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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Ochsenrennen: Zahm, aber ehrgeizig und ein Siegertyp

19.07.2010

RODENKIRCHEN Kurz vor dem Viertelfinale hatte Ilona Tetzlaff einen heißen Tipp: Hugo werde das Ochsenrennen gewinnen, sagte die Geschäftsführerin von Nordenham Marketing & Touristik (NMT) voraus. Willem, für NMT am Start, werde es wohl kaum schaffen. Welch ein Irrtum!

Sektdusche für den Sieger

Denn Willem hängte sie alle ab. Mit seinem Jockey Arndt Fortkamp auf dem Rücken galoppierte der Ochse durch ein furioses Finale. Arndt Fortkamp bekam von seiner Freundin Janka Reiners einen Kuss – und dann machte es plötzlich plopp: Mehrere Sektflaschen wurden entkorkt und ihr Inhalt ergoss sich über den strahlenden Sieger. Jetzt war die „Formel Ox“ doch noch wie die Formel Eins: Für den Sieger gab es eine Sektdusche.

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Arndt Fortkamp genoss sein Glück und nahm zuerst Janka Reiners in den Arm und dann Willem. Wie ist so ein Sieg möglich? „Liebe zum Tier und viel Training“, sagte der 23-jährige Kfz-Mechatroniker aus Stollhamm. Zu den Ochsen ist er über seine Freundin gekommen, die beim ersten Rennen vor zwei Jahren noch Auszubildende bei NMT war. Der Nordenhamer Marketingverein wollte sich auch an dem Rennen beteiligen und suchte einen Jockey. Arndt Fortkamp ließ sich von Janka Reiners überreden.

Auf Noxi erreichte er 2008 Platz 5. Mit Willem, wurde ihm an diesem Wochenende klar, würde es besser laufen. Denn bei den Trainingsläufen kam das Duo immer auf einen der ersten drei Plätze. Willem gehört Wim Stuijt aus Esenshammergroden, war mit zwei Jahren einer der jüngsten Ochsen des Rennens und mit 600 Kilogramm einer der leichtesten. Zudem beschrieb Arndt Fortkamp das Tier der Rasse Holstein-Frisian als sehr zahm: „Ich könnte mich so zu ihm in die Box legen.“ Aber ehrgeizig war er an diesem Sonntag eben auch.

Ehrgeizig war auch Rocky, eine 675 Kilogramm schwerer Kreuzung aus Schwarzbunt und Charolais. Er stammt aus dem Stall des Zwischenahners Detlef Lohse, der mit seinem Roundup – einem weißen Texas-Hut mit an den Seiten hoch gebogenen Krempen – und seinem dunklen Duster – das ist ein wadenlanger Sommermantel – eine markante Erscheinung war. Seine Tochter Kea erreichte mit Rocky Platz zwei. Auf Platz drei kam Axel aus dem Stall des Moorseers Frank Vorwerk, geritten von Friederike Luers. Mit dem undankbaren vierten Platz – für ihn gab es weder Pokal noch Geldpräsent – musste der Wesersprinter aus dem Stall von Folkert Folkens, Abbehausergroden, geritten von Jasmin Gollenstede, vorlieb nehmen.

Blacky scheidet aus

Damit war der Wesersprinter aber immer noch deutlich erfolgreicher als der Vorjahressieger Blacky, der im Viertelfinale ausschied. Blacky stammt aus dem Stall von Rainer Schwäke und wurde von Mara Schwäke geritten. Dass die 13 keineswegs eine Glückszahl sein muss, zeigte auch der Halbfinal-Lauf von Rippchen, ebenfalls aus dem Stall von Frank Vorwerk. Rippchen führte zunächst, überlegte es sich aber mitten im Rennen plötzlich anders und blieb stehen. Der vermeintliche Favorit Hugo aus dem Stall von Manfred Büsing überstand schon das Viertelfinale nicht: Er warf seine Reiterin Marlin Meyer ab und trabte allein ins Ziel.

Manfred Büsing nahm‘s sportlich: „Hugo hat sich doch gut geschlagen. Und wenn die Ochsen nicht wollen, dann wollen sie eben nicht.“

Ja, so war es eben. Kein Ochse wurde zu etwas gezwungen, was er nicht wollte. Anders als vor zwei Jahren hatten die Tiere nicht einmal mehr Zügel: „Sie laufen sowieso, wie sie wollen“, resümierte Ilona Tetzlaff. Und: „Im Zweifelsfall ist der Ochse immer stärker als der, der auf ihm reitet.“ Das müssen sich die Ochsen selbst wohl auch gesagt haben, so vollkommen entspannt, wie sie in ihren Boxen unter dem Zeltdach auf Stroh und neben einer Wanne voll frischem Wasser auf ihren nächsten Einsatz warteten.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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