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Informationsveranstaltung im Technologiezentrum Nordenham Leichtbau als Schlüssel zur nachhaltigen Zukunft

Rolf Bultmann
Mit den Hochleistungswerkstoffen der Zukunft beschäftigten sich die Teilnehmer einer Informationsveranstaltung im Technologiezentrum Nordenham, bei der Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (2. von rechts), den Impulsvortrag hielt.

Mit den Hochleistungswerkstoffen der Zukunft beschäftigten sich die Teilnehmer einer Informationsveranstaltung im Technologiezentrum Nordenham, bei der Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (2. von rechts), den Impulsvortrag hielt.

Rolf Bultmann

Einswarden - Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mache sehr deutlich, dass Deutschland nicht länger von der Energiezufuhr aus einem Land abhängig sein dürfe. „Auch mit Blick auf den fortschreitenden Klimawandel ist es von großer Bedeutung, die Energiewende voranzutreiben“, sagte Björn Thümler. Bei deren Gestaltung sind nach Ansicht von Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur wichtige Schlüsseltechnologien ein wesentliches Thema.

„Composites – Hochleistungswerkstoffe der Zukunft“ lautete das Thema einer Informationsveranstaltung, zu der das Technologiezentrum Nordenham gemeinsam mit Niedersachsen Aviation, einer Initiative des Landes zur Unterstützung der Luft- und Raumfahrtindustrie in Niedersachsen, und dem Maritimen Cluster Norddeutschland, einem Netzwerk der maritimen Branche, für Freitag in die Einswarder Entwicklungs- und Lernstätte eingeladen hatte.

Idealer Ort

Besonders in der Mobilitätsindustrie (Luftfahrt, Autobranche, Schiffbau) ist der klimagerechte Leichtbau ein Schlüssel auf dem Weg zur nachhaltigen Zukunft. Mit der Veranstaltung sollte nicht nur der Technologietransfer zwischen den Branchen gefördert, zu denen auch die Windkraft gehört, sondern idealerweise auch neue Kooperationen für weitere notwendige Entwicklungen initiiert werden.

Für Björn Thümler ist das Nordenhamer Technologiezentrum, dessen Träger zu je 50 Prozent der Landkreis Wesermarsch und die Stadt Nordenham sind, der ideale Ort für den Technologietransfer. Zum einem fungiere das TZN als Schnittstelle, die handwerkliche und mittelständische Unternehmen sowie die regionalen Branchen Energiewirtschaft, Automotive und maritime Wirtschaft erreichen möchte. Zum anderen habe es die Funktion als Lernort, Ansprechpartner und Leuchtturm für neue Technologien, wobei Synergien und innovative Ideen entstehen und reifen können.

Leichtbaukonzepte rückten verstärkt in den Fokus der Wissenschaft und Wirtschaft, machte der Minister in seinem Impulsreferat deutlich. Verbundwerkstoffe könnten in ihrer Vielfalt und ihren umfangreichen Einsatzmöglichkeiten einen entscheidenden Faktor bei der Einsparung von Kohlendioxid leisten. Sie seien damit als wichtiger Teil der Mobilitäts- und Energiewende gefragt.


Steigende Nachfrage

Björn Thümler wies auf die steigende Nachfrage nicht nur beim Flugzeug-, Fahrzeug- und Schiffbau, sondern auch in der Windenergie-Branche hin. Im Hinblick auf die Energiewende mit einem beschleunigten Ausbau der Windkraft an Land und auf See werde es einen deutlichen Mehrbedarf an glasfaserverstärktem Kunststoff für die Rotorblätter geben. Bis 2030 sollen die Gesamtleistungen von derzeit 7,8 Gigawatt der Offshore-Anlagen und 56,1 Gigawatt an Land – das sind zusammen rund 170.000 Rotorblätter – auf 30 Gigawatt auf See und 100 Gigawatt an Land erhöht werden.

Über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen sowie künftige Einsatzbereiche von Verbundwerkstoffen referierten im TZN Dr. Gunnar Merz (Composite United e.V.), Dr. Jörg Kindler (Premium Aerorec), Uwe Regensdorf (Maritime Faserverbundtechnik Haring) und Gregor Müller (M&D Composites). Die Veranstaltung endete mit einer von Dr. Dieter Meiners (TU Clausthal und Vorsitzender des TZN-Beirats) moderierten Podiumsdiskussion.

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