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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Starke Spielzeit mit kleinen Kratzern

16.06.2018

Wesermarsch Aufstieg, Klassenerhalt, Abstieg: Die höherklassig spielenden Fußballvereine aus der Wesermarsch haben in der gerade abgelaufenen Saison 2017/18 die komplette Bandbreite abgedeckt. Das Positive überwiegt allerdings. Fast alle Mannschaften haben ihre gesteckten Saisonziele erreicht.

Ganz oben in der Rangliste steht der SV Brake. Als Top-Favorit der Bezirksliga gestartet, wurde er seinem Status gerecht und feierte letztlich die Meisterschaft und den damit verbundenen Landesliga-Aufstieg mit neun Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzweiten, VfL Wildeshausen. „Zwischendurch sah es mal nicht so gut aus. Aber unser Trainer Gerold Steindor hatte alles im Griff und hat dafür gesorgt, dass wir den anvisierten Aufstieg geschafft haben“, sagt Abteilungsleiter Lars Bechstein.

Oft beobachtet wurden die Braker von Wolfgang Rohde. Der Trainer vom AT Rodenkirchen sah eine „überragende“ Saison. „Die Braker haben tolle Einzelspieler. Wer so durch die Bezirksliga marschiert, hat den Titel auch verdient“, meint er. „Selbst wenn sie mal nicht so gut waren, haben sie trotzdem gewonnen. Aber gerade zu Hause haben sie tolle Spiele abgeliefert“, sagt Rohde. Die Landesliga wird allerdings ein anderes Kaliber. Um dort zu bestehen, müssen die zahlreichen Zugänge einschlagen.

Auch der Braker Bezirksliga-Rivale TSV Abbehausen hat eine gute Saison gespielt. Dabei hatten die Grün-Gelben unter Trainer Marco Kuck am Anfang noch große Probleme. Die Einstellung bei den Spielern stimmte nicht, weshalb Kuck im Herbst die Brocken hinwarf. „Nach dem Trainerwechsel zu Frank Meyer hin hat der TSV aber sehr stark gespielt“, sagt Rohde. Trainer und Spieler hätten zusammen „richtig gute Arbeit“ geleistet. „Die Abbehauser sind immer als Mannschaft aufgetreten. Daumen hoch. Das war eine konstant gute Leistung“, sagt Rohde. In der Endabrechnung landete der TSV auf dem fünften Platz, die beste Platzierung seit dem Wiederaufstieg vor sechs Jahren. In der Rückrundentabelle landeten die Grün-Gelben sogar auf dem zweiten Rang.

Nicht ganz so erfolgreich lief die Saison für die Kreisligisten. Schwarz-Rot Esenshamm wollte in der Fusionsliga oben mitspielen. Das schaffte das Team auch – es wurde Fünfter. Aber es wäre weitaus mehr drin gewesen. Das sieht Rohde ähnlich. „Eigentlich ist das Abschneiden enttäuschend. Es wird wahrscheinlich nie wieder so einfach wie diesmal, in die Bezirksliga aufzusteigen. Dazu waren die Leistungen aber nicht konstant genug. Es gab Hochs und Tiefs“, meint Rohde. Das Esenshammer Team hatte mit einigen Trainerwechseln zu kämpfen. Andreas Siepe gab sein Amt im Herbst ab, woraufhin Obmann Siegfried Adamietz und Sascha Wachsmann übernahmen. Im Februar stieg dann Frank Schunke ein, der aber nach nur wenigen Spielen wieder vom Duo Adamietz/Wachsmann wegen anhaltender Erfolglosigkeit abgelöst wurde.

Der 1. FC Nordenham beendete die Saison als Tabellenachter. Er schaffte den Klassenerhalt problemlos – und nichts anderes war das Ziel der Mannschaft von Trainer Mario Heinecke. „Der achte Platz war wohl ungefähr das, was man erwarten konnte“, meint auch Rohde. „Der FCN ist nie in Abstiegsgefahr geraten, obwohl er oft Personalprobleme hatte.“

Die Spielvereinigung Berne hingegen belegte in der Kreisliga Oldenburg Land/Delmenhorst den letzten Platz. Sie steigt ab und spielt in der nächsten Saison in der 1. Kreisklasse Süd. Und damit haben die meisten, die sich mit dem Fußball in der Wesermarsch befassen, nicht gerechnet. Zu diesen Menschen zählt auch Rohde. „Da hätte ich mehr erwartet. Die Berner hatten schon einen relativ großen Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Aber den haben sie verspielt, obwohl die anderen Vereine auch nicht gerade super Mannschaften hatten“, sagt er. Unmittelbar vor dem letzten Spieltag hatten die Berner noch einen Nichtabstiegsplatz belegt. Doch eine indiskutable Leistung in der letzten Partie beim TuS Heidkrug (1:3) besiegelte den Abstieg.

Berne muss runter. Aber der ESV Nordenham geht hoch in die Kreisliga. „Die Nordenhamer haben eine tolle Mannschaft“, meint Rohde. Gerade in der Offensive tummelten sich herausragende Spieler. „In der Abwehr hat der ESV Schwächen. Aber mit der Rückkehr von Torhüter Mike Strahlmann kam wieder mehr Sicherheit ins Spiel“, sagt Rohde, der dem ESV in der kommenden Saison zutraut, in der Kreisliga ordentlich für Furore sorgen zu können. Indes: Der Leistungsunterschied zwischen den Ligen ist schon immens.

Der in der Landesliga Bremen spielende SV Lemwerder belegt vor dem letzten Spieltag den fünften Platz. Er könnte aber noch Dritter werden. Lange schnupperte die Mannschaft von Trainer Norman Stamer sogar an den Aufstiegsplätzen. „Die Leistungen schwankten etwas“, sagt Rohde. Aber er ergänzt: „Der Aufstieg in die Oberliga war wohl auch nicht das Ziel. Deswegen ist die Bilanz vollkommen in Ordnung.“

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