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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Mentzhauser steigen in Landesliga auf

12.03.2019

Wesermarsch Die Mentzhauser Boßler steigen in die Landesliga auf. Am Sonntag machte die Überraschungsmannschaft die Meisterschaft in der Verbandsliga mit einem 5:2-Sieg in Cleverns perfekt. Damit werfen in der kommenden Saison erstmals vier Mannschaften aus der Wesermarsch in der höchsten Liga des Landesverbands Oldenburg.

Dort freute sich das Team aus Halsbek über die erfolgreiche Titelverteidigung. Der Aufsteiger Westerscheps steigt gleich wieder ab. Reitland verlor zwar gegen Bredehorn, hat sich aber als Dritter für die Endrunde mit den Teams aus dem Landesverband Ostfriesland qualifiziert. Waddewarden feierte die Meisterschaft in der Bezirksklasse. Dort steht Rosenberg als Absteiger schon fest. Den zweiten Abstiegsrang nimmt im Moment Waddens ein. Der letzte Spieltag steigt am 24. März.

Landesliga: Kreuzmoor - Schweewarden 11:6. Brisantes Wesermarsch-Duell: Die Kreuzmoorer mussten schließlich gewinnen, um den Klassenerhalt abzusichern. Doch erst die letzte Gruppe, die 2. Holz, machte mit einem Kantersieg (48 Wurf/9,067) alles klar. Bis dahin hatten die Gastgeber mit 1:6 zurückgelegen.

Die 1. Gummi der Kreuzmoorer gewann mit 54 Wurf einen Schoet und 83 Meter. Dagegen siegten die Gäste mit der 2. Gummi (51 Wurf/3,056) und mit der 1. Holz (50 Wurf/3,087).

Der Kreuzmoorer Mannschaftsführer Matthias Gerken äußerte sich dennoch kritisch. „Leider konnten wir nicht in allen Gruppen unsere beste Leistung abrufen. So wurde es am Ende nochmal eng.“ Gleichwohl: „Wir haben nun die nötigen Punkte für den Klassenerhalt geholt und können den letzten Wettkampf beruhigt angehen.“

Sein Gegenüber Stefan Freese war enttäuscht: „Auch die neue Strecke der Kreuzmoorer liegt uns nicht. Leider ging unsere 2. Holz unter. Aber wir hatten auch nur 16 Mann an Bord.“

Die Schweewarder zeigen auch in dieser Spielzeit zwei Gesichter: Sie sind extrem heimstark, haben auswärts aber keinen Punkt geholt. Kreuzmoor bleibt mit 8:18 Punkten Vorletzter, Schweewarden (10:16) belegt Rang sechs.

Reitland - Bredehorn 2:13. Von der Reitlander Heimstärke war nichts zu sehen. Nur die 1. Gummi der Gastgeber fuhr einen Sieg ein (52 Wurf/2,077). Die Gäste siegten mit der 1. Holz (50 Wurf/ 2,055), der 2. Holz (45 Wurf/6,102) und der 2. Gummi (52 Wurf/4,016).

„Wir haben leider einen nicht so guten Tag erwischt und sind hinter unserer eigentlichen Leistungsstärke zurückgeblieben“, sagte Reitlands Kapitän Hauke Freese. Aber die Tatsache, dass sich das Team für die Finalrunde der besten sechs Teams im Friesischen Klootschießerverband qualifiziert habe, sei ein enormer Erfolg. Schließlich habe sich das Team ursprünglich den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt.

Reitland kommt auf 16:10 Zähler. Bredehorn (11:15) ist Fünfter.

Bredehorns Mannschaftsführer Simon Quathamer: „Wir hatten noch eine Rechnung nach der Heimniederlage in der Hinrunde offen.“ Diese habe das Team mit Kampf und konstanten Würfen beglichen, sagte er und lobte die zweite Holz.

Halsbek - Spohle 14:1. Die Halsbeker holten sich erneut den Titel. Die Gäste waren nur mit der 1. Holz erfolgreich (54 Wurf/1,081). Der Meister ließ in den anderen Gruppen nichts anbrennen (2. Holz: 50 Wurf/1,108; 1. Gummi: 51 Wurf/2,141; 2. Gummi: 46 Wurf/9,093).

Halsbeks Sprecher Arne Hiljegerdes freute sich riesig; „Wir waren von Anfang an drin im Wettkampf und wollten unbedingt mit einem Sieg den Titel holen. Mit einer tollen Leistung haben wir das auch geschafft.“ Halsbek hat 23:3 Punkte, Spohle (12:14) ist Vierter.

Grabstede - Westerscheps 17:1. Die Ammerländer verzeichneten zwar ein leichtes Plus in der 1. Holz (54 Wurf/1,002). Aber in den anderen Gruppen dominierte der Vizemeister Grabstede (19:7 Punkte). Die 2. Holz siegte sogar mit einer Saisonbestleistung (48 Wurf/8,053). Hinzu kamen die Siege der 1. Gummi (54 Wurf/5,132) und der 2. Gummi (51 Wurf/2,129).

