Moorriem - Edith Koschnick und die von ihr geleitete MuT-Werkstatt Moorriem dürfen sich über ein vorgezogenes „Weihnachtsgeschenk“ freuen. Der niedersächsische Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler (CDU) teilte mit, dass der im März 2020 gegründete Verein Fördermittel in Höhe von 14 036,77 Euro erhält. Die Summe stammt aus dem Etat des entsprechenden Ministeriums.
Klecksklause
Die finanzielle Unterstützung soll dabei helfen, die Klecksklause in Neuenbrok so zu sanieren, dass dort auch in den kühleren Monaten Kulturveranstaltungen durchführbar sind. „Es ist schade, dass es bislang nicht möglich ist, über das ganze Jahr ein Programm anzubieten“, sagte Koschnick. Die Bereitstellung der Fördermittel unterstütze daher auch in gewisser Weise alle Künstler, die nach der Sanierung zu Zeiten auftreten können, zu denen es bislang nicht möglich ist.
Auch Thümler freute sich über die ermöglichte Unterstützung. Das „MuT“ im Vereinsnamen könne aktuell auch so gedeutet werden, dass die Menschen in Corona-Zeiten Mut und Zuversicht bewahren sollten, ergänzte der Politiker. Dies gelte ebenfalls für Kulturveranstalter. Gerade der ländliche Raum sei auf deren Engagement angewiesen.
Förderung
Die Abkürzung „MuT“ steht eigentlich für Musik und Theater. Die acht Gründungsmitglieder hatten sich im März 2020 auf ihre Fahnen geschrieben, Musik und Theater aufs Land zu bringen und damit die Kultur in Moorriem zu fördern. Der Corona-Lockdown im Frühjahr hatte die Aktivitäten des Vereins zwar gestoppt – dennoch hat sich die Gründungsrunde nicht den Wind aus den Segeln nehmen lassen.
Die nun gewährten Mittel gehen auf einen Antrag im Rahmen des „Programmes zur Förderung von investiven Projekten soziokultureller Einrichtungen in Niedersachsen“ zurück. Der Landesbeirat Soziokultur des Ministeriums hatte eine Annahme des Antrages empfohlen.
Motivation
Auch die Berner Landtagsabgeordnete Karin Logemann (SPD) freute sich für Koschnick über die Förderung. Wenn Kunst und Kultur auf dem Land gefördert würden, seien dies immer ganz besonders schöne Nachrichten, betonte Logemann. Wenn dann auch noch ein so junger Verein profitiere, zeige das den Initiatoren, dass sie definitiv etwas richtig gemacht hätten.
