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Bauleitplanung in Stadland Bürger sollen zu Windpark gehört werden

Rolf Bultmann

Morgenland/Seefeld/Rodenkirchen - Ohne eine Beschlussempfehlung abzugeben, endete in der Sitzung des Infrastrukturausschusses des Stadlander Rates in der Rodenkircher Großsporthalle die Beratung über eine Änderung des Flächennutzungsplanes für die Ausweisung eines neuen Windparkstandortes zwischen Morgenland und Esenshammergroden.

Wunsch aus Seefeld

Mit der einstimmigen Entscheidung, das Thema im April erneut zu beraten, damit der Rat im Mai entscheiden kann, folgte das Fachgremium dem Wunsch der rund 20 anwesenden Bürger aus Seefeld.

Es sei wichtig, alle mit ins Boot zu nehmen. Aus diesem Grunde sollten Anwohner und Bürger die Gelegenheit erhalten, ihre Position gegenüber der Windparkgesellschaft und den Politikern deutlich zu machen sowie sich in Gesprächen zu informieren. So begründete Michael Sanders (FDP) die von der SPD/FDP/WPS-Mehrheitsgruppe im Rat beantragte Vertagung einer Beschlussempfehlung.

Der stimmte auch die CDU-Gemeinderatsfraktion zu. Vorsitzender Günter Busch plädierte für eine Lösung, mit der auch die Anwohner und Bürger leben können.

Sie müssten fair behandelt werden. Berücksichtigt werden müsse aber auch, dass, wenn andere Formen der Energiegewinnung nicht mehr gewollt oder gar verteufelt werden, man für die regenerativen Energie auch etwas in Kauf nehmen müsse, so Günter Busch.


Obwohl es in der Sitzung nicht zur Beschlussempfehlung kam, gab Günter Busch die bisherige Haltung seiner Fraktion zu diesem Thema bekannt. Grundsätzlich stimme die CDU dem Bau des Windparks an dem vorgesehenen Standort zu. Jedoch sollte der Mindestabstand von 1000 Metern von den Windkraftanlagen zur Wohnbebauung, auch zu einzelnen Häusern, eingehalten werden oder die Zustimmung der Anwohner eingeholt werden.

Wie in Rodenkicherwurp sollte die Mindesthöhe der Anlagen auf 150 Meter begrenzt werden.

Die Einwohnerfragestunde zu Beginn der Sitzung nutzte Torsten Lahrmann, einer der drei Sprecher der Seefelder Bürgerinitiative Gegenwind, für eine Verschiebung der Beratung, mindestens aber der Beschlussempfehlung zu werben.

Zusicherung

Den Seefeldern sei vor einigen Jahren zugesichert worden, dass, wenn es neue Pläne für einen Windpark mit größeren Anlagen gibt, sie rechtzeitig informiert würden. Von der Beratung in der Sitzung am Mittwoch hätten sie aber erst zwei Tage vorher erfahren und somit keine Gelegenheit gehabt, sich ausreichend vorzubereiten.

Genaues Hinsehen ist laut BÜrger-Sprecher unverzichtbar

Ebenso wie die Windpark-Gesellschaft müsse auch die Bürgerinitiative die Gelegenheit erhalten, vor einer Beschlussempfehlung ihre Bedenken oder Hinweise dem Infrastrukturausschuss in einer Sitzung erläutern zu können, so Bürgerinitiative-Sprecher Torsten Lahrmann.

Dazu müssten sich die Mitglieder der Bürgerinitiative die Potenzialanalyse und die Pläne der Windpark-Gesellschaft aber genau ansehen. Dabei blieb der Gegenwind-Sprecher auch nach den Erläuterungen des Windpark-Planers Dirk Ihmels, obwohl darin einige sehr positive Aussagen enthalten seien. „Wir wollen aber miteinander reden“, sagte Bürgerinitiative-Sprecher Torsten Lahrmann.

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