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NWZonline.de Region Wesermarsch Lokalsport

Sport: „Zukunft der Vereine liegt in Bündnissen“

24.02.2017

Brake /Wesermarsch „Es ist Zeit, auf Zukunft umzustellen.“ Boris Pistorius (SPD), niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, machte bei einer Diskussion mit Vereinsvertretern aus der Wesermarsch am Donnerstag deutlich, dass sich die Sportvereine den gesellschaftlichen Veränderungen stellen müssen. So nehme die Neigung ab, sich langfristig zu binden, ebenso, sich ehrenamtlich zu engagieren. Dadurch seien herkömmliche und bewährte Strukturen der Sportvereine schwer aufrecht zu erhalten.

Die provokante Frage „Sportvereine – ein Auslaufmodell?“, unter die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann die Veranstaltung in „Wiechmanns Weserhotel“ gestellt hatte, verneinte der Minister vehement. Vielmehr habe sich das Modell Sportverein bewährt. Nun müsse die gesellschaftliche Entwicklung aufgegriffen werden: „Wir brauchen Sportvereine, die antizipieren, woher der Ball kommt.“ Angebote für Nichtmitglieder gehörten ebenso zu einer modernen Ausrichtung wie die Ansprache besonderer Zielgruppen und professionelle Strukturen. Da diese von kleinen Vereinen alleine nicht aufgebaut werden könnten, führe kein Weg an der Zusammenarbeit vorbei. Die könne von Kooperationen in einzelnen Sparten über Verbünde beim Bau von Sportstätten bis hin zur Fusion von Vereinen reichen. „Das könnte viele Probleme lösen.“ Von den 146 Sportvereinen in der Wesermarsch haben nur zehn mehr als 800 Mitglieder, 77 aber weniger als 150.

Der Minister räumte aber auch ein, dass die Rahmenbedingungen verbessert werden müssen. Denn die Probleme, die der Vorsitzende des Kreissportbundes, Wilfried Fugel, aufzählte sind zahlreich: Es falle immer schwerer, ehrenamtliche Vorstandsposten zu besetzen, Übungsleiter zu finden und Mitglieder zu gewinnen. Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen erschweren die Situation in der Wesermarsch zusätzlich.

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Gefragt sei deshalb auch eine Kommunalaufsicht (Landkreis), die den Kommunen trotz angespannter Haushaltslage Investitionen im freiwilligen Bereich Sport erlaube, so Fugel, etwa durch Zuschüsse bei der Übernahme von Turnhallen nach Schulschließungen. Unterstützt wurde er bei der Forderung nach einer flexibleren Kommunalaufsicht von Brakes Bürgermeister Michael Kurz (SPD).

Zwar sind in der Wesermarsch 36 069 Menschen in Sportvereinen organisiert, knapp 40 Prozent der Bevölkerung. Geringen Zuwächsen vor allem im Bereich der über 41-Jährigen stünden aber erhebliche Rückgänge (7 Prozent) bei den 7- bis 18-Jährigen gegenüber, so Fugel. Ein Erklärungsansatz sei die Ganztagsschule: „Wir haben aber gar nicht die Chance in Kooperationen mit den Schulen zu gehen, weil die Übungsleiter fehlen.“ Helfen könne die Politik durch Vereinfachung von Haftungsfragen, im Steuerrecht sowie im Vergabe- und Tariftreuegesetz.

Bei Letzterem sei man auf einem guten Weg, stellte Logemann Verbesserungen in Aussicht, bei Förderprogrammen gebe es Gespräche mit dem Bund, so Pistorius. Der Wesermarsch, so Fugel, könne auch eine Überarbeitung des Finanzausgleichs bringen. Spezielle Förderprogramme für schwächere Landkreise an der Küste könnten helfen.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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