Moorriem - Der öffentliche Widerstand gegen anti-demokratisches Denken in Deutschland wächst. Die Demonstrationen gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus in Brake, Nordenham und Oldenburg haben es in den zurückliegenden Tagen eindrucksvoll gezeigt.
Für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gehen immer mehr Menschen auf die Straßen. Nach dem aufgedeckten Rechtsextremen-Treffen in Potsdam und während der darauf folgenden Demonstrationen haben sich auch die Moorriemer Familien Andreessen und Bentzen gefragt, was man in Moorriem kurzfristig tun könne. Nach der Demonstration in Oldenburg, an der sie teilnahmen, fassten sie den Entschluss, aktiv zu werden, wie Brit Bentzen auf Nachfrage unserer Redaktion erläuterte. Die von ihnen initiierte Kampagne heißt „Moorriemer Vereine und Firmen für Demokratie, gegen Rechtsextremismus“.
Position beziehen
Es gibt nach den Worten von Brit Bentzen bereits Orte, die sich durch eine solche Aktion deutlich sichtbar positionieren. Unternehmen und Verbände aus Niedersachsen hätten bereits Stellungnahmen abgegeben. „So kamen wir zu der Idee, gemeinsam mit Moorriemer Vereinen und Firmen ebenfalls ein Statement zu setzen“, sagt Brit Bentzen. Und das für alle sichtbar, die durch Moorriem fahren. Dafür soll es an drei Hauptverkehrspunkten in Moorriem bauzaungroße Banner aus Lkw-Plane geben mit dem Titel der Kampagne sowie allen teilnehmenden Firmen- und Vereinslogos drumherum.
Keine Parteipolitik
Die Aktion läuft. „Wir haben schon Moorriemer Firmen und Betriebe angesprochen. Viele machen mit“, freut sich die Mitinitiatorin. Man sei in einem laufenden Prozess, auch viele Moorriemer Vereine machten bereits mit, weitere kämen sicherlich noch hinzu. Wichtig ist dem Organisationsteam, dass die Aktion keine parteipolitische Motivation hat, sondern eine gesellschaftliche.
Zusammenhalt stärken
Moorriemer Firmen und Vereinen werde die Möglichkeit gegeben, sich für Demokratie auszusprechen. Auf dem Plakat würden sich keine politischen Parteien wiederfinden. Die Aktion soll für ein Miteinander werben, den Zusammenhalt stärken und der Demokratiefeindlichkeit entgegenstehen. Vor allem will man in Moorriem ein deutliches Zeichen gegen Rechtsex-tremismus setzen.
Wer sich an der Kampagne beteiligen möchte, ist willkommen. Dazu ist lediglich ein Logo nötig, das bis Donnerstag, 15. Februar, per E-Mail (beziehungsweise das Einverständnis, den Namen zu drucken, sollte kein Logo vorhanden sein) an mail@paulandreessen.de zu schicken. Firmen, keine Vereine, könnten die Aktion mit einer Geldspende unterstützen, um die Kosten für Grafik und Druck zu decken. Das überschüssige Geld werde dann dem Verein für interkulturelle Arbeit, dem Refugium Wesermarsch, gespendet.
Logos als JPG, TIFF oder PNG in höchster Auflösung an: mail@paulandreessen.de
Weitere Informationen: aktionmoorriem@icloud.com
