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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Friesensport: Boßel-Wettkämpfe bleiben vorerst verboten

10.06.2020

Wesermarsch Die Nachricht verbreitete sich in den sozialen Netzwerken rasend schnell: Das Boßeltraining ist seit Montag wieder erlaubt, ließ Wiard Siebels aus Aurich verlautbaren. Er ist immerhin der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Ab sofort dürften die Boßler in Gruppen auf die Straße, teilte er mit. Der Boßelverband sei bereits informiert worden.

Doch der Vorsitzende des Friesischen Klootschießerverbands, Jan-Dirk Vogts aus Hollwege, bremste die Euphorie. Das Training sei nur bei Einhaltung der strikten Auflagen erlaubt – mehr aber auch nicht. „Für eine weitere Lockerung müssen die zahlreichen Auflagen Eins-zu-eins erfüllt werden.“ An Wettkämpfe sei deshalb noch nicht zu denken. Der FKV-Vorstand plane zunächst mal einen Probelauf auf einer Strecke mit einem Verein. Vogts stellte zudem klar: Der FKV habe vom Landtagsabgeordneten Siebels keine Informationen erhalten.

Am Freitag hatte die niedersächsische Gesundheitsministerin, Carola Reimann, eine neue Verordnung erlassen. Dort heißt es: „Es dürfen zur körperlichen und sportlichen Betätigung im Freien Gruppen zusammenkommen, wenn diese durch eine Trainerin oder einen Trainer angeleitet werden und ein Abstand von mindestens zwei Metern jeder Person zu jeder anderen teilnehmenden Person, die nicht zum eigenen Hausstand gehört, eingehalten wird.“

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Dazu teilte Siebels mit: „Es ist mir gelungen, diese Regelung eigens für den ostfriesischen Traditionssport Boßeln in die Verordnung zu bekommen.“ Damit herrsche jetzt Rechtssicherheit, was erlaubt und was verboten sei. Boßeln sei schließlich ein klassischer Outdoor-Sport, bei dem es kaum Berührungen unter den Spielern gebe. Die Abstands- und Hygiene-Bestimmungen müssten dennoch eingehalten werden.

Erwin Niehuisen, Vorsitzender des Landesklootschießerverbandes Ostfriesland (LKV), freute sich zwar über Siebels Worte, stieg aber auch auf die Euphoriebremse. Er gehe zwar davon aus, dass die Boßelsaison bald beendet werden könne, doch das endgültige „Go“ des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) fehle noch. „Mal schauen, was er nun vorschlägt, sagte Niehuisen.

Es gibt nämlich noch Unklarheiten. Zum Beispiel definiert Niehuisen den Begriff „Trainer“ anders als Vogts. Für Niehuisen sind auch Mannschaftsführer, Gruppenführer oder Bahnweiser Trainer – unabhängig von einer Übungsleiter-Ausbildung.

Der FKV-Vorsitzende Vogts stellte jedoch klar: „Nach Rücksprache mit dem Landessportbund gibt der FKV bekannt, das es sich bei Trainern und Trainerinnen um vom Vorstand eingesetzte sachkundige und mit den Hygieneverordnungen vertrauten Personen handeln muss. Für diese Verantwortlichen stehen einige Bestimmungen an, die es umzusetzen gilt.“ Bei einem Wettkampf mit zwei Teams in Sechszehner-Mannschaftsstärke sei alleine schon die Zwei-Meter-Abstandsregel große Herausforderung, sagte er.

Zugleich sorgt sich Vogts um die Käkler und Mäkler. „Wer will sich bei den Boßel-Fans für die Sicherheit einbringen?“ Der Vorsitzende betonte, dass sich der FKV gegenüber dem Landessportbund verantworten müsse. „Wir sind die Entscheidungsträger. Wir müssen das abwägen. Fakt ist, dass zurzeit der Wettkampfbetrieb weiterhin verboten ist.“

Für den Verlauf eine möglichen Restsaison war vom FKV-Vorstand im Mai ein Elf-Punkte-Katalog erarbeitet worden. Laut Vogts kann die Saison jederzeit über den 30. Juni verlängert werden. Die nächste Sitzung des FKV-Vorstands steigt am 11. Juni.

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