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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Fußball: Nichts Halbes und nichts Ganzes

22.05.2020

Wesermarsch Viele Fußball-Mannschaften aus der Wesermarsch haben in den vergangenen Tagen erstmals nach der Pause gemeinsam trainiert. Die meisten Spieler und Trainer sagen, dass sie froh sind, einen Schritt in Richtung Normalität gehen zu können.

Allerdings bricht niemand in Jubelstürme aus. Schließlich schränken Auflagen die Trainingsgestaltung ein. Selbst das beliebte Kreis- oder Eckchenspiel darf keinen Platz auf dem Trainingsplan einnehmen. Außerdem dämpft die Ungewissheit, ob, wie und wann der Spielbetrieb in diesem Jahr wieder aufgenommen wird, die Motivation.

Die Bezirksliga-Mannschaft des SV Brake hat am Dienstag erstmals wieder gemeinsam trainiert. In den kommenden Woche werde sich sein Team ein Mal pro Woche treffen, sagt Trainer Stefan Jasper. Die Beteiligung sei freiwillig. „Anders geht’s auch nicht. Für uns war es wichtig, dass wir uns mal wieder treffen und den Ball am Fuß haben.“

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Im Mittelpunkt stand das Torschusstraining. Ansonsten sei er in der Trainingsgestaltung arg limitiert, sagt er. „Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes.“

Brakes Ligarivale TSV Abbehausen wird am kommenden Donnerstag erstmals wieder als Mannschaft trainieren. Wenn Trainer Frank Meyer vorausblickt, wählt er nahezu dieselben Worte wie Jasper. Die soziale Komponente stehe an erster Stelle. „Es ist einfach schön, dass wir uns mal wieder treffen werden.“

Seine Spieler haben sich bis zur ersten Lockerung der Auflagen mit Läufen fit gehalten, sagt Meyer. Unmittelbar nach Wiedereröffnung der Tennisplätze habe er sie dazu ermuntert, zum Schläger zu greifen. „Es ging darum, einfach mal wieder gegen einen Ball zu hauen.“ Am Donnerstag dürfen die Grün-Gelben endlich mal wieder die größere Kunststoffkugel malträtieren. Die Planung der Einheit übernimmt Co-Trainer Raoul Kasper. „Ich bin froh, dass ich einen Kollegen habe, der sich da voll reinhaut“, sagt Meyer.

Er sieht der Einheit dennoch mit gemischten Gefühlen entgegen. „Training ohne Zweikämpfe macht keinen Spaß. Wir können uns den Ball zwar hin- und her schießen. Aber spätestens nach zehn Minuten wird das langweilig.“ Außerdem werde es schwer, die Hygienevorschriften einzuhalten. „Ich werde alles genau überwachen“, kündigt Meyer an – die Gesundheit stehe an erster Stelle, und man wolle keine Strafen riskieren.

Die Palette der kleinen Sorgen und Nöte ist in der Corona-Krise größer geworden. Während sich die Trainer vor einer Übungseinheit oftmals den Kopf darüber zerbrechen, ob genügend Leibchen zur Verfügung stehen, dreht sich in diesen Zeiten auch im Fußball vieles um das Thema Desinfektionsmittel. „Hoffentlich haben wir auch genügend dabei“, sagt Meyer.

Der SC Ovelgönne hat schon in der vergangenen Woche trainiert, sagt Trainer Marco Kuck. „Alle sind schon komplett umgezogen angekommen. Alles wurde genau protokolliert.“

Zunächst musste er den Informationsbedarf seines Teams stillen. „Die Jungs wollten wissen, wie es in diesem Jahr weitergeht. Aber das können wir ihnen ja leider noch nicht sagen.“

Anschließend ging es auf den Platz. Nach einer lockeren Aufwärmphase bat Kuck auch zu einigen intensiveren Läufen. „Da waren die Jungs natürlich begeistert“, sagt Kuck und lacht. Anschließend durften seine Spieler immerhin noch ihre Schusskraft testen.

Es sei eben nur reines Grundlagentraining möglich, sagt Kuck. „Mit Fußball hat das nicht viel zu tun. Fußball bedeutet Zweikämpfe und Körperkontakt.“ Meyer und Jasper sehen das genauso.

Das rät der DFB

Zum Wiedereinstieg ins Training unter Auflagen nach der Corona-Zwangspause hat der Deutsche Fußballbund (DFB) einen Leitfaden mit Tipps für Amateurvereine erstellt.

Gesundheitszustand: Bei Krankheitssymptomen sollen Betroffene zu Hause bleiben. Vereine sollten abklären, ob es in den angedachten Trainingsgruppen Kandidaten einer Risikogruppe gibt – dann ist nur geschütztes Individualtraining empfohlen.

Organisatorische Voraussetzungen: Es muss sichergestellt sein, dass der Trainingsbetrieb in der jeweiligen Kommune behördlich gestattet ist. Zudem soll eine Ansprechperson (Hygienebeauftragte*r) im Verein benannt werden, die als Koordinator für sämtliche Anliegen und Anfragen zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs zuständig ist.

Organisatorische Umsetzung: Eine Platzhälfte soll von maximal einer Trainingsgruppe genutzt werden. Die Trainingszeiten sind so zu organisieren, dass ein Aufeinandertreffen mehrerer Gruppen vermieden wird. Die Trainingsbeteiligung je Trainingseinheit soll gewissenhaft dokumentiert werden. Auf Fahrgemeinschaften bei der Anfahrt soll möglichst verzichtet werden. Alle Teilnehmer sollen bereits umgezogen auf das Sportgelände kommen, oder müssen sich direkt am Platz umziehen. Ein Verlassen der Anlage hat direkt nach dem Training zu erfolgen. Alle Trainingsformen müssen unter Einhaltung der Abstandsregeln durchgeführt werden. Dies erfordert die Bildung von kleineren Gruppen, die im Optimalfall bei jeder Trainingseinheit in der gleichen Zusammensetzung zusammenkommen. Als weiteren Service bietet der DFB konkrete Trainingstipps für alle Altersklassen an.

Mehr Infos: www.dfb.de

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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