Elsfleth - Die Innenstadtsanierung schreitet voran. Als nächste Maßnahme wird nun die Sanierung der Mittelstraße geplant. Es sei bereits die achte Maßnahme über das Städtebauförderprogramm („Lebendige Zentren“) in Elsfleth, berichtete Verwaltungsmitarbeiter Martin Kopka jüngst im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung. Bereits Anfang November waren die Anlieger in einer Versammlung über die Entwurfsplanung informiert worden. Die frühzeitige Beteiligung der Bürger habe sich als ein gutes Mittel herausgestellt, berichtete Martin Kopka, denn so seien Anregungen der Bürger aufgenommen und direkt in die weitere Planung einbezogen worden, erzählte er.
Arbeiten abstimmen
Auch mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) habe sich die Stadtverwaltung abgesprochen. Denn der OOWV plant Tiefbauarbeiten am Kanalsystem der Mittelstraße. Deshalb sei es sinnvoll, die Arbeiten an der Straßenoberfläche mit den Tiefbauarbeiten des OOWV abzustimmen. Die Kanalsysteme an der Mittelstraße seien „total veraltet“, berichtete Martin Kopka. Sie stammten seines Wissens nach noch aus den 1950er Jahren. Darüber hinaus seien die Versorgungsleitungen teilweise hinter den Häusern verlegt. Das solle geändert werden. Der OOWV wolle alle Leitungen so neu verlegen, dass sie vor den Häusern verlaufen.
Die Fahrbahn an der Mittelstraße solle, angelehnt an das Konzept der Steinstraße und die bereits umgesetzte Maßnahmen der Deichstraße, in grauem Betonstein verlegt werden. Der Fußgängerbereich, der an einer Seite der Straße entstehen soll, solle in Niendorfer Beige gepflastert werden. Eine Fahrbahnbreite von 3,50 Meter sei an dieser Stelle vorgeschrieben, berichtete Martin Kopka. Deshalb könnten dort leider keine Bäume gepflanzt werden. Stattdessen sollen an einigen Stellen Rankgitter – nach dem Vorbild der Deichstraße – gesetzt werden.
Baum ist abgängig
Eine alte Kastanie, die auf einem Privatgrundstück steht, sei abgängig, berichtete Martin Kopka. Da bei den Tiefbauarbeiten das Wurzelwerk des Baumes beeinträchtigt werden könnte, müsse der Zustand des Baumes genau geprüft werden. Dies solle ein Baumgutachter übernehmen. Die Absprachen erfolgten natürlich mit dem Grundstückseigentümer.
Zur Steinstraße hin sollen Poller gesetzt werden, denn die Anwohner hatten den Wunsch geäußert, dass Autofahrer nicht von der Mittelstraße zum Parkplatz Mitte hindurchfahren können, berichtete Martin Kopka. Weitere Bedenken hatten die Anwohner zur Parksituation geäußert. Natürlich werde es während der Bauzeit zu Einschränkungen für die Anlieger kommen, sagte der Verwaltungsmitarbeiter deutlich. Doch sie könnten beispielsweise am Wempeplatz parken, sagte er.
Bernd Bhattacharyya-Wiegmann (Bündnis 90/Die Grünen) sprach Bedenken aus, dass die Entwässerungsrinnen so, wie sie vorgestellt wurden, nicht ausreichend seien. Es gebe DIN-Normen, an die sich die Stadt selbstverständlich halten werde, sagte Bauamtsleiter Hartmut Doyen. „Die Entwässerung wird dadurch besser“, versicherte er.
Wie Martin Kopka berichtete, sei vorgesehen, die Maßnahmen an der Mittelstraße gemeinsam mit denen der Innenstadt auszuschreiben. Dann könnte Ende nächsten Jahres mit den Arbeiten begonnen werden.
Die Mittelstraße ist etwa 90 Meter lang und hat eine Fläche von rund 500 Quadratmetern.
