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Metal-Drummer Michael Ehré aus Nordenham Neues Video, neue Alben und eine kräftige Abreibung

Jens Milde
Die Band The Unity mit dem Nordenhamer Schlagzeuger Michael Ehré (2. von rechts) bringt ein neues Album heraus.

Die Band The Unity mit dem Nordenhamer Schlagzeuger Michael Ehré (2. von rechts) bringt ein neues Album heraus.

Michael Stammwitz

Nordenham - Im neuen Video der Band The Unity ist alles ein bisschen anders: Da tauschen Schlagzeuger Michael Ehré und seine Kollegen ihre schwarzen Klamotten gegen kurze Turnhosen und bunter Shirts. Sie legen sich Schweißbänder an und stolzieren siegesgewiss in weißen Socken und Turnschuhen in die Sporthalle. Wenig später gibt’s eine kräftige Abreibung von den Volleyballfrauen des SV Nordenham.

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Solche selbstironischen Auftritte sind für Metal-Bands eher ungewöhnlich. „Wir wollten einfach mal etwas anderes ausprobieren“, sagt Michael Ehré. Das Video, das bei You Tube inzwischen 25.000 Mal geklickt wurde, ist ein Vorgeschmack auf das neue Album von The Unity. Es soll am 25. August erscheinen und ist nur eines von vielen Projekten, mit denen der Nordenhamer Profi-Musiker zurzeit beschäftigt ist.

Gut überstanden

Die Corona-Zeit, die für viele freischaffende Künstler ein herber Rückschlag war und noch immer ist, habe er ganz gut überstanden, sagt Michael Ehré. Damit geht’s ihm besser als vielen anderen Musikern. Noch immer leidet die Branche unter den Nachwirkungen der Pandemie: Tournee und Festivals werden abgesagt, die Besucherzahlen bei Konzerten sind eingebrochen, und die Kosten sind explodiert.

Für den Nordenhamer hatte Corona bei allen Unsicherheiten im Nachhinein auch etwas Gutes. Die Phase, in der Live-Konzerte nicht möglich waren, hat er genutzt, um das zu tun, was in den eigenen vier Wänden möglich ist: Er hat Schlagzeugspuren für andere Bands weltweit eingespielt, hat sein Studio-Equipment aufgerüstet und sich mit der Produktion von Musik beschäftigt. Zuletzt hat Michael Ehré ein Album für die Hamburger Band Velvet Viper produziert. Der 52-Jährige freut sich über die „super Kritiken“, die das Album gerade bekommt.

Eine großartige Erfahrung war für den Nordenhamer Anfang des Jahres das Mitwirken bei „Rock Meets Classic“. Gemeinsam mit einer Band und einem Orchester hat Michael Ehré zehn Shows in großen Konzerthallen gespielt, unter anderem in München, Würzburg und Oberhausen. Zeitweise standen bis zu 40 Musiker auf der Bühne, darunter Sänger mit großen Namen: Joey Tempest von Europe zum Beispiel, Dee Snider von Twisted Sister und Maggie Reilley, die einst für Mike Oldfield „Moonligt Shadow“ gesungen hat. Für den Nordenhamer war die Zusammenarbeit eine große Sache, eine Art Vorstoß in die Champions League. Nicht zuletzt entstehen durch solche Projekte neue Kontakte, die bestimmt nicht schaden können. Auf jeden Fall ist der Nordenhamer für „Rock meets Classic“ 2024 bereits gebucht.

Zwei Alben

Zunächst aber steht die Veröffentlichung zweier Alben an. Am 25. August kommt das fünfte Album von The Unity auf den Markt. „The hellish Joyride“ heißt es. Eine Woche später gibt’s ein neues Album von Primal Fear. Die ersten Rückmeldungen, die Michael Ehré von Musik-Redakteuren bekommen hat, klingen vielversprechend. Am 1. September geht Michael Ehré mit beiden Bands auf Tour – ein Mammut-Programm für den Trommler, der sich unter anderem mit Kraft- und Ausdauertraining darauf vorbereitet. Zwischendurch gibt er Schlagzeugunterricht und produziert. Zurzeit arbeitet Michael Ehré mit einer Nordenhamer Band im Studio – mit den Hunky Dories.

Michael Ehré und Oliver Morawietz bei Studio-Aufnahmen

Michael Ehré und Oliver Morawietz bei Studio-Aufnahmen

Der nächste Auftritt in Nordenham ist für den 27. Januar 2024 geplant. Dann spielt der Drummer mit The Unity in der Jahnhalle. „Der Vorverkauf läuft bereits richtig gut“, freut sich Michael Ehré.


Der Schlagzeuger ist übrigens dankbar, dass die Volleyballfrauen des SV Nordenham den Spaß mit dem Video mitgemacht haben. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch Marlon Knötig. Der Nordenhamer hat den Film zum Song „Always Two Ways To Play“ gedreht und geschnitten.

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