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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Spitzensportlerinnen überraschen sich selbst

11.02.2019

Wesermarsch Ihre Leistungen waren außergewöhnlich, ihre Erfolge riesig. Die fünf Sportlerinnen aus der Wesermarsch, die zur Wahl der Sportlerin des Jahres 2018 stehen, haben Herausragendes geleistet. Die NWZ stellt die Kandidatinnen im Folgenden vor, blickt mit ihnen zurück – und schaut mit ihnen auch nach vorne.

Die Wurfscheibenschützin Christin Hilmer aus Rodenkirchen vom Jade Wurftaubenclub gewann bei den Deutschen Meisterschaften die Silbermedaille in der Flintendisziplin Trap – und bewies damit einmal mehr ihr überbordendes Talent. Sie selbst hatte mit dem Erfolg nicht gerechnet. „Ich war schon sehr überrascht“, sagt sie und lacht. „Ich habe ja nicht mal halb so viel trainiert wie in den Jahren zuvor.“

Bei den deutschen Titelkämpfen in München habe sie im Training zunächst gemerkt, dass ihr die Praxis auf fremden Schießständen schon ein wenig fehlte. Aber im Wettkampf war sie voll da. „Ich bin schließlich ehrgeizig und möchte immer gut schießen.“ Das gelang der ehemaligen Kader-Schützin – und wie. „Ich habe im Wettkampf deutlich weniger Druck verspürt als sonst. Das liegt wohl daran, dass ich eben keine Kaderschützin mehr bin.“ Schon im Vorkampf lief es. „Da ist das Niveau in der Damen-Konkurrenz extrem hoch. Das ist etwas anderes als bei den Juniorinnen“, sagt sie. Im Finale werde dann alles auf null gestellt. „Das ist auch Glückssache. Da kann alles passieren. Meistens gewinnt die Schützin, die am besten in den Wettkampf reinkommt.“ Christin Hilmer nutzte ihre Chance und zeigte, dass sie zu den besten Flintenschützinnen im Land zählt.

Die Leichtathletin Jule Wachtendorf gehört in ihrer Altersklassen zu den besten Sprinterinnen und ist nicht ohne Grund die amtierende Sportlerin des Jahres. Diesen Titel hat sie auch schon im Jahr davor gewonnen. Die Leichtathletin vom SV Nordenham ist Hallen-Landesmeisterin im 60-Meter-Sprint der Altersklasse W 14. Im Freien holte sie über 100 Meter den Vize-Titel. Im Block „Lauf“ gewann sie die Bronzemedaille bei den Landesmeisterschaften.

Über ihren Titel in der Halle freut sie sich immer noch riesig. Aber auch die Silbermedaille über die 100 Meter hat einen hohen Stellenwert. „Ich wusste, dass ich über die 100 Meter nicht ganz so stark bin, weil mir nach hinten raus noch die Power fehlt“, erzählt sie. „Aber die Spitze ist dicht beisammen. Da ist meistens die Tagesform entscheidend.“ In diesem Jahr hat sie ihren Titel in der Halle schon erfolgreich verteidigt. Über die 100 Meter möchte sie unter die besten Drei kommen. „Aber vor allem will ich eine neue Bestzeit über 100 Meter laufen.“ Die stammt aus dem Jahr 2017 – und da war ich noch deutlich jünger.“

Das Jahr 2018 lief für Janne Sosath-Hahn nahezu perfekt. Die Springreiterin vom Reit- und Fahrverein Sturmvogel Berne gewann das Finale der großen Tour für Amateure beim Agravis-Cup in Oldenburg und platzierte sich unter anderem im Finale der deutschen Amateurmeisterschaften in Dagobertshausen, einer Springprüfung der Klasse S*. Diese Erfolge sind aber nur die Höhepunkte auf einer langen Liste mit hervorragenden Ergebnissen. Dazu zählt zum Beispiel auch der Sieg im Barriere-Springen in Elmlohe. „Ich habe mich in jedem S-Springen mit Casiro platziert“, sagt die Reiterin. „Es hat einfach immer geklappt“, sagt sie und gibt zu, dass sie das schon ein wenig überrascht hat. Schließlich kann sie im Vergleich mit vielen anderen Konkurrentinnen und Konkurrenten nur eingeschränkt trainieren.

Und sie wäre keine Klasse-Reiterin, wenn sie nicht die Bedeutung ihrer tierischen Partner in den Vordergrund stellen würde. „Ich hatte immer Top-Pferde dabei, denen ich vollkommen vertraue.“

Die guten Ergebnisse schlugen sich auch auf die Ranglistenpunktzahl nieder: Im Jahr 2018 knackte sie die 5000-Punkte-Marke. 5462 Zähler sind’s geworden. „Das ist schon etwas besonderes für mich“, sagt sie.

Anskje Gerhardt hat im Jahr 2018 ein waschechtes Double gewonnen. Die Tennisspielerin vom TK Nordenham gewann die Regionsmeisterschaft in der Halle in der Altersklasse U 14 und im Freien in der Altersklasse U 16. Und fast wäre aus dem Double noch ein Triple geworden. Im Wettbewerb der Frauen belegte sie bei den Titelkämpfen auf Regionsebene den dritten Rang. „Es macht schon Spaß zu gewinnen“, sagt sie, betont aber zugleich, dass es in Duellen bei Regionstitelkämpfen nicht immer angenehm sei, Spielerinnen zu besiegen, mit denen sie auch trainiere.

Der dritte Platz in der Frauenkonkurrenz nimmt bei ihr einen hohen Stellenwert ein. „Das war schon ein starkes Feld“, sagt sie.

Wie allen Sportlerinnen und Sportlern fällt es ihr schwer, über ihre Stärken zu sprechen. „Ich habe nicht die eine große Stärke, sondern kann von jedem ein bisschen“, sagt sie. Wichtig sei, dass der Aufschlag kommt. „Ansonsten ist es schwer, das Spiel zu eröffnen.“ In diesem Jahr möchte sie einfach nur dabei bleiben, aber auch ihre Leistungsklasse verbessern. „Mal gucken, ob das klappt.

Mareile Folkens eilte im vorigen Jahr von Erfolg zu Erfolg. Die Friesensportlerin vom KBV Waddens gewann in der A-Jugend die Verbandsmeisterschaft im Straßenboßeln mit der Eisenkugel. Im Mehrkampf belegte sie Platz fünf. Zudem wurde sie Deutsche Vizemeisterin im Hollandkugel-Werfen. „Das war schon toll“, sagt sie. In der Frauenklasse holte sie bei den Verbandstitelkämpfen im Werfen mit der Hollandkugel ebenfalls Bronze. Vielseitigkeit ist trumpf – Experten bezeichnen sie als Alleskönnerin.

Sie selbst hat aber eine Lieblingsdisziplin: das Eisenkugelwerfen. „Mit der Eisenkugel werfe ich jetzt seit rund drei Jahren. Das macht mir richtig Spaß“, sagt Mareile, die durch ihren Vater Rainer den Weg zum KBV Waddens gefunden hat.

Ihre Klasse mit der Eisenkugel bestätigte sie in der laufenden Championstour mit einem Tagessieg. Die junge Sportlerin hat aber noch genügend Ziele: „Auch bei der Europameisterschaft will ich angreifen.“ Klare Worte.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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