Nordenham - Das Airbus-Werk Nordenham muss in einigen Abteilungen die Produktion herunterfahren, weil es Engpässe bei der Materialversorgung gibt.

Auslöser sind erhebliche Störungen in der Informationstechnologie des Logistik-Dienstleisters, der an dem Standort die Lagerverwaltung betreibt.

Airbus-Pressesprecher Daniel Werdung hat auf Nachfrage dieser Redaktion die Störungen bestätigt. Zu den genauen Ursachen konnte er aber keine Angaben machen. „Die Untersuchungen dauern noch an“, sagte der Airbus-Sprecher.

Experten arbeiten nach seinen Angaben an einer Lösung des Problems, um möglichst schnell den reibungslosen Betrieb wiederherzustellen. Wann es dazu kommt, sei zurzeit nicht absehbar.

Von den Beeinträchtigungen bei der Materialbelieferung sind die Abteilungen in dem Nordenhamer Flugzeugwerk, das auf die Fertigung von Rumpfschalen für Airbus-Jets spezialisiert ist, unterschiedlich betroffen. Entsprechend werden nach Auskunft des Airbus-Sprechers in den einzelnen Produktionsbereichen „individuelle Maßnahmen“ ergriffen.


In den Abteilungen, in denen aufgrund fehlender Teile nicht gearbeitet werden kann, bleiben Beschäftigte unter Nutzung ihrer Arbeitszeitkonten zu Hause oder nehmen an Weiterbildungen teil.

Das für den Betrieb des Materialwirtschaftszentrums zuständige Logistikunternehmen hat sich zu den IT-Störungen bisher nicht geäußert. Eine Anfrage dieser Redaktion blieb unbeantwortet. In Online-Foren wird die Vermutung verbreitet, dass ein Hacker-Angriff zum Absturz der Computersysteme geführt haben könnte.