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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Zünftiger Ball mit 150 Gästen

27.10.2014

Rodenkirchen Seit 150 Jahren gibt es den Reit- und Fahrverein Rodenkirchen. Und vor 150 Jahren, genauer gesagt am 26. Oktober 1864, stellte der Bäckersohn Philipp Reis im Physikalischen Verein in Frankfurt den Prototyp seines Fernsprechers vor und sprach die berühmten Worte: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“. Das tut es zweifelsohne heute auch noch nicht, obwohl sich die Geschmäcker des modernen Reitpferdes sicherlich etwas unterscheiden.

Das große Jubiläum begingen die Mitglieder des Reit- und Fahrvereines am Sonnabend mit einem zünftigen Ball in der Markthalle. Zum Fest kamen rund 150 Mitglieder und Freunde aus Reitervereinen der ganzen Wesermarsch und überbrachten ihre Geburtstagsgeschenke.

Vorsitzender Hardy Reinders begrüßte alle nach dem Sektempfang – darunter den 73-jährigen Gerold Holste als langjährigstes Mitglied und den Vorsitzenden des Kreisverbandes der Reit-, Fahr- und Rennvereine Wesermarsch, Werner Trüper. Mit Stolz könne der Verein auf ein so langes Bestehen und erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Rodenkircher Reiterinnen und Reiter seien nicht nur auf regionalen Turnieren erfolgreich unterwegs, sie hätten auch immer wieder erfolgreich die Oldenburger Farben überregional vertreten.

Durch eine gesunde Mischung aus Leistungs- und Breitensport sowie Pflege von Gemeinschaft und Geselligkeit hätten es die Mitglieder verstanden, ein aktives Vereinsleben zu gestalten und sich dabei auch verändernden Mitgliederstrukturen anzupassen, lobte Werner Trüper.

Breitensport

Der Verein habe dazu beigetragen, dass sich Reitsport mehr und mehr einer großen Zahl an Pferdefreunden geöffnet habe. Aus dem einstigen Prestigesport habe sich ein Breitensport entwickelt. Freizeitreiter, Voltigierabteilungen, Ponyabteilungen oder auch Westernreiten gehörten heute ganz selbstverständlich zu den Vereinsaktivitäten.

Werner Trüper überreichte dem Vorstand einen Scheck für die Unterhaltung der Reitanlage anstatt des sonst üblichen Erinnerungstellers.

Zu Beginn der Vereinsgeschichte waren Pferde noch fester Bestandteil der Landwirtschaft als einzige „Zugmaschinen“ und unverzichtbare Helfer auf Feld und Acker. Doch auch vor 150 Jahren gab es schon begeisterte Reiter, die nach getaner Arbeit Spaß an abendlichen Ritten oder pferdesportlichen Übungen hatten. So bildete sich auch in Rodenkirchen eine Gruppe von Männern, die sich zum Reiten und Feiern traf. Der Reit- und Fahrverein wurde am 3. April 1864 von Ad. Lübben und A. Gristede gegründet mit dem Zweck, Reitübungen zu fördern, gemeinsame Ausritte zu unternehmen und Wettrennen zu veranstalten.

1891 trat der Verein dem Wesermarsch-Rennverein bei. Es wurden Rennen abwechselnd in Rodenkirchen, Nordenham, Berne abgehalten. Seinen Sitz hatte der Verein zunächst in der heutigen Markthalle, die 1894 als Longierhalle errichtet wurde. Hier gab’s vor allem oldenburgische Hengstkörungen. In freien Zeiten konnten Vereinsreiter die Halle nutzen.

Umzug im Jahr 1978

Bis in die 70er Jahre ritten die Mitglieder in der Longierhalle und auf dem angrenzenden Marktplatz. 1978 erfolgte dann der Umzug auf die Anlage in Hartwarden, wo eine Reithalle, eine Pferdestall und zwei Außenplätze den 140 aktiven Mitgliedern zur Verfügung stehen.

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