausragendes Merkmal seiner Mannschaft sei die Fitness gewesen. „Wir waren ein sehr großes Team und das körperlich stärkste Team“, meint Lawrentz. Außerdem sei der Teamgeist hervorragend gewesen. „Die, die nicht gespielt haben, haben freiwillig zurückgesteckt. Es macht schon sehr viel aus, wenn sich die Teammitglieder untereinander anfeuern. Die Spieler verstehen sich super.“ Und sie lieben ihren Sport. Lawrentz freut sich über ein trainingsfleißiges Team. „Einige waren im Sommer täglich zwei bis drei Stunden auf dem Wasser.“ Von nichts kommt nichts.

In diesem Jahr wäre die Hälfte der Mannschaft in den Erwachsenenbereich gewechselt. Ziel sei es gewesen, von der 3. Liga in die 2. Liga aufzusteigen. Die andere Hälfte der Mannschaft – also die jüngeren Spielerinnen und Spieler – wären für die Meidericher an den Start gegangen. Favorit in diesem Jahr ist laut Lawrentz der KC Wetter, der auch 2018 bei den Schülern dieses Jahrgangs gewonnen hat. „Durch den Zusammenschluss mit Meiderich gelten wir aber auf jeden Fall als Mitfavorit.“

Im Jahr 2021 möchte der TuS Warfleth eine Herren-Mannschaft und eine U-21-Mannschaft in den Punktspielbetrieb schicken. Die starken U-21-Spieler sollen in beiden Teams auf Torejagd gehen. So sei gewährleistet, dass die Herrenmannschaft die Klasse halten könne und die U-21-Spieler selbst um die Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse U 21 spielen können. Außerdem hoffe der Verein, mit einer U-18-Mannschaft aus Spielern der U 16 das Jahres 2019 an der Junior-Championship teilnehmen zu können. Das ist laut Lawrentz eine Club-Weltmeisterschaft. Die Ziele in Warfleth sind hoch.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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