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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Coronavirus: Viel Verständnis und viele Fragen

16.03.2020

Wesermarsch Das Coronavirus legt den Sportbetrieb in der Wesermarsch lahm. Der Wettkampfbetrieb ruht überall. Auch Trainingseinheiten finden flächendeckend nicht statt. Der 1. FC Nordenham zum Beispiel gab am Sonntagmittag bekannt, dass der Trainingsbetrieb ab sofort komplett eingestellt ist. Auch der SV Brake stellt den gesamten Übungs-, Trainings- und Sportbetrieb bis einschließlich 18. April 2020 ein. Ähnlich verfährt der Seefelder TV. „Um die Gesundheit unserer Mitglieder – Sportler wie Übungsleiter – nicht zu gefährden, wurde einheitlich beschlossen, den gesamten Sportbetrieb bis einschließlich 17. April 2020 einzustellen“, teilte Vorstand Udo Lienemann mit.

Vielerorts richten sich die Vereine der Wesermarsch nach den Empfehlungen des Landessportbundes Niedersachsen. Die Worte sind eindeutig. Auf seiner Internetseite schreibt er: „Der LSB empfiehlt seinen Mitgliedsvereinen und -verbänden ab sofort die vollständige Einstellung des Wettkampf-und Trainingsbetriebes zunächst bis zum 19. April 2020.“ Darüber hinaus empfehle der Sportbund die Absage beziehungsweise Verschiebung aller sonstigen Veranstaltungen, Aktivitäten und Maßnahmen in dem genannten Zeitraum. „Hierzu zählen unter anderem Maßnahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Sportfachtagungen.“

Viele Übungsleiterinnen und Übungsleiter haben schon auf die für alle ungewohnte Situation reagiert. Sascha Klostermann, Leiter der Handball-Abteilung des ETB, wird für das Landesliga-Frauenteam und die C- und B-Jugendteams individuelle Pläne für das Heimtraining schreiben. Die Sportlerinnen und Sportler sollen sich mit Laufeinheiten und Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht fit halten, bis wieder trainiert werden könne.

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Frank Meyer, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Abbehausen macht es ähnlich. „Unser Vereinsvorstand hat beschlossen, dass kein Training und keine Spiele mehr bis zum 14. April auf unseren Sportplätzen stattfinden dürfen. Mir bleibt da nichts anderes übrig, als allen Akteuren in meinem Kader ein individuelles Training über das Internet anzuordnen. Sobald der Neustart erfolgt, müssen wir im Kampf um den Klassenerhalt fit sein. Ich frage mich nur, wann angesichts des engen Terminplans die Spielausfälle nachgeholt werden sollen.“

Nils Schneider, Trainer der Kreisliga-Fußballer der Spielvereinigung Berne, stellt sich dieselbe Frage. „Die Saison müsste wohl verlängert werden“, mutmaßt er.

Sascha Klostermann kann sich derzeit noch nicht vorstellen, wie das Terminproblem im Handballsport gelöst werden kann. Schließlich müssten im Jugendbereich noch viele Qualifikationen gespielt werden.

Die Vorsitzende des Tischtennis-Kreisverbands, Stefanie Meyer, macht sich ebenfalls Gedanken zur Terminproblematik, ist aber optimistisch. „Ich sehe erstmal keine Schwierigkeiten, die Saison zu Ende zu spielen. Gegebenenfalls wird es eng in den Hallen, wenn bei Vereinen mit vielen Mannschaften die ganzen Nachholtermine anstehen. Als Indoorsportart sind wir aber unabhängig vom Wetter. Entgegen kommen uns außerdem die späten Sommerferien in Niedersachsen dieses Jahr.“

Viele Sportlerinnen und Sportler beschäftigt zudem die Frage, welche sportlichen Konsequenzen ein möglicher Abbruch der laufenden Spielzeit haben könnte. Schließlich geht es für viele Teams um Auf- und Abstieg. Dazu zählen zum Beispiel die Landesliga-Fußballerinnen des SV Brake von Trainer Jonny Peters oder auch die Handballteams der Erwachsenen im Elsflether TB. „Da eine Regelung zu finden, wird schwierig werden“, meint Sascha Klostermann. Die Saison komplett einzufrieren, sei seiner Meinung nach unfair, weil vielen Teams eine realistische Chance genommen werde, sich zu verbessern.

Viele Volleyball-Teams hätten an diesem Wochenende ihren letzten Spieltag über die Bühne gebracht. „Uns trifft es nicht ganz so hart. Unsere Saison ist Ende März vorbei“, sagt Alexandra Taylor, Leiterin der Volleyball-Abteilung im SV Nordenham Sie wisse zwar auch nicht, wie es weitergehe. Aber weil das Virus keine Lappalie sei, habe die Abteilung den Trainingsbetrieb vorerst auf Eis gelegt.

Die Sportlerinnen und Sportler aus der Wesermarsch, mit denen die NWZ gesprochen hat, teilen in diesen Tagen ein Gefühl der Ungewissheit und sind sich im wichtigsten Punkt einig –   Lars Bliefernich von der Basketball-Abteilung des SV Nordenham, sagt das, was nahezu alle denken: „Die Gesundheit geht vor. Alles andere wäre nur ein unnötiges Risiko.“

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Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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