Der Grabsteder Mannschaftsführer Christian Alberts haderte dennoch mit dem schlechten Wetter. „So langsam darf auch mal wieder die Sonne scheinen beim Boßeln. Zwei Gruppen haben dennoch eine super Leistung gebracht.“

Der Schepser Vereinsvorsitzende Axel Kasper übte sich in Selbstironie: „Willkommen in der Verbandsliga. Wir waren wieder mal ohne sechs Werfer am Start. Da war die Niederlage nicht zu vermeiden.“

Nach nur einem Jahr in der Landesliga geht’s wieder runter. „Aufgrund der vielen Ausfälle in dieser Saison war der Abstieg nicht zu verhindern“, sagte Kasper.

Verbandsliga: Cleverns - Mentzhausen 2:5. Ausgerechnet bei den heimstarken Friesländern machte das Überraschungsteam dieser Saison die Meisterschaft perfekt. Cleverns hatte zuvor daheim noch keinen Punkt abgegeben. Aber die 1. Holz der Mentzhauser mit Frank Meischen, Ludger Ruch, Alfred Wulff und Niklas Wullf holte mit 52 Wurf fünf Schoet und 36 Meter heraus. Cleverns blieb in dieser Gruppe weit unter dem Schnitt. Die 1. Gummi der Gäste holte mit 50 Wurf noch 90 Meter heraus. Die Gastgeber punkteten mit der 2. Holz (48 Wurf/1,087) und der 2. Gummi (50 Wurf/ 110 m).

Cleverns Mannschaftsführer Heiko Janssen gab zu: „Das Wetter entsprach unseren Leistungen, besonders die Bürde der ersten Holz war schon zu groß. Unsere Gummi konnte Mentzhausen nicht mehr in Not bringen.“ Die Mentzhauser hätten in dieser Saison ihre Leistung konstant gebracht und seien deshalb ein verdienter Meister.

Bemerkenswert: In der Vorsaison hatte der neue Titelträger noch um den Klassenerhalt gekämpft. Diesmal nimmt er mit 23:3 Punkten den Platz an der Sonne ein. Die Mentzhauser haben schon einmal Landesliga-Luft geschnuppert – in der Saison 2010/11.

Der Mentzhauser Teamsprecher Detlef Müller freut sich auf die Landesliga und ist stolz auf die Mannschaft „Wir haben den Aufstieg auch mit jungen Werfern geschafft. Im Team stehen fast nur Einheimische aus Mentzhausen.“

Bezirksklasse: Haarenstroth - Moorriem 8:13. Die zweite Holz der Gastgeber verbuchte einen Sieg mit acht Schoet und 68 Meter. Dagegen waren die Gäste mit der 1. Holz (1,037), der 1. Gummi (2,103) und der 2. Gummi (9,037) erfolgreich.

Der Moorriemer Mannschaftsführer Eike Janßen war zufrieden. Alle Werfer seien hochmotiviert in den wichtigen Wettkampf gegangen. „Auf dem ersten Abschnitt war noch alles relativ ausgeglichen, aber dann ging es auf den Damm. Dort ist alles möglich“, sagte er. „Das war ein ganz wichtiger Auswärtssieg für den Klassenerhalt. Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden.“

Die Teams liegen im Abstiegskampf alle nah beieinander. Moorriem (13:13) hat sich auf Platz drei vorgearbeitet.

Moorwarfen - Abbehausen 13:0. Neuling Moorwarfen gab den Ton an und gewann mit der 1. Holz einen Schoet und 18 Meter, der 2. Holz acht Schoet und 66 Meter, der 1. Gummi 25 Meter und der 2. Gummi drei Schoet und 115 Meter. Moorwarfen (12:14) rangiert auf Rang sechs. Abbehausen ist mit derselben Punktzahl Vierter.

Waddens - Vielstedt/Hude 5:12. Die Zweitgruppen der Gastgeber gingen baden. Die Gäste holten mit der 2. Holz sechs Schoet und fünf Meter und mit der 2. Gummi sechs Schoet und 17 Meter heraus.

Die Waddenser Erfolge in der 1. Holz (3,024) und der 1. Gummi (2,090) waren zu wenig. Waddens (11:15 Punkte) rutschte auf den Abstiegsrang sieben ab. Vielstedt/Hude (18:8) ist Vizemeister.

Der Waddenser Boßelwart Holger Bruns resümierte: „In Bestbesetzung mit 20 Mann wollten wir gut aussehen. Aber schon an der Wende war klar, dass wir den Wettkampf nicht gewinnen konnten“, sagte er. „Wir haben dann auch noch vier Mann ausgetauscht, aber konnten das Ruder nicht mehr rumreißen. Jetzt müssen wir am letzten Spieltag das Kellerduell in Moorwarfen gewinnen, um die Klasse zu halten.“

Männer IV: In der BoßelLandesliga der Altersklasse Männer IV hat der Meister Spohle (21:1) mit 3:0 beim Tabellenletzten Moorburg/Hollriede (3:19) gewonnen. Altjührden/Obenstrohe (13:9) gewann knapp mit 1:0 gegen denn Vorletzten Leuchtenburg (5:19). Die Partie Reitland gegen Torsholt wurde auf den 14. März verlegt.

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